Karneval der Kulturen in Berlin

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Karneval der Kulturen in Berlin

Berlin - Wenn sich Trommeln und Jodelarien mischen, hat der Karneval der Kulturen in Berlin seinen Höhepunkt erreicht. Am Sonntag zog die traditionelle Straßenparade durch Kreuzberg und Neukölln.

Während Multi-Kulti in den beiden Bezirken ohnehin an der Tagesordnung ist, war es auf den Straßen noch bunter als sonst. 4700 Teilnehmer aus 70 Nationen wollten neun Stunden an den Schaulustigen vorüberziehen. Erwartet wurden rund 700 000 Besucher. Zu den viertägigen Karnevals-Feiern am gesamten Pfingstwochenende rechnete die Werkstatt der Kulturen als Veranstalter mit rund 1,3 Millionen Besuchern.

Die Zuschauer kamen mit Perücken, Fußballschals und Trachten aus dem Schwarzwald und Afrika - oder schlicht in "Zivil". Dafür hatte sich auch Kerstin Handke mit ihrem Lebensgefährten Frank Reißmann und dessen Sohn Leon entschieden. Am Hermannplatz, an dem die Parade begann, tanzte Reißmann mit seinem Neunjährigen auf den Schultern. "Wir finden es super hier", meinte er. "Mir gefällt die Vielfalt der Menschen", sagte Handke. Für die Berlinerin aus Marzahn war es eine Premiere: Sie war zum ersten Mal zum Karneval der Kulturen gekommen.

Karneval der Kulturen

Zur Eröffnung des Umzuges am Mittag wurde wild getrommelt. Bei den Zuschauern kam die beste Stimmung auf, je mehr Rhythmus die Musiker ihren Instrumenten entlockten - egal, ob es Trommeln oder Alphörner waren. Tänzer warfen Konfetti und Kamelle (Bonbons) in die Menge, manche Gruppen übten mit ihren Wagen und Motiven Kritik gegen einen entfesselten Kapitalismus, machten auf den Klimawandel aufmerksam und warben für Vielfalt und Toleranz. N

ach Veranstalterangaben hatten sich in diesem Jahr elf neue Gruppen angemeldet. Der 14. Karneval der Kulturen hatte am vergangenen Freitag mit einem Straßenfest begonnen, das bis Pfingstmontag dauern sollte. Am Samstag gingen die Kleinsten beim Kinderkarneval auf die Straße. Bei dem Festival wird das Miteinander von Menschen aller Hautfarben und Nationalitäten gefeiert - und das lockt selbst die Berliner, bei denen der Karneval im Februar nicht so hoch im Kurs steht, zum Feiern auf die Straßen.

Von Leticia Witte, dpa

Quelle: rosenheim24.de

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