Rosenheims neue Indie-Rocker: "The Escalateurs"

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"The Escalateurs" in der Redaktion von rosenheim24.de, von links vorne (Tobi, Tom), von links hinten (Max, Stefan)

Landkreis - Seit Februar diesen Jahres rocken "The Escalateurs" auf heimischen Bühnen. Ab 2015 stehen auch Festivals auf dem Programm: Grund genug, da mal etwas genauer nachzufragen.

"Unsere Musik ist wie Herpes. Einmal im Ohr, gehen einem die Melodien nicht mehr aus dem Kopf." So beschreiben Max, Tobi, Tom und Stefan von "The Escalateurs" ihren individuellen Sound. Mit Ihrem Alternative-Rock-Stil heizten sie bereits dem Bad Aiblinger Bürgerfest ein und selbst im Radio waren ihre Songs schon zu hören. rosenheim24.de wurde neugierig und lud die vier Jungs zum Interview:

Woher kennt ihr euch und wie seid ihr auf die Idee gekommen eine Band zu gründen?

Stefan: "Tom, Max und ich kennen uns schon länger. Irgendwann kamen wir durch Zufall auf die Idee, eine Band zu gründen. Tom spielte ja schon länger Gitarre und so lernte auch ich Gitarre zu spielen. Anfangs coverten wir nur Songs und schließlich wollten wir etwas eigenes schaffen.

Tom: "Eine witzigere Geschichte ist, wie Tobi zu uns stieß: Beim Wiesn-Anstich im Tatis hab ich ihn einfach angesprochen, weil wir unbedingt einen neuen Bassisten brauchten, da unser alter Bassist die Band verlassen hat. Als ich Tobi sah, meinte ich: Hey du schaust aus, als würdest du Bass spielen. Wie sich herausstellte spiele er zwar 'nur' Gitarre, aber wir verstanden uns sofort und nun ist er unser Bassist."

Noch ist die Musik ja lediglich euer Hobby. Könnt ihr euch vorstellen einmal beruflich Musik zu machen?

Stefan: "Schwierige Frage. Auf jeden Fall möchte ich nicht der Alleinunterhalter auf Hochzeiten sein. Der kann natürlich auch Geld verdienen, aber es kommt immer darauf an, was für einen Umfang das Ganze hat. Wenn wir jetzt natürlich sagen würden, wir mieten uns einmalig das Olympiastadion, dann wär ich schon dabei. Natürlich spielen wir auch auf Geburtstagen oder Hochzeiten, aber weniger um Geld zu verdienen, sondern mehr um einfach spielen zu können. Hauptberuflich wär das allerdings nichts für mich."

Max: "Außerdem ist es schwierig als neue, noch unbekannte Band solche Auftritte zu bekommen. Aber wir wären sofort bei sämtlichen Feiern dabei. Falls also eine Goldene Hochzeit ins Haus steht und Oma das Tanzbein schwingen möchte - auch ältere Groupies sind natürlich willkommen." (grinst)

Wie seid ihr auf euren Bandnamen gekommen? "Escalateur" gibt es ja bereits.

Tom: "Ja in Hamburg, aber ohne 'the' und 's' hinten dran, da unterlief uns ein kleiner Fehler bei der Recherche. Ich war in England und stand auf einer Rolltreppe und dachte mir: "Escalator" ist eigentlich ein echt cooles Wort. In einer weiteren Überlegung fiel mir die Band "Raconteurs" ein und daraus ergab sich schließlich "The Escalateurs". Wir hatten auch noch ein paar andere Vorschläge wie: "The go fuck yourselfs" und "We sing you dance", haben uns aber dann für "The Escalateurs" entschieden."

Und es sind noch keine Urheberrechtsprobleme aufgetreten?

Tom (zwinkert): "Nein , aber wir werden die andere Band wohl in naher Zukunft verklagen."

Warum habt ihr euch für "Indie-Rock" als Musikrichtung entschieden?

Max: "Wir fanden schon immer, dass unser Genre nicht eindeutig zu identifizieren ist. Rock, Indie, Alternative oder Post Punk, so wirklich kann man uns nicht in eine Schublade stecken. Bei unserem ersten Auftritt in Jims Bergwerkt beim Aiblinger Stadtfest war dann ein Tontechniker dabei, welcher wissen wollte, was genau wir jetzt spielen. Anfangs haben wir noch diskutiert, uns dann aber auf Indie-Rock geeinigt."

Tom: "Wir haben auch schon viele Lieder geschrieben, die sehr ins Rockige gingen. Das passt aber einfach nicht zu uns, man sollte ja schon eine klare Linie verfolgen. Wobei ein Walzer-Heavy Metal-Mix auch mal ganz interessant wäre, nur funktioniert das heutzutage wohl nicht mehr.

Welches eurer bisherigen Lieder würdet ihr als euer "Glanzstück" bezeichnen?

Hören Sie sich den Song "Wannabe" an: 

O-TON

Tom: "Ich finde natürlich dass alle gut sind. Allerdings gefällt einem der neueste Song immer am besten. Wenn ich mich entscheiden müsste, wäre 'Wannabe' mein Lieblingssong.

Tobi: "Für mich ist es schwer, da ich bei den bestehenden Songs ja noch nicht mitgearbeitet habe. Aber ich glaube mit seinen Liedern ist es wie mit seinen Kindern: Man hat jedes gleich gern."

Tom: "Genau und 'I want you' ist unser erster Song, sozusagen unser Baby."

Mal etwas weg von eurer Musik: Welche Musiker würdet ihr gerne einmal treffen und wieso?

Tom: "Ich würde sehr gerne einmal Brian May von Queen kennenlernen. Queen war die erste Band, die ich mir als kleiner Junge angehört habe und wegen Brian May hab ich auch das Gitarre spielen angefangen. Freddie Mercury würde ich auch sehr gerne treffen, nur dafür ist es ja leider schon zu spät."

Stefan: "Für mich wäre es eindeutig John Lennon gewesen, aber dass ist ja leider auch nicht mehr möglich."

Tobi (grinst): "Helene Fischer soll ganz nett sein, aber David Hasselhoff würd ich noch lieber kennen lernen".

Max: "So schnell kann ich mich jetzt nicht entscheiden, aber ich fand Nick Howard, den Gewinner von The Voice of Germany 2012, einmal recht gut."

Großartige Künstler also. Aprospos groß, was war euer bisher größter Auftritt?

Tom: "Als wir im Sommer dieses Jahr in Bad Aibling auf dem Bürgerfest spielen durften. Wir waren zwar auf der kleinsten Bühne, aber es waren irre viele Leute da. Bei einer unplugged Session am Baggersee war auch noch recht viel los, aber die meisten Leute sahen uns wohl beim Bürgerfest zu."

Und wo würdet ihr gerne einmal auftreten?

Stefan: "Auf jeden Fall auf einem Festival. Da trifft man so viele verschiedene Künstler mit denen man sich austauschen kann. Außerdem kann man sich nützliche Tipps holen und sich ansehen, wie andere Musiker die Menge zum Toben bringen."

Super, dann wird man euch künftig bestimmt öfter sehen. Habt ihr noch irgendwelche abschließenden Worte an unsere Leser?

Tom: "Jeder der an cooler Musik interessiert ist, kann uns gerne bei Facebook liken. Das ist die beste Resonanz für neue Musiker wie uns. Außerdem würden wir uns freuen, euch bei unserem Auftritt im Sinnlos begrüßen zu dürfen."

Live im Radio Galaxy und im Café Sinnlos

Wer "The Escalateurs" demnächst live erleben möchte, der sollte am 25. November Radio Galaxy einschalten, oder aber – wie bereits erwähnt - am 27. November das Café Sinnlos aufsuchen. Einen kleinen Vorgeschmack gibt's auf der Homepageder Jungs.

Für Mobile-Nutzer: Hier geht's zur Abstimmung. Hat die Newcomerband Potential?.

Das Interview führte: Katharina Niess

Quelle: rosenheim24.de

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