Riederinger spielt in „Tannöd“

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Der 23-jährige Andreas Buntscheck.
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Riedering - Der sechsfache Mord von Hinterkaifeck im Jahre 1922 bewegt noch immer Gemüter. Heute startet der Film „Tannöd“ in den Kinos, der sich mit dem Thema beschäftigt. Wir sprachen mit einem Darsteller aus Riedering.

Lesen Sie hier den Bericht des Oberbayerischen Volksblatts vom Donnerstag:

Um eine seltsame Mordserie auf einem einsamen Hof in Niederbayern geht es im Kinofilm „Tannöd“ von Bettina Oberli, der heute anläuft. Als Schauspieler mit dabei ist Andreas Buntscheck aus Riedering. Er spielt den Hansl.

Was ist das Besondere an ihrer Rolle im Kinofilm „Tannöd?“

Ich spiele den Hansl, eine kleine Rolle. Früher habe ich eigentlich immer den braven Jungen gespielt. Der Hansl ist jetzt jemand, der zum Schluss psychisch total fertig ist und nur noch säuft. Es ist schön, wenn man auch mal in ganz anderen Rollen schlüpfen darf.

Wie haben Sie als junger Nachwuchsschauspieler die Dreharbeiten empfunden?

Die Dreharbeiten waren hart, die Stimmung ziemlich gedämpft, schließlich ist auch das Thema nicht gerade lustig. Trotzdem hat es Spaß gemacht. Eine große Ehre war es für mich, mit Monika Bleibtreu und Julia Jentsch spielen zu dürfen.

Wo wurde „Tannöd“ gedreht?

Wir haben in der Eifel, im Kölner Raum und an der belgischen Grenze gedreht. Der Film spielt zwar eigentlich in Niederbayern, weil dort aber inzwischen schon vieles hergerichtet und renoviert ist, mussten wir eine Umgebung suchen, die richtig heruntergekommen ist. Wir Schauspieler waren übrigens in einem relativ kleinen Dörflein untergebracht – so wie man es im Film auch sieht.

Wie sind Sie zu dieser Rolle gekommen?

Ich spiele schon lange Theater in München. Ein Regisseur hat mich dann sozusagen entdeckt und ich bin zum Film und zum Kino gekommen. „Tannöd“ ist jetzt mein „qualitativ hochwertigstes Projekt“.

Ich spiele schon lange Theater in München. Ein Regisseur hat mich dann sozusagen entdeckt und ich bin zum Film und zum Kino gekommen. „Tannöd“ ist jetzt mein „qualitativ hochwertigstes Projekt“.

Die Schauspielerei war schon immer mein Hobby. Früher war ich beim Volkstheater in München tätig, dort spiele ich derzeit nicht. Ich bin selbstständig und arbeite in einem Versicherungsbüro in Rosenheim.

Interview: Martin Aerzbäck

Andreas Buntscheck wohnt in Riedering und hat ein Versicherungsbüro in Rosenheim. Seine Schauspielkarriere begann der heute 23-Jährige als Mitglied der Jungen Riederinger Musikanten beim Münchener Volkstheater in den Jahren 2003 und 2004 in Stücken wie „Geierwally“ und „Räuber Kneissl“. Später spielte Buntscheck bei verschiedenen Fernsehserien und Filmen wie „Soko Kitzbühel“ und „Beste Gegend“ mit. Im Jahr 2005 spielte er die Hauptrolle im Kinofilm „Grenzverkehr“. In seiner Freizeit spielt er Trompete und fährt Alpinski. Er bekam eine Nominierung zum besten Nachwuchsschauspieler (Förderpreis Deutscher Film) für die Hauptrolle in „Grenzverkehr“.

Der Film „Tannöd“ nach dem Bestseller von Andrea Maria Schenkel läuft jetzt im Rosenheimer Citydome-Kino. Er basiert auf einer wahren Geschichte. Das Buch verkaufte sich bisher eine Million Mal und wurde in 20 Sprachen übersetzt. Monica Bleibtreu ist in „Tannöd“ in ihrer letzten Kinorolle zu sehen. Am Freitag, 20. November, nach der Filmvorführung, die um 19.30 Uhr startet, wird Regisseurin Bettina Oberli mit Jungschauspieler Andreas Buntscheck im Citydome zu Besuch sein und sich den Fragen des Publikums stellen.

re/ma/Oberbayerisches Volksblatt

Lesen Sie auch:

Die Rezension zu „Tannöd“

Quelle: rosenheim24.de

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