Opernfestival: Was Sie wissen müssen

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Regisseurin Verena von Kerssenbrock (Zweite von links) probt mit ihrem Team aus internationalen Sängerinnen und Sängern die Oper „Lucia di Lammermoor“.

Gut Immling - Das Opernfestival auf Gut Immling hält auch in diesem Jahr wieder einige Überraschungen für die Besucher parat. Wir verraten Ihnen, was Sie wissen müssen:

Die georgische Sopranistin Tatina Larina und der spanische Tenor Xavier Moreno singen die Hauptrollen Lucia und Edgardo in der Immlinger Eigenproduktion "Lucia di Lammermoor". Die Proben für diese Oper sind in vollem Gange, am 6. Juli ist Premiere. Verena von Kerssenbrock gab bei der Vorstellung des Programms des 17. Opernfestivals Gut Immling einen Einblick in ihre Arbeit an der Oper von Gaetano Donizetti. Die routinierte Regisseurin und Bühnenbildnerin beschäftigt sich bei ihrer Lucia-Inszenierung mit den Verstrickungen alter Familienmuster und dem Druck, den Erblasten und über Jahrhunderte vermittelte Traditionen auf Lucia und ihren Geliebten Edgardo ausüben.

Neben „Lucia di Lammermoor“ werden heuer Verdis Meisterwerk „La Traviata“, die Barockoper „Alcina“ von Georg Friedrich Händel, die bairische Oper „Der Brandner Kasper“ von Christian Auer und Karl-Heinz Hummel sowie die Kinderoper „Das Geheimnis des Rings“ nach Richard Wagner in Immling gespielt.

Das Bühnenbild zu „Lucia di Lammermoor“ stammt von Verena von Kerssenbrock und Claus Hipp.

Das vielseitige, abwechslungsreiche Programm, das Cornelia von Kerssenbrock und Ludwig Baumann für ihr 17.Opernfestival zusammengestellt haben, repräsentiert einmal mehr die einzigartige Verbindung von traumhafter Natur und großer Kunst. So ist es nicht verwunderlich, dass Ludwig Baumann von einem hervorragenden Kartenvorkauf berichten konnte. Einige der rund 30 Aufführungen sind bereits jetzt so gut wie ausverkauft, freute sich der Intendant.

Das Team des 17. Opernfestivals besteht zu einem großen Teil aus jungen Künstlerinnen und Künstlern aus aller Welt, die nach Immling kommen, um Teil der beispiellosen Operneigenproduktionen zu sein und das ganz besondere Ambiente auf dem idyllischen Gutshof bei Halfing zu genießen.

Regisseurin Waltraud Lehner, die im letzten Jahr mit ihrer humorvollen Inszenierung von Mozarts „Hochzeit des Figaro“ für Furore sorgte, inszeniert heuer „La Traviata“. Dabei macht sie sich mit ihrem Team auf die Suche nach dem Augenblick, in dem die Mätresse Violetta vom rechten Weg abkommt und von der Gesellschaft verstoßen wird.

Studentinnen und Studenten der Staatlichen Kunstakademie Tiflis malen unter der Leitung von Claus Hipp Teile des Bühnenbilds von „Lucia di Lammermoor“.

Auf eine mitreißende Verbindung aus Barockmusik und experimentellen Aspekten elektronischer Musik dürfen sich die Zuschauer bei „Alcina“ in der Inszenierung von Christine Cyris freuen. Barockspezialistin Cornelia von Kerssenbrock, die bei dieser Oper das Festivalorchester Gut Immling dirigiert, möchte damit verdeutlichen, wie rockig die Musik von Händel ist.

Claus Hipp, Professor an der Staatlichen Kunstakademie in der georgischen Hauptstadt Tiflis, hat gemeinsam mit Regisseurin Verena von Kerssenbrock das Bühnenbild zu „Lucia di Lammermoor“ und „Der Brandner Kasper“ erstellt. Er berichtete über die Arbeit mit seinen georgischen Kunst-Studenten, die ihm große Freude zu machen scheint.

Neben den fünf Opern stehen heuer wieder drei Konzerte im Abendrot, Kult-Veranstaltungen wie „O sole mio“, eine große Verdi-Wagner Gala, Auftritte illustrer Gäste wie Giora Feidman oder der Keller Steff Band, ein Atelierkonzert mit Kit Armstrong und die 10. Kinder-Kultur-Woche auf dem Immlinger Festival-Programm. Kartenvorverkauf und weitere Infos unter www.gut-immling.de und 08055/90340.

Pressemitteilung Gut Immling/Julia Binder

Quelle: rosenheim24.de

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