6 x 7 = Erfolg für Städtische Galerie

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v. l.n.r.: Kulturreferent Robert Berberich, Kulturdezernent Michael Keneder, Elfriede Kelm, die Leiterin der Galerie Monika Hauser, Kriemhild Kelm und Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer.

Rosenheim  – Sechsmal die Glückszahl 7 belegt den Erfolg: Die Städtische Galerie Rosenheim konnte jetzt den 777.777. Besucher seit ihrer Eröffnung im Jahr 1937 begrüßen.

Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer, Kulturdezernent Michael Keneder, Kulturreferent Robert Berberich und die Leiterin der Städtischen Galerie Monika Hauser bedankten sich beim Jubiläumsgast mit Freikarten für die Chiemsee Schifffahrt, einem Bildband über Rosenheim und einem Blumenstrauß. Es gab gleich zwei Jubiläumsgäste: Kriemheld Kelm aus Germering war mit ihrer Schwägerin Elfriede Kelm aus Rosenheim in der Ausstellung. Dass Kriemhild Kelm auserwählt wurde, scheint kein Zufall zu sein: denn sie ist 1937 geboren – in dem Jahr, in dem auch die Städtische Galerie eröffnet wurde. „Aber ich bin nicht so interessant wie die Galerie“, meinte sie lachend. Sie mag Landschaftsmalerei und war nicht zum ersten Mal hier. „Die Ausstellung über die Chiemsee-Maler ist sehr schön und sehr interessant. Ich freue mich jetzt schon, wieder mal an den Chiemsee zu fahren.“

Die Städtische Galerie kann nicht nur mit fast 800.000 Besuchern aufwarten. Beachtenswert ist vor allem der Erfolg mit unverwechselbaren, sehenswerten und niveauvollen Ausstellungen. Das Ausstellungsgebäude gilt als eines der schönsten im süddeutschen Raum. Derzeit werden jährlich etwa sechs Ausstellungen gezeigt, darunter die Jahresausstellung des Kunstvereins Rosenheim. Noch bis Ende 2010 läuft die Ausstellung „CHIEMSEE.KÜNSTLER.LEBEN. … und immerfort die Sehnsucht”.

Der Start: Eine Stiftung mit einer Auflage

 Begonnen hat die Geschichte mit einer Initiative des Lehrers und Kunstsammlers Max Bram. Er stiftete seine umfangreiche Sammlung von Werken der Münchner Schule 1904 der Stadt Rosenheim mit der Auflage, ein Ausstellungsgebäude zu errichten. 1935 fand die Grundsteinlegung für das Galeriegebäude statt. Die Stadt stellte dafür ein Grundstück zur Verfügung und errichtete einen Luftschutzkeller. Der Entwurf für die Galerie stammt vom Münchner Architekten Johann Georg (German) Bestelmeyer. 1937 wurde das „Kulturzentrum“ mit den damals üblichen Zeremonien feierlich eröffnet. Im Rückgebäude, dem heutigen Stadtarchiv, befanden sich das Archiv und die Stadtbibliothek.

Die erste Ausstellung aus Stiftungsbeständen gestalteten die Maler Constantin Gerhardinger, Anton Müller-Wischin und Emil Thoma. Der Kriegsbeginn stoppte die Arbeiten für die Anlage des Galeriegartens. Die Kunstsammlung wurde in das Kloster auf der Fraueninsel ausgelagert. Ein Bombentreffer beim ersten Luftangriff auf Rosenheim schädigte 1944 das Ausstellungsgebäude schwer. 1946 konnte die Sammlung nach Rosenheim zurückgeholt werden. Sie fand vorläufig Unterkunft auf dem Rathausdachboden. Mit einer Sonderausstellung zum 60. Geburtstag von Hans Müller-Schnuttenbach im Jahr 1949 wurde der Ausstellungsbetrieb wieder aufgenommen. Regelmäßige Sonderausstellungen etablierten sich erst ab 1952.

Das Konzept: Künstler fördern – internationale Kunst präsentieren

Ein wesentliches Ziel der Städtischen Galerie ist die Förderung von Künstlerinnen und Künstlern, die für die Region Rosenheim von großer Bedeutung sind. Deshalb werden in wechselnden Ausstellungen zeitgenössische Arbeiten präsentiert. Darüber hinaus widmet sich die Galerie der internationalen Kunstszene des 20. und 21. Jahrhunderts. Ein weiterer Schwerpunkt gilt dem Kunstschaffen des 19. und 20. Jahrhunderts, insbesondere den Werken der so genannten „Münchener Schule“ und der „Chiemseemaler“.

Seit 2003 beschäftigt sich die Städtische Galerie auch mit Bilderbuchillustrationen international anerkannter Künstler wie Janosch, Helme Heine, Sven Nordqvist, Wolf Erlbruch oder Jutta Bauer. Auch für 2011 ist eine große Bilderbuch-Ausstellung in Vorbereitung. Die Städtische Galerie kann dazu den in seiner Heimat Australien hoch gerühmten und vielfach ausgezeichneten Autoren und Illustratoren Shaun Tan präsentieren.

Sehr beliebt beim Publikum ist das Rahmenprogramm zu den Ausstellungen. Führungen, Lesungen, Konzerte, Performance oder die Museumspädagogik stoßen auf großes Interesse. Gefragt sind zudem Tage des Offenen Ateliers und die Lange Nacht in Rosenheim. Die Exkursionen zur laufenden Ausstellung „Auf den Spuren der Chiemsee Maler“ im September und Oktober 2010 waren in wenigen Tagen ausverkauft.

Pressemeldung

Quelle: rosenheim24.de

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