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Neun Stände sind seit der ersten Stunde vor 25 Jahren mit dabei

"Besucher sind hektischer"

OVB
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Ein Erfolgskonzept: Die anfänglichen Zweifel der Standbetreiber der ersten Stunde, wie hier Werner Hermann, haben sich als unbegründet erwiesen.

Rosenheim - 50 Buden und ein umfangreiches Rahmenprogramm - so attraktiv präsentiert sich der Rosenheimer Christkindlmarkt heute. Vor 25 Jahren sah das noch etwas anders aus...

...damals gab es nur knapp 20 Stände, und auch die Vorführungen und Angebote für die kleinen und großen Besucher fielen in der Anfangszeit noch eher mager aus. Trotzdem übte der Christkindlmarkt damals schon eine enorme Anziehungskraft für Besucher aus Stadt und Landkreis aus. Daran erinnern sich auch die neun Standlbetreiber gut, die von Anfang an dabei sind und noch in keinem Jahr beim vorweihnachtlichen Treiben auf dem Max-Josefs-Platz fehlten.

Werner Hermann betreibt auf dem Christkindlmarkt die Mandelbraterei. Er ist "ein Mann der ersten Stunde". Von Anfang an mit dabei waren auch: der Angerer-Würstelstand, Bechthold- Schnitzereien,die Konditorei Weth, die "Schatulle" von Christine Weiß, Pfannen-Rußwurm, Kagerer, Christbaumverkauf Weiß, die Konditorei Bergmeister und Christbaumkugeln-Krebs.

Erinnerung an die Anfangszeit

Hermann kann sich noch gut an die Entstehungszeit des Christkindlmarktes erinnern. Auch schon viel früher, so erinnert sich der Rosenheimer, seien in der vorweihnachtlichen Zeit in der Innenstadt Buden aufgebaut worden. Allerdings nur ganz wenige - und die befanden sich natürlich nicht auf dem Max-Josefs-Platz, da dieser damals noch für den Straßenverkehr freigegeben war.

"In den ersten Ständen war es noch bitterkalt", erinnert sich Werner Hermann. Als dann der Christkindlmarkt auf dem Max-Josefs-Platz mit seinen schon wesentlich professionelleren Buden startete, sei das eine enorme Verbesserung gewesen. Allerdings sei man im Anfangsjahr als Verkäufer schon noch sehr skeptisch gewesen, ob denn so eine Veranstaltung auch wirklich für alle Beteiligten erfolgsversprechend sein kann.

Die Zweifel erwiesen sich als unbegründet: "Von Anfang an war der Christkindlmarkt ein wahrer Besuchermagnet", so Hermann. Im ersten Jahr habe auch das Wetter "wunderbar mitgespielt".

Jedes Jahr wurden die Stände mehr, sein Flair habe der Christkindlmarkt aber stets behalten. Nur das Verhalten der Besucher habe sich etwas geändert: "Die sind wesentlich hektischer als noch vor 25 Jahren", meint der Standbesitzer.

Hermann ist heute 69 Jahre alt. Zur Ruhe setzen will er sich aber noch lange nicht. "Für mich ist es eine Selbstverständlichkeit, dass ich beim Christkindlmarkt dabei bin", erklärt er.

Auch Pfannen Rußwurm findet man schon seit 25 Jahren beim Christkindlmarkt. Mit seinem Angebot an Haushaltsutensilien sorgte dieser Stand schon in den Anfangsjahren für Schmunzeln bei einigen Besuchern. Doch der jahrzehntelange Erfolg gibt Standbetreiber Willi Rußwurm Recht. "Wer eine Pfanne zu Weihnachten geschenkt bekommt, verdreht zwar am Anfang die Augen. Aber wenn er damit kocht, kommt schnell Freude auf", sagt der 57-jährige Frasdorfer. Viele Kunden würden seinem Stand von Anfang an die Treue halten: "Ich erinnere mich noch an Kinder, die damals an der Hand ihrer Eltern gingen. Heute sind sie erwachsen und kommen zu mir mit ihren eigenen Kindern an der Hand." Den Rosenheimer Christkindlmarkt empfinde er immer noch als "wunderschön". Er sei zwar gewachsen, präsentiere sich aber immer noch gemütlich und bodenständig.

Nicht wegzudenken vom Max-Josefs-Platz in der Vorweihnachtszeit sind auch die Christbaumkugeln der Firma Krebs. Im Stand steht heute Tochter Sabine Bürger, und auch die könnte sich die Adventszeit ohne ihre Bude kaum vorstellen. "Ich war schon als Kind immer dabei", erzählt sie. Vor 25 Jahren hätten die Besucher eher ganze Schachteln mit Glaskugeln für den Weihnachtsbaum gekauft. Heute würde man einzelnen, besonders außergewöhnlichen Weihnachtsschmuck bevorzugen. Auch Bürger will in den kommenden Jahren wieder beim Rosenheimer Christkindlmarkt mitmachen: "Hier ist es einfach schön. Da macht es auch nichts aus, wenn man mal friert."

wu/Oberbayerisches Volksblatt

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