Keine Krise bei der EAV

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Frontmann Klaus Eberhartinger und die EAV begeisterte beim 100-jährigen Jubiläum des Schützenvereins von Leonhardspfunzen.

Leonhardspfunzen - "Bis man den Namen auf dem Ortsschild gelesen hat, ist man schon wieder vorbei. Nur durch das Zelt haben wir hierher gefunden. Das ist sozusagen jetzt euer Wahrzeichen!" sprach EAV-Frontmann Klaus Eberhartinger.

Die Erste Allgemeine Verunsicherung (EAV) im Festzelt in Leonhardspfunzen zu erleben, war eine Gelegenheit, die viele anlockte. Das große Zelt, das der Schützenverein zum 100-jährigen Jubiläum aufstellte, war voll beim Konzert der sympathischen, ausgeflippten Band aus österreich.

EAV

Klaus Eberhartinger spielte immer wieder auf die "Weltstadt" Leonhardspfunzen mit ihren vielen Einwohnern an. Doch die EAV hatte keinen Grund zur Beschwerde: die sechs Musiker wurden überschwänglich empfangen. Ab der ersten Sekunde brodelte die Stimmung, am Ende tanzten wirklich alle auf den Bierbänken. Schlagzeuger Robert "Bertl" Baumgartner, Leo Bei am Bass, Franz Kreimer am Keyboard und am Saxofon, Kurt Keinrath ebenfalls an Keyboard und Gitarre, Sänger und Frontmann Klaus Eberhartinger und EAV-Gründer und Gitarrist Thomas Spitzer lieferten eine erstklassige Show. Die österreichische Band ist nach wie vor top, ihr Auftritt höchst professionell und bis ins kleinste Detail organisiert. Zu jedem Song ändert sich das Bühnenbild, eine Parkbank wird aufgebaut oder eine Straßenlaterne und die Musiker schlüpfen bei fast jedem Lied in neue Kostüme.

Die alten Recken der EAV.

Die EAV hatte ihr Programm unter das Motto "Krise" gestellt. Und dieses Thema wurde den ganzen Abend konsequent durchgezogen. Der Einstieg mit "Geld oder Leben" bezog sich ganz klar auf die Finanzkrise. Aber auch viele andere - Beziehungskrisen, persönliche emotionale Krisen, Lebenskrisen, Glaubenskrisen - sprach die EAV an, sowohl mit ihren Liedern als auch mit den Zwischenmoderationen von Klaus Eberhartinger. Teils sprach der Sänger über sehr tiefsinnige Themen, die auch nachdenklich stimmten, so über die verschiedenen Religionen und ihre Auseinandersetzungen, über Homosexualität oder Diskriminierung. Dann wieder waren seine Geschichten einfach nur verrückt und durchgeknallt.

Musikalisch standen fast alle EAV-Hits auf dem Programm. Das Publikum tobte bei "Küss die Hand, schöne Frau", "Fata Morgana", "Märchenprinz" oder "Ba-Ba-Banküberfall". Durch eine der Zugaben, ein Medley, wurde klar, wie viele Hits die EAV bereits produziert hat. Manchem war wohl gar nicht bewusst, dass alle diese bekannten Lieder von der Ersten Allgemeinen Verunsicherung sind.

Im Festzelt des Schützenvereins lieferten die sechs Musiker der EAV ein grandioses Konzert und bewiesen, dass sie auch nach über 30 Jahren auf der Bühne nichts von ihrer Originalität und ihrem Spielwitz eingebüßt haben. Das Konzert war ein großer Abend für Leonhardspfunzen. Ein Glück, dass die EAV nicht am Ortsschild vorbeigefahren ist.

Quelle: rosenheim24.de

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