Gestärkt feiern: Praktische Snacks für den Karnevalsumzug

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Reichhaltig belegt, bleiben Brote am besten mit Zahnstochern fixiert in Form. Foto: Stiftung Warentest

An Karneval geht vielen im Laufe des Tages die Puste aus: Die Party ist zu lang, es ist kalt, und manche Narren schauen etwas zu tief ins Glas. Mit einfachen Snacks zum Mitnehmen lässt sich vorbeugen. Und beim Feiern ist vieles erlaubt, wovon man sonst die Finger lässt.

Hamburg (dpa/tmn) - An Karneval herrscht für alle Narren Ausnahmezustand. Von früh bis spät wird gefeiert - meistens mit dem ein oder anderen Gläschen Alkohol. Eines bleibt dabei oft auf der Strecke: das Essen. Dabei ist das wichtig, um gut durch die Feierei zu kommen.

Wer zu den richtigen Snacks greift, kann den ganzen Tag fröhlich überstehen - und einem Kater vorbeugen. So ist an Karneval vieles erlaubt, was sonst eher verpönt ist: Fett, Salz und Kalorien. An Kamelle sollte sich aber niemand satt essen.

Wichtig ist, nicht auf leeren Magen zu trinken, sondern sich vorher und zwischendurch eine gute Grundlage zu schaffen, sagt Silke Schwartau von der Verbraucherzentrale Hamburg. Dabei dürfen Narren fettige und kalorienreiche Snacks vorziehen. "Denn fettige Speisen werden langsam verdaut, und dadurch wird die Alkoholaufnahme ins Blut verzögert", erklärt die Expertin. Und: "Alles was relativ fett und mineralstoffhaltig ist, das gleicht dann auch schon einmal die alkoholbedingten Mineralstoffverluste aus."

In jede Tasche passen zum Beispiel gesalzene Erdnüsse, Salzstangen und Kartoffelsnacks. Und wer will, bereitet sich seinen Proviant für die Feier selbst vor. In eine Brotdose passt zum Beispiel Blätterteiggebäck mit Käse überbacken. Ganz schnell und einfach zusammengestellt sind Käsewürfel und Oliven. Auch Eierkuchen, Schmalzgebäck und Frikadellen sind gute Karnevals-Mahlzeiten. Ebenfalls in die Snackbox dürfen Wurstbrote mit Salami oder zum Beispiel einzelne Stücke einer Gemüsepizza.

Ein Butterbrot mit Käse - oder auch mal mit Speck, ist der einfachste Tipp von Astrid Büscher. Sie ist Ökotrophologin und hat ein Kochbuch zu Snacks und Fingerfood geschrieben. "Am allerbesten finde ich aber Studentenfutter - und zwar selbst gemacht." Büscher selbst ist gegen manche Nüsse allergisch, deshalb mischt sie sich ihr Studentenfutter aus ihren Lieblingsnüssen. "Da kann man nach Geschmack entscheiden."

Es funktioniert nicht nur mit den Klassikern wie Hasel-, Erd- und Walnüssen. Auch Mandeln oder Kürbis- und Sonnenblumenkerne sind lecker und nahrhaft. Ein wichtiger Tipp der Expertin: bei Nüssen nicht zu große Mengen kaufen, denn durch die Fette werden sie mit der Zeit ranzig. Natürlich können in das hausgemachte Studentenfutter auch Rosinen. Und Astrid Büscher gibt gern noch getrocknete Aprikosen hinzu. Getrocknete Datteln und Feigen sind dagegen zum Unterwegsessen nicht so praktisch, da sie immer etwas klebrig sind. "Man kann die Mischung einfach in einen Gefrierbeutel packen und mitnehmen. Das ist handlicher als eine Dose", sagt die Ökotrophologin.

Wem einfache Nüsse zu langweilig sind, der bringt noch etwas Würze ins Spiel: Dafür die Nussmischung in der Pfanne anrösten und schließlich eine Mischung aus Zucker, Zimt, Salz und Curry hinzugeben, empfiehlt Büscher. Wichtig ist, nur bei mittlerer Temperatur zu rösten, da das Currypulver sonst bitter wird. Ein weiterer Tipp der Expertin sind Kartoffelmuffins mit Thunfisch. Dafür mischt sie gekochte, geschälte und gewürfelte Kartoffeln mit Thunfisch aus der Dose mit einer Masse aus Eiern, Mehl, Backpulver, Senf, Kapern, Salz und Pfeffer. Zum Backen kommt alles in Muffinformen. Die pikanten Törtchen eignen sich super für die Brotbox und bilden eine gute Party-Grundlage.

Auch Daniela Krehl von der Verbraucherzentrale Bayern rät zu herzhafter und fettiger Kost. "Wer allerdings einen empfindlichen Magen hat, sollte es damit natürlich nicht übertreiben", rät sie. Wichtig sei, schon beim Frühstück eine gute Grundlage für einen langen Faschingstag zu schaffen. "Für unterwegs kann man belegte Stullen mitnehmen und vielleicht noch ein bisschen Gemüse mit drauflegen wie Tomate oder Gurke", sagt sie.

Silke Schwartau empfiehlt, die unterschiedlichen Snacks in kleinen Dosen oder Beuteln zu verstauen. "Oder sich in der Gruppe verabreden: Wer bringt was mit?" So kann jeder seinen Beitrag leisten, dass alle gut durch den Tag kommen. Auf Kamelle und andere Süßigkeiten verzichten Jecken besser, denn Zucker steigert die Wirkung von Alkohol, erklärt die Expertin.

Ganz wichtig ist auch: trinken, trinken, trinken. Wenn möglich, nimmt man am besten gleich eine eigene Flasche Wasser oder Saftschorle mit. Schwartaus Tipp: am besten nach jedem alkoholischen Getränk die gleiche Menge Wasser trinken. So vermeidet man alkoholbedingten Wasserverlust - und beugt Kopfschmerzen und einem bösen Kater vor.

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