Traumhafter Start in Ballsaison

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Viel Applaus gab es für den gefühlvoll und perfekt getanzten Prinzenwalzer. Fotos

Aschau - Für ein Bussi der Prinzessin und einen Orden übergab Aschaus Bürgermeister Werner Weyerer den  goldenen Schlüssel des Aschauer Rathauses an das neue Prinzenpaar.

Beim dritten Mal ist es für ihn schon Routine und Gewohnheit: "Ich kann beruhigt bis Anfang März in Urlaub gehen, ich weiß jetzt schon aus Erfahrung: Das Rathaus ist in den nächsten Wochen in guten Händen", so Aschaus Bürgermeister noch ganz tapfer und wagte die Bitte, "bringt mir die Schlüssel rechtzeitig zurück, wir haben in diesem Jahr noch viel zu tun". Es sei für die Gemeinde jedes Jahr eine Freude, dass es der Aschauer Faschingsgilde immer wieder gelinge, ein Prinzenpaar zu küren und eine Garde auf die hübschen Beine zu stellen.

Prinz Sebastian II. und Prinzessin Marianne III. werden in den kommenden närrischen Wochen über den Mittelpunkt Aschau und das weite Umland bis hinein nach Sachrang und hinaus nach Frasdorf, Wildenwart und Greimharting regieren.

... und viel Temperament zeigten die Gardemädchen.

"Uns geht es gut in Aschau - wir erhalten jedes Jahr ohne jegliche Gewaltanwendung die Schlüssel zu Rathaus und Kasse ausgehändigt, wir werden jedes Jahr ins Rathaus eingeladen und sind dort jederzeit willkommen", bedankte sich Daniela Max, Präsidentin der Aschauer Faschingsgilde mit ihren beiden Vertretern Werner Grill und Fabian Schneikart.

Die Aschauer Festhalle war fantasievoll dekoriert und beim 37. Inthronisationsball der Aschauer Faschingsgilde gut besucht, die Faschingsgilden aus Prutting und Vogtareuth besahen sich den Krönungsball und das Prinzenpaar ganz genau. Sie und die Ballbesucher erlebten auf der Bühne ein perfekt aufeinander abgestimmtes Prinzenpaar - die Prinzessin mit einem Traumkleid in Violett und Silber und der Prinz, fein dazu abgestimmt mit silberner Litewka und einem violetten Ordensband. Gemeinsam zeigten sie einen wunderschönen, gefühlvollen Prinzenwalzer nach den Melodien von Johann Strauß und später "Auf den Spuren der Krieger" einen temperamentvollen Showtanz.

Vor dem Prinzenwalzer exerzierte die Aschauer Prinzengarde den "Gardemarsch 2011", kommandiert von Major Monika Ruhsamer und einstudiert von Niki Hirner, Elisabeth Angerer und Michaela Rottmüller.

Seine Rustikalität Hofmarschall a.D. d.R. Sebastian Bichler führte mit seinen Aufzeichnungen und Notizen zum zehnten Mal durch die Jahrhunderte. Den Eltern des Prinzenpaares empfahl er, in den kommenden Wochen nachsichtig mit den Hoheiten und ihren Wehwehchen zu sein, sie müssten sich auf ihre meist abendlichen Vorhaben tagsüber entsprechend vorbereiten - die Pflege der Blessuren sei in vielen Fällen unerlässlich.

Prinz Sebastian ist seit sechs Jahren im Aschauer Fasching aktiv, ihn dürfte nach dem glanzvollen Krönungsball mit dem wunderschönen gelungenen Prinzenwalzer, den 1000 Ordensverleihungen und ebenso vielen Bussis links und rechts, künftig nichts mehr erschüttern. Als langjähriger Elferrat kennt er schon vieles, was in den tollen Tagen und Nächten auf ihn als den Herrscher des Aschauer Faschings zukommen wird.

Ihre Lieblichkeit Prinzessin Marianne III. kennt den Fasching genau: sie kommt aus der Sturm- und Feuer erprobten Aschauer Garde und kennt damit alles rund um den Fasching, das Lächeln, das Winken, die Auftritte und das Repräsentieren. Seit August haben beide in der Tanzschule Kesmarki in Rosenheim ihren Prinzenwalzer und den Showtanz geprobt. Ebenfalls seit dem Sommer üben die zwölf Gardistinnen bereits auf ihren großen Auftritt hin. Unter dem Kommando von Gardemajor Monika Ruhsamer haben sich mit Anna Schmid, Maria Schmid, Christine Schnitzer, Veronika Kink, Christine Schnell, Verena Sperger, Regina Müller, Lisa Winkler, Claudia Mehlhart, Katharina Ziegler und Theresa Thaurer wieder ein Dutzend Mädchen in der ruhm- und traditionsreichen Aschauer Garde zusammengefunden.

Das letztjährige Prinzenpaar Prinz Anton VI., "edler Herrscher über Gold und Diamanten" und ihre Lieblichkeit Prinzessin Karin I., "zauberhafte Blütenfee aus dem Reich der Blütenträume" übergab seinen Nachfolgern die Insignien der Macht über die Faschingsgilde. Mit einem Ausschnitt aus ihrem Prinzenwalzer vom vergangenen Jahr verabschiedeten sie sich vom Aschauer Publikum. Die beiden Bürgermeister Werner Weyerer und Sepp Thaurer machten wieder einmal Bekanntschaft mit den kniffligen Bürgermeistereinlagen der Gilde.

Die "Stoabach-Buam" spielten den Aschauern in der Festhalle noch zum Tanz auf und so endete der Ball für manche Ballbesucher früher, für manche aber viel später.

Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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