Topact bei Festival "KUFSTEIN Unlimited"

Jähes Ende für Mark-Forster-Konzert in Kufstein

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Mark Forster zu Gast in Kufstein.

Kufstein - Mark Forster und Band waren am vergangenen Wochenende in Kufstein zu Gast! Alles fing so gut an. Doch das Konzert fand ein jähes Ende.

Mark Forster und Band waren am vergangenen Samstag der Topact beim „KUFSTEIN Unlimited" Festival. Dabei fing alles so gut an. Kreischende Mädchen, die bereits stundenlang in der brüteten Hitze ausharrten, um sich die besten Plätze vor der Bühne zu ergattern. Forster glich einem Energiebündel. Er rannte, hüpfte und tanzte auf der Bühne, bis die Fetzen flogen.

Mark Forster in Kufstein

Doch dunkle Wolken kündigten das nahende Unheil an. Gegen 22:30 Uhr brach ein heftiges Unwetter mit Gewitter und orkanartigen Böen über das Festivalgelände herein und sorgte für ein jähes Ende. Dicke Regentropfen peitschen über das Konzertgelände, die Zuschauer suchten schnell das Weite. Abbruch nach gut der Hälfte des Konzertes. Au revoir, Mark Forster.

Mark Forster im Interview

Im Interview kurz vor Konzertbeginn und bei (noch) strahlendem Sonnenschein sprachen wir mit Mark Forster über seine Zusammenarbeit mit Sido, seine Inspirationen und Band und sein Engagement bei der Castingshow „The Voice Kids“.

Mark, wie gefällt dir die Location und die Konzeption des Festivals?

Ich bin zum ersten Mal in Kufstein und finde es sehr, sehr schön. Vor allem von der Bühne aus ist einem ein wunderschöner Blick geboten. Da habe ich schon beim Reinfahren gesehen, ein großartiges Naturschauspiel. Das macht großen Spaß. Vor allem ist das Wetter grandios heute. Wir freuen uns schon seit Wochen auf den Auftritt. Auch auf der Straße gibt es viele Künstler, die auftreten. Insgesamt ein tolles und sehr schönes Konzept.

Woher holst du dir deine Inspiration?

Ich schreibe Texte, die ganz wenig Distanz zu mir selber haben. Die ganz nah am dem dran sind, was ich so denke und was ich so fühle. Ich muss die Inspiration aus meinem Alltag ziehen. Aus dem, was ich erlebe und um mich herum passiert. Das heißt jetzt nicht, dass ich jede Geschichte, die ich beschreibe, auch 1:1 erlebt habe.

Wie entwickelte sich die Zusammenarbeit zwischen Sido und dir?

Das ist schon paar Jahre her. 2013 haben wir zusammen unseren ersten Song gemacht: „Einer dieser Steine“. Sido hat sich bei mir gemeldet und mir erzählt, dass er im Auto immer ein Lied von mir aus dem Jahre 2012 mit seiner damaligen noch zukünftigen jetzigen Frau gehört hat. Sido ist ein alter Romantiker und er war eine süße Idee von ihm, zusammen mit mir ein Lied zu schreiben. Es hat mich gefragt, wir haben uns getroffen und haben „Einer dieser Steine“ geschrieben. Seitdem wissen wir, dass es gut funktioniert.

Plant ihr weitere gemeinsame Projekte?

Klar, aber in letzter Zeit war schon viel Sido bei mir und ich will es auch nicht überstrapazieren. Aber es funktioniert toll mit uns, es macht Spaß und es sind immer viele schöne Lieder bei herausgekommen.

Wie lange brütest du über einen Song?

Ich laufe immer mit offen Augen und Ohren durch die Welt. Wenn mir irgendwie eine Zeile, ein Wort oder eine Idee über den Weg kommt, schreibe ich sie auf und bin jemand, der dann über den Fleiß kommt. Ich habe eine bestimmte Sprache für mich gefunden, die ich schreibe. Wenn ich eine Idee habe, scheibe ich 2-3 tagelang, und wenn sich die Idee gut entwickelt, schleife ich wochenlang an dem Song herum. Es ist schon ein langer Prozess.

Strebst du nach musikalischer Perfektion?

Musik kann nicht perfekt sein. Musik ist keine Sportart oder ein Handwerk. Ich muss das, warum es geht, fühlen, wenn ich es singe und wieder höre. Dazu muss ich ehrlich sein. Es muss gut gemacht sein und phonetisch gut klingen. Es gibt schon ein paar Sachen, an denen man arbeiten muss.

Wie lange arbeitest du mit deiner Band bereits zusammen?

Mit meiner Band spiele ich schon seit vier Jahren zusammen. Ich habe ein Album mit einem Symphonieorchester aufgenommen, mit 70 Musikern, dass live eingespielt wurde. Ich habe am Anfang bei meiner Plattenfirma gefragt, ob ich ein Orchester mit auf Tour nehmen kann. Da wurde ich nur ausgelacht. Aber wir haben es als Band geschafft, die Wucht des Orchesters mit auf die Bühne zu bringen, ohne dass was vom Tonband abläuft. Ich habe zwei Keyboarder, das sind ja immerhin schon einmal 20 Finger.

Du bist Juror in der Castingshow “The Voice Kids”. Wie viel Zeit bleibt dir für die Musik?

Der zeitliche Aufwand ist nicht besonders groß. Ist für mich eher eine Ergänzung. Ich habe in der Zeit mit Voice Kids auch viel gelernt. Man spiegelt sich ja auch immer selber wider, wenn man mit Kindern arbeitet. Es ist ähnlich wie mit einem Kind, dem du einen Tennisschläger in die Hand drückst und ihm sagst, wie es den Schläger halten soll. Am nächsten Tag spielt es schon ok Tennis. So ist es beim Musikmachen auch.

Interview: ume

Quelle: rosenheim24.de

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