Frank Schätzing: „Die Leser vertrauen darauf, dass ich ihnen kein dummes Zeug erzähle“

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Autor Frank Schätzing.

Frank Schätzing, 52, über seinen Thriller , böse Helden und das Schreiben im Restaurant.

-Stimmt es, dass Sie das Buch in Cafés und Restaurants geschrieben haben?

Es ist ungefähr zur Hälfte dort entstanden. Ich habe ein Büro, kann in öffentlichen Kulissen aber wunderbar schreiben.

-Woher kam die Idee zu einem Thriller, der auf dem Mond spielt?

Ich suche nie nach Ideen, ich sperre einfach Augen und Ohren auf, bis mich was Interessantes findet. Der Urknall für „Limit“ liegt schon lange zurück. Mitte der 90er-Jahre habe ich eine Notiz in einem Wissenschaftsmagazin entdeckt, in der das Element Helium-3 beschrieben wurde, das nur auf dem Mond vorkommt.

-Wollten Sie diesmal gerne ein Happy End?

Ich hatte jedenfalls Lust, ein paar mehr Leute überleben zu lassen.

-Darunter einige Böse...

Ja. Ich finde, man muss nicht alles so einlösen, wie Klein-Erna es vielleicht erwartet. Die Bösen sind ja oft die spannenderen Figuren. Denken Sie an den Joker, Darth Vader oder Hannibal Lecter. Man will sie nicht wirklich sterben sehen.

-Wie lange haben Sie an dem Buch geschrieben?

Ungefähr zwei Jahre. Ich habe ein Jahr lang nur Fachliteratur gelesen. Während des Schreibens habe ich mich mit Experten getroffen und das Thema Mondbesiedlung diskutiert.

-Muss Ihre Geschichte in Detailfragen so exakt sein?

Mein Ziel war, einen Roman zu schreiben, der in einer denkbaren Welt spielt. Die Leser vertrauen darauf, dass ich ihnen kein dummes Zeug erzähle.

Interview: Andreas Heimann

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