10 Konzerte zum Zehnjährigen Jubiläumsprogramm

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pepe Romero

Bad Aibling - Gitarre von A bis Z. Am 5. November beginnt in Bad Aibling die Jubiläumsspielzeit des Internationalen Gitarrenfestivals.

Zehn Jahre Saitensprünge. Mittlerweile gilt es als ein wichtiges Gitarrenfestival in Mitteleuropa. Gefeiert wird das bis einschließlich 26. November mit zehn Konzerten. Das Musikeraufgebot liest sich wie ein kurzgefasstes ABC der Gitarre, von A wie John Abercrombie bis Z wie Zane Charron. Jazzer kommen dabei ebenso auf ihre Kosten wie Fingerstyle-Fans, Freunde der Klassischen Gitarre, Volksmusikbegeisterte, Flamenco-Afficionados, Liebhaber des brasilianischen Saitenschlags. Der Schwerpunkt liegt insgesamt auch 2009 wieder bei den nichtelektrifizierten Klängen, bei den akustischen Gitarren. Und zum Auftakt bekommen die allerwinzigsten Gitarreninstrumente, die überhaupt gespielt werden, ihren großen Auftritt. "Anarchy in the UKulele" heißt das Programm, mit dem das Ukulele Orchestra of Great Britain in Bad Aibling gastiert. Dass sich diese Truppe einer riesigen weltweiten Fangemeinde erfreuen kann, liegt nach einem kürzlich erschienenen Artikel der New York Times daran, dass dieses halbe Dutzend Musiker so viel mehr an Musik "aus so kleinen und bescheidenen Instrumentchen mit ihren vier kleinen Saiten herauskitzeln können, als überhaupt als menschenmöglich erscheint".

Pepe Romero

Wenige Tage später wird mit Pepe Romero ein Musiker die Festivalbühne betreten, der seit Jahrzehnten Musikgeschichte schreibt, als Solokünstler wie als Kopf des Gitarrenquartetts Los Romeros. Fans der klassischen Gitarre sollten sich auf jeden Fall auch noch die Termine der Konzerte von Odair Assad sowie der Gothenburg Combo notieren.

Und die diesjährige Guitarrissimo!-Nacht - wenngleich diese nicht nur "Klassiker" wie den portugiesischen Meistergitarristen Paulo Amorim, die bezaubernde Ieva Baltmiskyte aus Litauen sowie das bahnbrechende russisch-ukrainisch-weißrussische Gitarrenquartett 4-tissimo auf die Bühne bringt, sondern auch noch das "weltmusikalische Ein-Mann-Orchester" Michael "Kosho" Koschorreck, der sich für dieses Konzert extra ausklinkt aus der aktuellen Tour der Söhne Mannheims, deren Gitarrist er ist. Oder Zane Charron, den Mann von der amerikanischen "Space Coast", von dem man immer noch nicht weiß, ob er vor seiner Musikerkarriere nicht doch Geheimagent war. Der aber auf jeden Fall mit seiner Spielweise in Sachen "American Guitar Music" und Singstimme begeistern wird. "Ohne ihn wäre die moderne Fingerstyle-Gitarrenmusik sicher in eine andere Richtung gegangen, sagen einstimmig bekannte Gitarristenkollegen. Er ist ein Individualist, ein Maestro, von Kollegen, Publikum und Kritik in den höchsten Tönen gelobt. Eine ganze Generation von Akustik-Gitarristen ist von seiner Musik geprägt worden", schrieb Andreas Schulz, Redakteur des Fachmagazins "Akustik Gitarre" über den französischen Fingerstyle-Gitarristen Pierre Bensusan, dessen Saitensprünge-Auftritt auf jeden Fall auch zu den absoluten Höhepunkten des diesjährigen Festivals zählen wird.

Was passiert, wenn Flamenco auf einer Laute gespielt wird, einer der besten mitteleuropäischen Saxophonisten dazu spielt, wenn ein junger Flamenco-Tänzer aus Jerez und eine Modern-Dance-Ikone sich begegnen - das erfährt man nur beim Konzert von Walter Abt & Sol y Sombra. Mit dem John Abercrombie Quartet stehen dann vier Musiker auf der Bühne, die jeder für sich Jazzgeschichte geschrieben haben. Damit angesichts der gebotenen Fülle an musikalischen Höhepunkten keine Qual der Wahl aufkommt, gibt es übrigens preisgünstige Abonnements für mehrere Konzerte.

Pressemitteilung Saitensprünge

Quelle: rosenheim24.de

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