Bayerische Philharmonie in Wasserburg

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Wasserburg - Das diesjährige Wasserburger Rathauskonzert findet am Samstag, den 23. Oktober, mit dem Kammerorchester der Bayerischen Philharmonie statt.

Das „Kammerorchester der Bayerischen Philharmonie“ unter dem Dirigat von Andreas Hérm Baumgartner wird nach der Sommerpause am Samstag, 23. Oktober, 20 Uhr, die diesjährige Reihe der WASSERBURGER RATHAUSKONZERTE fortsetzen. Ursprünglich sollte an diesem Abend das „Csik Chamber Orchestra“ in Wasserburg zu Gast sein, doch aus nicht nachvollziehbaren Gründen sagte das Ensemble aus Siebenbürgen seinem Dirigenten trotz bereits bestehender vertraglicher Verpflichtung kurzfristig ab.

Mit diesem Orchesterwechsel geht auch eine Programmänderung einher: Anstelle von Gustav Mahlers „Adagietto“ und des Divertimentos in F-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart gelangt nunmehr die „4. Sinfonie (1947)“ von Karl Amadeus Hartmann zur Aufführung. Das Werk – für Streichorchester gesetzt – ist dreiteilig, wobei der rasche Mittelsatz von zwei pathetischen, langsamen Sätzen eingerahmt wird. Der einleitende Lento-Satz erhebt sich in fortschreitender Steigerung zu höchster Intensität des Ausdrucks. Der zweite, rasche Satz verknüpft in dreiteiliger Anlage Elemente des Scherzo mit dem Allegro. Er ist vorwiegend rhythmisch bestimmt. Das Finale, Adagio appassionato, variiert das prägnante Thema der ersten Violinen. Hörbeispiele finden sich übrigens im Internet unter www. jpc.de.

Karl Amadeus Hartmann (1905 – 1963) gilt als einer der bedeutendsten Symphoniker des 20. Jahrhunderts, dessen Kompositionsstil gerade durch seine strikte Verweigerungshaltung gegenüber dem Regime des Nationalsozialismus stark beeinflusst wurde. Er sah schon vor 1933 die Schrecken der Nazis voraus und entschied sich für die „innere Emigration“. Seine Musik, die er im Ausland zur Aufführung brachte, verstand er als Gegenaktion gegen die Faschisten und als Akt der Solidarität mit den Verfolgten. Nach dem Krieg gründete Hartmann die bis heute international hervorragende „Musica Viva“- Reihe des Bayerischen Rundfunks.

Zu diesem Werk gesellt sich im Programm des 4. ABO-Konzertes das von Franz Schubert im Jahre 1826 komponierte d-moll-Quartett „Der Tod und das Mädchen“ in einer Fassung für Streichorchester von Andreas Hérm Baumgartner.

Der 1974 in Wasserburg a. Inn geborene Dirigent Andreas Hérm Baumgartner gilt neben seiner angesehenen internationalen Laufbahn als Orchesterleiter unter anderem als einer der profiliertesten Interpreten der Musik Hartmanns und leitet seit 2007 die Geschicke der Karl-Amadeus-Hartmann-Gesellschaft e. V.

Restkarten für diesen Konzertabend am 23. Oktober sind bei der Stadt 83512 Wasserburg a. Inn im Rathaus erhältlich (Tel. 08071 / 105-12, Fax: 08071 / 105-70, E-Mail: rathauskonzerte@stadt.wasserburg.de, Internet: www.rathauskonzerte.de).

Pressemeldung Stadt Wasserburg a. Inn

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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