Krönungsball

Aschau: XXL-Rathausschlüssel für das Prinzenpaar

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Aschau (Chiemgau) - Es war eine Premiere für alle: Ein dickes Bussi der Prinzessin und einen großen Orden übergab der Zweite Bürgermeister Max Pfaffinger für den erkrankten Ersten Bürgermeister Peter Solnar.

Bim 41. Inthronisationsball der Aschauer Faschingsgilde in der Festhalle Hohenaschau übergab Pfaffinger den überdimensionalen goldenen Schlüssel des Aschauer Rathauses an das neue Prinzenpaar seine Tollität Prinz Josef II. „Herrscher über ländliche Weiten und natürliche Reichtümer“ und ihre Lieblichkeit Prinzessin Miriam I., „zielsichere Hoheit aus dem Reich der maßgeschneiderten Blicke“.

Nach drei gebürtigen Aschauer Prinzen in den letzten Jahren sei es nicht leicht einem Prinzen aus Weisham, also durchaus mit Migrationshintergrund, die Schlüssel zu überlassen, aber die Prinzessin sei als starke Aschauerin eine wesentliche Stütze und das gute Gewissen ihres Prinzen.

Den Worten seiner Rustikalität Hofmarschall d.R. a.D. Sebastian Bichler bei seinem 14. Auftritt als Marschall und 17 Jahre nach seinem wirken als Prinz Sebastian I. folgend, sei das Prinzenpaar dazu berufen, das wenige verbliebene Geld in der Aschauer Rathauskasse in den kommenden Wochen mit vollen Händen auszugeben.

Prinz Josef II. und Prinzessin Miriam I. übernahmen von ihren Vorgängern Prinz Michael I. und Prinzessin Alexandra I. die Insignien der Macht und werden in den wenigen Wochen des diesjährigen Faschings über den närrischen Mittelpunkt Aschau und das weite Umland bis hinein nach Sachrang und hinaus nach Frasdorf und Wildenwart regieren.

„Der Faschingsgilde geht es seit 41 Jahren gut in Aschau wir sind wie bisher überall und auch im Rathaus ohne wildes Kriegsgeschrei jederzeit herzlich willkommen“, bedankte sich die neugewählte Präsidentin der Aschauer Faschingsgilde Niki Hirner mit ihren beiden ebenfalls neuen Vertretern Lorenz Hofmann und Andreas Angermaier.

Der neue Prinz - bürgerlich Josef Scheck vom Braun in Weisham – stammt aus der Seitenlinie der Aschauer Garde in Weisham und ist schon sehr gespannt, was auf ihn als den Herrscher des Aschauer Faschings zukommen wird.

Im ganz normalen Leben ist er Landwirt. In Hittenkirchen ist er in das Vereinsgeschehen eingebunden, vor allem beim Trachtenverein „Almarausch“ Hittenkirchen“ ist er eine feste Größe. In seiner knapp bemessenen Freizeit setzt sich der 23-jährige gerne einmal aufs Radl und im Winter ist Skifahren angesagt. Diesen Winter wird er wohl wenig Zeit und Gelegenheit zum Skifahren haben, schon um einer möglichen Verletzungsgefahr auszuweichen.

Aschau im Chiemgau: Krönungsball 2015

Ihre Lieblichkeit Prinzessin Miriam (21) war schon zwei Jahre in der rot-weißen Aschauer Garde aktiv, sie kennt damit alles rund um den Fasching im Chiemgau, das Lächeln, das Winken, die Auftritte und das Repräsentieren. Miriam Noichl ist in Aschau-Weiher daheim und arbeitet als Augenoptikerin in Prien. In ihrer Freizeit ist auch sie im Sommer mit dem Radl unterwegs. Miriam Noichl ist aktive Schützin bei der Schützengesellschaft „Chiemgauadler“ Umrathshausen und war Schützenkönigin bei den Chiemgauadlern.

Als überaus treffsichere Schützin hat sie auch schon an überregionalen Meisterschaften teilgenommen. Schon seit August sind die beiden bei der Tanzschule Ziegler in Prien im Training und arbeiten eifrig am Prinzenwalzer und am Showtanz.

Die Aschauer Festhalle war nach dem Motto „Lets twist again – zurück in die 50-er“ phantasievoll dekoriert und beim 41. Inthronisationsball der Aschauer Faschingsgilde gut besucht.

Die Ballbesucher erlebten auf der Bühne ein optisch perfekt aufeinander abgestimmtes Prinzenpaar – die Prinzessin in einem violett-elfenbein Prinzesskleid-Traum und der Prinz dazu abgestimmt mit einer violetten gemusterten Barock-Livree im gleichen Muster mit silberner Husarenverschnürung, dazu trug er eine lange helle Hose und lange elegante Reitstiefel.

Sie zeigten einen wunderschönen, gefühlvollen Prinzenwalzer nach Motiven aus der Csardasfürstin von Emmerich Kalman und später mit den „Twist-Girls“ einen temperamentvollen Showtanz. Vor dem Prinzenwalzer exerzierte die Aschauer Prinzengarde zur Ouvertüre zu Wilhelm Tell von Rossini den „Gardemarsch 2015“, kommandiert von Major Christine Hamberger und einstudiert von Verena Sperger und Christine Schnell.

Schon monatelang üben die zwölf Gardistinnen unter dem Kommando des neuen Gardemajors Christine Hamberger auf ihren großen Auftritt zum Faschingsbeginn hin. Mit Tatjana Heinrichsberger, Alexandra Schmid, Veronika Thaurer, Michaela Maurer, Christine Stoib, Christine Maurer, Christina Landinger, Theresa Schmid, Katharina Scheck, Lisa Eder und Magdalena Noichl gelang es der Aschauer Faschingsgilde auch in diesem Jahr ein Dutzend höchst ansehnliche Gardemädchen zu finden. Sie üben Gardemarsch und Showtanz unter der Leitung von Verena Sperger, Christine Schnell, Franziska Max und Jenny Pletzenauer. Die „5e hamma“ aus Schleching spielten den Aschauern nach der Inthronisation und den obligatorischen Ordensverleihungen in der Festhalle noch zum Tanz auf.

Zahlreiche Termine stehen für das Prinzenpaar und die Garde in diesem Fasching bereits fest: nach dem Inthronisationsball kommen am Samstag, 14. Februar die Faschingsgesellschaften aus dem ganzen Landkreis zum Gildeball nach Aschau. Dazwischen liegen die Auftritte der Aschauer Faschingsgilde in Aschau und der Region, vom Kinderfasching bis zum Seniorenball.

reh

Quelle: rosenheim24.de

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