Himmlische Komödie mit teuflischer Spannung

+
Die Nachwuchs-Schauspieler des Jugendtheaters bewiesen bei der Premiere von "Himmel und Hölle", dass sie nicht zu Unrecht für den Internationalen Jugendtheaterpreis nominiert wurden.

Grabenstätt - Die Premiere von "Himmel und Hölle" überzeugte das Publikum. Und vielleicht schaffen es die Nachwuchs-Schauspieler auch mit diesem Stück zu einer Award-Nominierung.

Eine umjubelte Premierenvorstellung feierte das Ensemble des Jugendtheaters Grabenstätt mit seinem neuen Stück „Himmel und Hölle“ von Dietmar Steimer.

Dass man kurzfristig in den Grabenstätter Pfarrsaal umziehen musste, erwies sich letztendlich sogar als glückliche Fügung, denn das alte Gewölbe bildet eine perfekte Kulisse für die himmlische Komödie mit teuflischer Spannung.

Teuflische Spannung

Als der mit allen Wassern gewaschene, durchtriebene Bürgermeister Ewald Pfeifer, grandios gespielt von Lukas Herschke, eines Nachts urplötzlich aus dem Leben gerissen wird und beim Himmelstor vor den Ordnikus, überzeugend dargestellt von Theresa Biller, tritt, wird ihm klar, dass er dort nicht mehr so viel zu sagen hat wie auf Erden.

Um der drohenden Hölle zu entgehen, versucht er alles, um seine Schandtaten und Gemeinheiten zu verbergen, doch das Glück scheint ihn auch über den Wolken verlassen zu haben. Als sich ein Abgesandter des Teufels in den Himmel wagt, beginnt das spannungsgeladene Ringen um Ewald Pfeifers Seele.

Entscheidend ist das Verhältnis der guten und schlechten Taten und wo findet man das am besten heraus? Natürlich in der Verwandtschaft und bei den Freunden der „verlorenen Seele Ewald“, die sich dabei gleich noch viel verlorener fühlen sollte.

Überzeugende Darsteller

Als Darsteller des irdischen Lebens überzeugten neben Hauptdarsteller Herschke Lorena Steffl als Bürgermeister-Gattin Anna Pfeifer, Christoph Brandl als Gemeinderat Brandl, Thomas Seywald als Gemeinderat Seywald, Marie Jendrischewski als Pfeifers Schwiegermutter Marlies, Sophia Oberhuber als Kellnerin, Hansi Biller als „Pfeifer-Freund“ Albert und Anna Pfeilstetter als dessen Frau Martha. Im Himmel glänzten neben Theresa Biller auch Schutzengel Vroni Loider, der Teufelsabgesandte Simon Jendrischewski sowie die Engel Magdalena Lange, Larissa Hartl, Julia Busacker und Julia Kern. Als kleine Teufel agierten Tom Richard, Lucia Herschke, Elisabeth Biller und Quirin Lange. Die passenden Klänge verbreiteten unter der musikalischen Leitung von Ralf Glück Magdalena Genghammer (Gesang und Harfe), Albert Gries (Tasten und Gesang), Maja Höning, Kira Höning, Melanie Höpfl (alle Gesang) und Sophia Biller (Gesang und Geige).

Premiere von "Himmel und Hölle"

Es war einfach toll, eine Schau von Euch“, freute sich Regisseur Gerhard Brusche über die Leistungen seiner Darsteller und verriet, dass es bei der Generalprobe noch nicht nach Plan gelaufen sei. Ein Sonderlob verteilte er an Theresa Biller, die erst vor drei Wochen die anspruchsvolle Rolle des Ordnikus übernommen hatte und diese mit ihrer Zither bereicherte.

Award-Nominierung

Schon im Vorjahr hatte das Jugendtheater Grabenstätt mit der bayerischen Komödie „Ratsch und Tratsch“ von Autor Peter Landstorfer für wahre Begeisterungsstürme gesorgt. Dieser großartige Erfolg brachte den Nachwuchsdarstellern sogar eine Nominierung für den Internationalen Jugendtheaterpreis „Papageno Award 2014“ ein, der am kommenden Samstag, 29. März, im großen Saal des Mozarteums in Salzburg verliehen wird.

Termine

Das neue Stück „Himmel und Hölle“ gibt es noch sechsmal zu sehen, und zwar am Freitag, 28. März, Freitag, 4. April, Samstag, 5. April, Sonntag, 6. April, Freitag 11. April und Sonntag, 13. April, jeweils um 19.30 Uhr im Pfarrsaal Grabenstätt. Kartenvorverkauf bei der Tourist-Info Grabenstätt.

mmü

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Kultur

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser