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Besonderes Fest für alle

OVB
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Auch Reinhold Frey, Vorsitzender des Wirtschaftlichen Verbandes, und seine Mitarbeiterin Tina Aschl, alias "Weihnachtswichtl Wiggerl" bereiten Bedürftigen mit geschmückten Weihnachtsbäumen ein besonderes Weihnachtsfest.

Rosenheim - Ein festlich geschmückter Christbaum ist für viele Menschen am Heiligen Abend eine Selbstverständlichkeit. Doch es gibt auch in Rosenheim immer mehr, die sich keinen Baum leisten können.

Anlässlich des Jubiläumsjahr des Christkindlmarktes will der Wirtschaftliche Verband dafür sorgen, dass auch für diese Menschen Weihnachten ein Fest der Freude wird. Er spendierte 25 kleine Christbäumchen. Die können bis zum vierten Advent geschmückt werden und kommen dann bedürftigen Menschen zugute.

Auftakt war gestern in der Heilig-Geist-Kirche. Dort dürfen die kleinen Bäume bis kurz vor Weihnachten stehen bleiben und können täglich geschmückt werden. Gestern kamen bereits einige "Christbaumschmücker" aus Stadt und Landkreis und die zeigten sich alle von der Aktion begeistert. So etwa Familie Grimmforster aus Bad Aibling, da kam der Papa mit Sohn Lukas in die Kirche. "Der Kleine schmückt immer gern. Da dachte ich mir, das ist eine gute Sache", so der Vater. Der zweieinhalbjährige Lukas wurde lange nicht müde, Strohsterne, Glaskugeln und Schokoanhänger an dem von ihm ausgesuchten Baum anzubringen. "Ganz toll", war alles, was er sagte - und zwischendurch genehmigte er sich immer wieder mal einen der Schokoanhänger selbst.

Mit schöner Arbeit helfen

Auch Reinhold Frey, dem Vorsitzenden des Wirtschaftlichen Verbandes, machte das Schmücken viel Spaß. "Daheim ist dafür meine Frau zuständig. Da bekomme ich den Christbaum erst zu sehen, wenn er fertig ist", erklärt er. Darum gefalle ihm die Aktion besonders: "Das ist eine schöne Arbeit und sie macht doppelt Freude, weil man damit Gutes tun kann."

So wie er dachten viele und manche wurden sogar etwas nachdenklich. "Wir haben alles im Überfluss. Schmücken unseren Baum sogar jedes Jahr mit neuen Sachen. Dass es Menschen gibt, die das nicht können, darüber mache ich mir sonst eigentlich nie Gedanken", meinte eine Besucherin nachdenklich.

Die Bäumchen kommen Rosenheimern zugute, die von der "Rosenheimer Tafel" ausgesucht werden. Mit Elisabeth Bartl und Johann Wutz waren auch zwei Vertreter der gemeinnützigen Hilfsorganisation vor Ort. Auch sie schmückten einen Baum und erzählten dabei, wer die Christbäume kurz vor Weihnachten bekommt. "Darunter sind einige Rentner, die ganz alleine sind. Weder über Verwandtschaft noch Geld verfügen. Für sie ist Weihnachten normalerweise eine eher traurige Angelegenheit", so Bartl. Das gelte auch für einige Alleinerziehende, deren Geld kaum zum Leben reiche: "Auch davon gibt es leider immer mehr."

Bereits die Ankündigung, vielleicht einen Baum für das Weihnachtsfest zu erhalten, habe bei einigen der Bedürftigen für Freudentränen gesorgt. Nach dem gestrigen Erfolg der Aktion machte Frey spontan die Zusage, noch weitere Bäumchen zu spendieren, so dass alle, die von der Tafel betreut werden und sich über ein derartiges Geschenk freuen, berücksichtigt werden können.

Tina Aschl vom WV organisiert diese Aktion. Auch sie zeigte sich, verkleidet als "Weihnachtswichtl Wiggerl" bereits vom gestrigen Erfolg begeistert: "Es ist der erste Tag und da wurden schon so viele Bäume so schön geschmückt. Das ist toll."

Die Aktion dauert noch bis einschließlich Sonntag, 20. Dezember, an. Unabhängig davon, ob mit einer Kugel oder mit der Ausstattung für einen ganzen Baum, jeder kann mitmachen und dafür sorgen, dass Weihnachten auch für bedürftige Menschen ein besonders schönes Fest wird. wu

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