Schweizer "Tatort" gestoppt - zu viele Klischees

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Das Schweizer Fernsehen hat Probleme mit seiner "Tatort"-Produktion.

Bern - Neun Jahre lang gab es keinen Schweizer “Tatort“ und nun gibt es gleich Ärger mit dem Comeback: Zu klischeehaft und nicht optimal besetzt, lautet die Kritik.

Die für April geplante Premiere des neuen eidgenössischen Krimis muss überarbeitet werden, weil sie den Standards nicht standhält, wie Medien am Montag berichteten. Die “Tatort“-Folge “Wunschdenken“ sei von der Kulturchefin des Schweizer Fernsehens, Nathalie Wappler, kritisiert und in mehreren Punkten als mangelhaft bezeichnet worden. Die Geschichte, die in Luzern spielt, sei kompliziert erzählt, enthalte Klischees und lasse lokale Atmosphäre vermissen, sagte Wappler der Schweizer Nachrichtenagentur SDA.

Kommissare beim Kultkrimi Tatort

Kommissare beim Kultkrimi Tatort

Die aus der US-Serie “CSI: Miami“ bekannte Schauspielerin Sofia Milos hält Wappler außerdem neben Hauptdarsteller Stefan Gubser für ungeeignet. Der Krimi wird jetzt überarbeitet, gegebenenfalls gibt es auch Nachdrehs. Regisseur Markus Imboden soll weiterhin für die Folge verantwortlich zeichnen. Wann diese fertig sein wird, lässt Wappler offen. Anstelle des Schweizer Beitrags soll Mitte April eine deutsche Produktion gezeigt werden. Die federführende ARD und der österreichische “Tatort“-Partner ORF seien über die Verschiebung informiert worden, sagte die Schweizer Kulturchefin. Die ARD wollte sich am Nachmittag dazu äußern.

2002 hatte sich das Schweizer Fernsehen aus der “Tatort“-Produktion verabschiedet; im Frühjahr 2010 wurde dann der “Tatort: Wunschdenken“ gedreht, der ursrünglich am 17. April 2011 in der ARD sowie beim SF und ORF gezeigt werden sollte. Stefan Gubser spielt den Kommissar Reto Flückiger, der vom Bodensee nach Luzern versetzt wurde. Er war zuvor bereits als Gast in einigen Bodensee-“Tatort“-Folgen an der Seite der Konstanzer Ermittlerin Klara Blum (Eva Mattes) zu sehen.

dpa

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