Die Farbe des Rotweines

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Rotwein ist nicht nur zum Trinken da: C. A. Wasserburger malt mit edelen Tropfen.

Wasserburg - Eine rote abstrakte Fläche, gemalt mit den Rotweinen des Aurelio Tomarelli – das sind die aktuellen Arbeiten des Künstlers C.A. Wasserburger.

Im Sparkassensaal des Unterauerhauses in Wasserburg ist seine Ausstellung mit den monochromen Bildern, die er als "Weinbilder" betitelt, bis 16. August zu sehen. Bilder, welche die unterschiedlichsten Facetten der roten Farbe des Weines in ein außergewöhnliches Spannungsfeld versetzen und die, in den Relationen von Fläche, Form, Farbe und Material in Serie angeordnet, den Raum beherrschen.Wasserburger wurde als Alexander Hatzl geboren und wuchs in der Innstadt auf. Seine Biografie erzählt von einem Künstler, dessen Weg außergewöhnlich ist. Von 1959 bis 1961 erlernte er den Beruf des Brauers und Mälzers in Distelhausen , bevor er Brauwesen in Weihenstephan studierte. 1968 gründete Hatzl mit Wasserburger Künstlern die Künstlergemeinschaft "Arbeitskreis 68" und trägt damit bis heute Wesentliches zum kulturellen Leben der Stadt bei.

1970 gab er die elterliche Brauerei auf und wandte sich der Malerei zu. 1974 entschied er sich für seinen Künstlernamen. Bei Auslandreisen erweiterte er seinen künstlerischen Horizont. Seine Werke waren auf zahlreichen Ausstellungen und Kunstmessen im In- und Ausland zu sehen. Wasserburger lebt und arbeitet in Untereinöd am Inn. Auf großem Format erzählen die aktuellen Arbeiten auf den ersten Blick nichts, vielmehr bieten sie dem Betrachter die Möglichkeit zu einer Erfahrung des Sehens. Um zu entdecken, wie unterschiedlich sich die "Weinfarbe" auf dem Bildträger formiert, muss man genauer hinschauen. Eigentlich sind nur Farbe und Fläche zu sehen, aber die Stellung der Flächen zueinander ist mit subtilen Abschattungen versehen. Tonige Kompositionen entstehen durch meist fließende Strukturen, die den Verlauf des aufgetragenen Weines suggerieren. Nur selten entdeckt man lebhaftere, gespritzte Strukturen, die den Bildträger hervorblitzen lassen. Die Bilder enthalten spontane Hinweise auf den Malprozess selbst. Sie erzählen vom Vergänglichen, von der Erinnerung an den Ort des Geschehens.

Ähnliches scheint auch bei den ausgestellten Collagen der Fall zu sein. Auch hier ist das Material Mittel zum Zweck. Ein Brief mit Adressstempel und Briefmarke bildet den Objektgrund. Mit Rotwein und Farbe entwickelt sich dann ein künstlerisches Ganzes, das Bild wird zur Visualisierung komplexer Themen. Ob Collage oder Malerei, Basis in der Kunst Wasserburgers sind meist Rohstoffe, die verändert, verformt und bemalt in ein neues Umfeld gestellt und damit thematisch neu erfasst werden. Mit dem Mittel des Zufalls durchlaufen Dinge metaphorische Prozesse. Dabei entstehen neue Formen und Bedeutungen, die den Betrachter herausfordern.

Öffnungszeiten

Die Ausstellungs ist täglich von 11 Uhr bis 22 Uhr im Sparkassensaal des restaurierten Unterauerhauses direkt an der roten Brücke zu sehen und dauert bis dauert bis 16. August.

Von Eva Mayer/Oberbayerisches Volksblatt 

Quelle: rosenheim24.de

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