Bonpflicht

Blaue statt weiße Kassenbons im Supermarkt: Das steckt hinter der neuen Farbe

Kassenzettel bitte ordentlich aufbewahren.
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Seit Anfang des Jahres gilt die Bonpflicht. (Symbolbild)

In einigen Supermärkten und Geschäften bekommen Kunden an der Kasse inzwischen blaue statt weiße Kassenzettel. Was es damit auf sich hat.

  • Seit Anfang des Jahres gilt in Deutschland die Bonpflicht. Aber nicht nur das hat sich für Verbraucher geändert.
  • In einigen Geschäften sind die Kassenzettel inzwischen bläulich statt weiß.
  • Was es damit auf sich hat.

Seit 1. Januar 2020 gilt die Bonpflicht. Viele Kunden wollen ihre Kassenzettel* allerdings gar nicht aufheben, sondern stecken sie höchstens kurz in die Tasche - um sie kurz danach im Müll zu entsorgen. Und die Umwelt?

Blaue Bons sollen sich Berichten zufolge als umweltfreundlicher erweisen - sie seien einfacher zu entsorgen. Wer unter anderem bei Alnatura, Edeka oder Netto einkaufe, kenne die blauen Kassenbons bereits, heißt es dazu in einem Beitrag des Nachhaltigkeits-Portals Utopia.de. Einige der Händler hätten sie bereits vor einigen Monaten eingeführt - darunter auch einige kleinere Geschäfte.


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Blaue statt weiße Kassenbons in einigen Geschäften

Utopia.de zufolge haben die genannten bläulichen Zettel dabei zwei entscheidende Vorteile gegenüber herkömmlichen Bons: „Sie enthalten keine chemischen Farbentwickler. Dadurch sind sie weniger problematisch für die Umwelt und Gesundheit. Sie können außerdem anders entsorgt werden als gewöhnliche Kassenzettel“, schreibt das Portal. Herkömmliche Kassenzettel würden nämlich nicht ins Altpapier gehören, informiert das Portal, sondern in den Restmüll. „Die blauen Bons hingegen dürfen ins Altpapier, sie können also wieder recycelt werden.“

Kritik an Bonpflicht in Geschäften - „unbürokratisch“ und „überflüssig“

Seit 1. Januar müssen Händler mit elektronischen Kassensystemen ihren Kunden bei jedem Kauf unaufgefordert einen Beleg aushändigen - im Supermarkt, aber auch in der Apotheke, beim Friseur oder zum Beispiel beim Bäcker. Das soll Steuerbetrug verhindern. Einzelhandel und Handwerk hatten die Vorschrift als bürokratisch und überflüssig kritisiert.

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Es gilt allerdings derzeit eine „Nichtbeanstandungsregelung“ für das Nachrüsten elektronischer Kassen mit der sogenannten „Technischen Sicherheitseinrichtung“ (TSE) bis Ende September, wie die Deutsche Presse-Agentur (Stand: 19. Juli) berichtete. Bis dahin bekämen Einzelhändler noch keine Mahnungen oder Bußgelder, wenn sie das Kassensystem noch nicht installiert haben.

Muss immer ein Bon gedruckt werden? „Nein. Auch elektronische Ausgabeformate, beispielsweise per App, werden akzeptiert“; heißt es dazu auf „Spiegel Online“. Zumindest der Händler müsse jeden Verkauf „verbonen“. „Der Kunde kann auf Ausdruck und Mitnahme verzichten.“ Viele Verbraucher verzichten inzwischen freiwillig auf einen Kassenbon, um die Umwelt zu schonen. (ahu) *merkur.de ist Teil des Ippen-Zentral-Netzwerks.

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Das Geld vor dem Euro: Kennen Sie diese EU-Währungen noch?

Pesetas, italienische Lire oder Franc: Jedes europäische Land hatte vor dem Euro eine eigene Währung.
Pesetas, italienische Lire oder Franc: Jedes europäische Land hatte vor dem Euro eine eigene Währung. © pixabay
Die Deutsche Mark, auch DM oder D-Mark genannt, war als Bargeld von 1948 bis Ende 2001 die offizielle Währung der Bundesrepublik Deutschlands. Eine Deutsche Mark war wiederum unterteilt in einhundert Pfennig. Neben Münzen gab es sie auch in fünf- bis tausend-DM-Scheinen. Noch heute sollen Milliarden D-Mark im Umlauf sein. Ein Euro soll heutzutage zwei DM wert sein.
Die Deutsche Mark, auch DM oder D-Mark genannt, war als Bargeld von 1948 bis Ende 2001 die offizielle Währung der Bundesrepublik Deutschlands. Eine Deutsche Mark war wiederum unterteilt in einhundert Pfennig. Neben Münzen gab es sie auch in fünf- bis tausend-DM-Scheinen. Noch heute sollen Milliarden D-Mark im Umlauf sein. Ein Euro soll heutzutage zwei DM wert sein. © pixabay
Die italienische Lira war von 1861 bis zur Einführung des Euro das offizielle Zahlungsmittel Italiens. Sie war zudem auch in den beiden Zwergenstaaten San Marino und Vatikanstadt offizielle Währung. Doch vor 2001 spielten wegen einer anhaltenden Inflation nur noch die Werte 50, 100, 200, 500 und 1.000 Lire eine Rolle im Zahlungsverkehr. Ein Euro beträgt nach heutigem Umrechnungskurs etwa 2.000 Lire.
Die italienische Lira war von 1861 bis zur Einführung des Euro das offizielle Zahlungsmittel Italiens. Sie war zudem auch in den beiden Zwergenstaaten San Marino und Vatikanstadt offizielle Währung. Doch vor 2001 spielten wegen einer anhaltenden Inflation nur noch die Werte 50, 100, 200, 500 und 1.000 Lire eine Rolle im Zahlungsverkehr. Ein Euro beträgt nach heutigem Umrechnungskurs etwa 2.000 Lire. © pixabay
Die griechische Drachme galt von 1831 bis 2001. Sie war das offizielle Zahlungsmittel in Griechenland. Der Name ist bereits seit der Antike geläufig und bezeichnete schon damals eine Gewichts- und Münzeinheit aus Silber. Ihre Untereinheit war das Lepto, 100 davon ergaben eine Drachme. Umgerechnet wäre heutzutage ein Euro circa 340 griechische Drachmen wert.
Die griechische Drachme galt von 1831 bis 2001. Sie war das offizielle Zahlungsmittel in Griechenland. Der Name ist bereits seit der Antike geläufig und bezeichnete schon damals eine Gewichts- und Münzeinheit aus Silber. Ihre Untereinheit war das Lepto, 100 davon ergaben eine Drachme. Umgerechnet wäre heutzutage ein Euro circa 340 griechische Drachmen wert. © pixabay
Der Franc (zu deutsch: Franken) war vor der Einführung des Euro die Währung Frankreichs. Zudem galt er seit 1795 in der Schweiz sowie Belgien, Luxemburg und Monaco und den ehemaligen französischen Kolonien wie dem Kongo, Guinea, Ruanda oder Französisch-Polynesien. Ein Franc war wiederum unterteilt in 100 Centimes. Ein Euro wären etwa 6,5 Franc.
Der Franc (zu deutsch: Franken) war vor der Einführung des Euro die Währung Frankreichs. Zudem galt er seit 1795 in der Schweiz sowie Belgien, Luxemburg und Monaco und den ehemaligen französischen Kolonien wie dem Kongo, Guinea, Ruanda oder Französisch-Polynesien. Ein Franc war wiederum unterteilt in 100 Centimes. Ein Euro wären etwa 6,5 Franc. © pixabay
Die spanischen Peseta (zu deutsch: Peseten) und wurde 1869 in Spanien eingeführt. Sie galt ebenfalls im Pyrenäenstaat Andorra. Der offizielle Umrechnungskurs beträgt heute für einen Euro etwa 165 Pesetas. Laut der spanischen Nationalbank können übrig gebliebene Peseten sogar noch bis zum 31. Dezember 2020 in Euro umgetauscht werden.
Die spanischen Peseta (zu deutsch: Peseten) und wurde 1869 in Spanien eingeführt. Sie galt ebenfalls im Pyrenäenstaat Andorra. Der offizielle Umrechnungskurs beträgt heute für einen Euro etwa 165 Pesetas. Laut der spanischen Nationalbank können übrig gebliebene Peseten sogar noch bis zum 31. Dezember 2020 in Euro umgetauscht werden. © pixabay

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