Kultur im Park: Klima trifft den richtigen Ton

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Vera Klima, die Sängerin der Band Klima.

Bad Aibling - Die aufstrebende Band Klima hat "Kultur im Park" im Bad Aiblinger Brunnenhof eröffnet. Die Schwestern Vera und Sarah Klima treffen den richtigen Ton.

Ihr wirken sicherlich deshalb so echt, weil die musikalischen Schwestern darin ihre eigenen, wechselnden Gefühlswelten verarbeiten und sie in eine aussagekräftige Hülle voller Klangvielfalt packen. So haben die beiden, die am Chiemesee aufwuchsen, beim Auftaktkonzert zur Veranstaltungsreihe "Kultur im Park" im Brunnenhof des Kurparks von Bad Aibling gemeinsam mit ihrer flotten Band - Jan Bartikowski, Mario Schönhofer und Jochen Enthammer - das zahlreich erschienene Publikum an Freud' und Leid der Liebe, Sehnsucht oder einfach nur richtig guter Laune teilhaben lassen.

Vera Klima ging mit ihrer wandelbaren Stimme voll im Titelstück ihres Albums "Alle deine Lieder" auf und steuerte zudem die eingängigen Gitarrenklänge bei. "Mehr von dir" forderte die Musikerin - die sowohl in Sachen Gesang als auch hinsichtlich ihrer Zwischenmoderationen noch weiter aus sich herausgehen und mehr von ihrem Temperament zeigen könnte - dann sogar auf der Geige. Die lebhaften Instrumentalklänge symbolisierten jugendliches Vorwärtsdrängen und Ruhelosigkeit. Leider waren die oftmals hintergründigen und durchwegs sehr sinnvollen Texte bisweilen nicht so leicht verständlich, da die Band im Vergleich zum Gesang - wohl auch aufgrund von technischen Problemen - zu sehr in den akustischen Vordergrund trat.

Dass die Stimmen der beiden Schwestern sehr gut miteinander in Schwingung geraten, war immer wieder zu erleben, wenn Pianistin Sarah gemeinsam mit Vera bei Liedern wie "Mit dir" ein Duett anstimmte. Der Abend war unter anderem deshalb so abwechslungsreich, da "Klima" auf getragene Kompositionen voller Melancholie Stücke folgen ließ, die "Alles neu" machten und beispielsweise im Country-Stil ein lässiges Lifestyle-Gefühl hervorriefen.

Es ist bemerkenswert, dass fast alle der Deutschrock-Folk-Pop-Songs von den Musikern selbst stammen. Ruhigen Gewissens ist zu behaupten, dass es den Klimas gelungen ist, fremdsprachige Literatur, wie Kate Victoria Tunstalls "Black horse and a cherry tree", authentisch zu interpretieren und dabei dem Original mit einer gehörigen Portion weiblicher Raffinesse eine eigene Note zu verleihen.

Quelle: rosenheim24.de

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