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Reggae-Fest: Streit über Sizzla-Auftritt

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Übersee - Der Chiemsee-Reggae-Summer ist seit Jahren eines der beliebtesten Festivals in Deutschland. Nun ist ein Streit über die Buchung des Reggae-Künstlers Sizzla entbrannt.

Sizzla Kalonji ist einer der umstrittensten Künstler in der Reggae-Szene. Wegen seinen homophoben Texten wurden Auftritte in diversen Ländern schon mehrmals verhindert.

Vor kurzem wurde bekannt, dass die Veranstalter des Chiemsee-Reggae-Festivals den Jamaikaner als Hauptact gebucht haben. Die Entscheidung, den Sänger zu einem der bekanntesten Festivals in Deutschland einzuladen, ist auf herbe Kritik gestoßen. Einige Politiker haben sich besonders hervorgetan und versuchen nun, durch Offene Briefe die Reggae-Fans zum Boykott des Festivals aufzurufen, falls Sizzla nicht wieder ausgeladen wird.

Bereits 2008 wurde Sizzla die Einreise nach Deutschland verwehrt. So musste der Chiemsee Reggae Summer ohne ihn stattfinden.

"Ein Mann muss sich entscheiden, ob er ein Stück Dreck sein will oder ein stolzer Mann – so einfach ist das." - Sizzla Kalonji

In einem solchen Offenen Brief bemerkt Lydia Dietrich, Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Münchner Stadtrat, Sizzla gehöre zu den Reggae-Musikern aus Jamaika, die insbesondere durch ihre homosexuellenfeindlichen Texte auffielen. In Sizzlas Songtexten gehe es um Aufrufe zu Gewalt und Mord gegenüber Lesben, Schwulen und Transgendern.

"Selbst wenn wir singen, kill Battyman, dann ziehen wir nicht los und bringen Menschen um. Das ist kein Aufruf zur Gewalt." - Sizzla Kalonji

Der Reggae-Summer-Veranstalter verteidigt den Auftritt von Sizzla mit den Worten: "Wir sind für Kunstfreiheit, wir sind für Meinungsfreiheit, den Respekt vor anderen Kulturkreisen und wir sind gegen verfassungswidrige Zensurbestrebungen. Selbstverständlich achten wir und alle auftretenden Künstler darauf, dass beim Chiemsee-Reggae- Summer die Gesetze der Bundesrepublik Deutschland eingehalten werden."

Der Chiemsee-Reggae-Summer findet vom 27. bis 29. August statt.

Was sagen Sie zu diesem Thema? Ist die Begründung der Veranstalter gerechtfertigt, mit der Buchung Sizzlas ein Zeichen für Meinungsfreiheit und gegen Zensur zu setzen? Oder sollten die Veranstalter den Künstler wieder ausladen, um zu verdeutlichen, dass diskriminierende Äußerungen gegen Homosexuelle nicht toleriert werden? Diskutieren Sie mit!

Quelle: rosenheim24.de

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