Fulminanter Auftakt in fünfte Jahreszeit

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Vagen - Jubel, Trubel, Heiterkeit: Mit einem farbenfrohen, närrischen Spektakel hat beim traditionellen Inthronisationsball der Faschingsgilde Vagen im Gasthof Schäffler die „fünfte Jahreszeit“ Einzug gehalten.

Mit einem rauschenden Fest ging das in hellen Scharen angerückte närrische Volk mit bester Laune und Erwartung in die, lange Faschingssaison 2011.

Im Mittelpunkt des Geschehens standen dabei die Tollitäten Andrea I. und Michael III. als das 24. Prinzenpaar der Faschingsgilde Vagen. Groß war der Jubel, als Hofmarschall Johannes Zistl die Tollitäten samt Garde, Elferrat und Fanfarenzug vorstellte. Zistl bat das närrische Volk um tatkräftige und "lautstarke" Unterstützung sowohl an diesem Abend als auch in der langen Faschingszeit, die seiner Berechnung nach genau "achteinhalb Wochen" dauert.

Achteinhalb Wochen Fasching angesagt

Der Hofmarschall erinnerte zudem daran, dass sich die Aktiven der Gilde schon seit Monaten auf diesen Abend und die närrische Saison vorbereitet haben, um bei den Vagenern, ihren Gästen, dem gesamtem Landkreis und darüber hinaus für Unterhaltung und gute Laune sorgen zu können - so wie es bei der Faschingsgilde seit über 45 Jahren der Brauch ist.

Inthronisation FG Vagen

Bürgermeister Bernhard Schweiger übergab sodann den neuen Regenten Zepter und Schlüssel als Zeichen der Macht und Würde. Er gebe die Macht gerne an so sympathische Regenten, so der Rathauschef, der die Aktivitäten der Mädchen und Burschen, die ihre Freizeit opfern, um anderen Freude und Spaß zu bereiten, in höchsten Tönen lobte. Der Bürgermeister, der sich von der Zeremonie der Inthronisation beeindruckt zeigte, bat die Tollitäten: "Passt gut auf unsere Gemeinde auf".

In seiner Thronrede wandte sich das Prinzenpaar, mit den Worten: "Wir wünschen euch von ganzem Herzen, dass ihr für einige Wochen vergesst Sorgen und Schmerzen" an ihr Volk. Übereinstimmend gab das hohe Paar seiner Freude Ausdruck, dass sie im Vagener Fasching regieren dürfen.

Das Amt als Prinzenpaar empfinden beide als Höhepunkt nach ihrer schon längeren Aktivität bei der Gilde. Die Prinzessin war Gardemädchen und der Prinz als ehemaliger Chef vom Elferrat aktiv. Mit einem kräftigen, dreifachen "Weiß und Blau - Vagen helau" schlossen die Tollitäten ihre mit viel Beifall aufgenommene Thronrede.

Mit Beifall und auch mit "einer Träne im Knopfloch" wurde das Ex-Prinzenpaar Theresa und Stefan verabschiedet, die Hofmarschall Zistl zufolge die Faschingsgilde Vagen über die Landkreisgrenzen hinaus würdig vertreten haben und der Gilde und dem Ort Vagen viel Sympathie einbrachten.

Traditionell in Weiß und Blau

Präsident Thomas Gerbl und an seiner Seite sein "Vize" Florian Döbler empfingen unter der großen Zahl der Tanzlustigen neben dem Bürgermeister auch Ehrenpräsident Xaver Engl, Dritten Bürgermeister Michael Zistl, Ehrenmitglied Karl Wünsch und auch eine Abordnung der Faschingsgesellschaft "Crachia" Hausham.

Der Präsident dankte allen, die im Vorfeld aktiv an den Vorbereitungen zur när-rischen Saison beteiligt waren. Dafür gab es einen "Ordensregen", den das Prinzenpaar auf seine Eltern, verdiente Faschingsprofis, Gönner, Freunde und ehemalige Aktive der Gilde niedergehen ließ.

Überschwänglich war die Begeisterung des närrischen Volkes, als das Prinzenpaar, in den Traditionsfarben "Weiß-Blau" der Vagener Gilde gewandet, zum obligatorischen Prinzenwalzer das Parkett betrat.

Ein hohes Maß an Taktgefühl und Musikalität legte das Paar beim Walzer "Schatzmeister" mit einer Anzahl von Hebefiguren, bei denen die Prinzessin durch die Luft wirbelte, an den Tag. Als Zugabe boten die Tollitäten im passenden Kostüm einen fetzigen Showtanz, der von den Ballbesuchern, unter ihnen eine ganze Reihe ehemaliger Aktiver früherer Hofstaaten, mit frenetischem Beifall belohnt wurde.

Endlich war es dann so weit: In neuen Kostümen, in weinroter Seide mit silbernen Pailetten verziert, weiße Röckchen, dazu Hütchen in den Farbe des Kostüms und "weiß gestiefelt", traten die 14 Mädchen der Prinzengarde, angeführt von Gardeleutnant Katrin Schnitzenbaumer, begleitet von den Klängen des Fanfarenzuges, zum Gardetanz an.

Zum Marsch "Bratiania" zogen die Mädchen ein Feuerwerk von Anmut, Pep und Schwung ab, dass die beiden Clowns vor Freude durch den Saal purzelten, der frenetische Beifall der begeisterten Ballbesucher, die nach "Zugaben" verlangten, war der Lohn dafür. Ex-Prinzessin Theresa Bachmeier und Ex-Gardemädchen Bernadette Eham zeichnen für die Choreografie verantwortlich.

Eng wurde es dann auf der Tanzfläche, als die "Walter-Autsch-Band" zum Tanz aufspielte. Mit großem Beifall wurde dann die Showeinlage der Gardemädchen bedacht, die in bunten Kostümen als orientalische Tempeltänzerinnen auftraten. Marlen Mareis und Bettina Meixner betreuten die Showgruppe, denen der Beifall ebenfalls galt.

wü/Mangfall-Bote

Quelle: rosenheim24.de

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