CRS und Echelon: Keine Sicherheitsbedenken

Übersee / Bad Aibling - Nach dem Loveparade-Unglück betonen die Veranstalter des Chiemsee-Reggae-Summer und Echelon, dass ihre Sicherheitskonzepte keine Schwachstellen haben.

21 Menschen kamen zu Tode, Hunderte wurden verletzt. Nach dem Loveparade-Drama in Duisburg stellt sich die Frage, ob die heimischen Festivals sicher sind.

Der Besucherandrang in Duisburg ist zwar nicht mit dem auf dem Chiemsee-Reggae-Summer (27. bis 29. August in Übersee) und dem Echelon (21. August in Bad Aibling) vergleichbar, dennoch werden auch hier tausende Feiernde erwartet.

Chiemgau24.de hat die Veranstalter zu den Sicherheitskonzepten der Festivals befragt

Ein Echelon-Sprecher in Bezug auf das Drama in Duisburg: "Wir machen uns Gedanken über ein Sicherheitskonzept für 2500 Menschen, die Veranstalter der Loveparade haben sich offensichtlich keine Gedanken über ein Sicherheitskonzept für eine Million Besucher gemacht. Unsere Sicherheitsplanung hat keine Schwachpunkte! Es gibt genügend Ein- und Ausgänge. Wer aggressiv oder betrunken ist, kommt gar nicht erst auf das Gelände.

Laut dem Veranstalter läge eine Genehmigung für 2680 Menschen vor, circa 2500 Feiernde werden erwartet.

"Wir haben überhaupt keine Bedenken, dass das Echelon reibungslos ablaufen wird! Letztes Jahr gab es auch keinerlei Probleme."

Auch die Veranstalter des Chiemsee-Reggae-Summer, eines der größten Festivals in Deutschland sind sich sicher, dass die Besucher nicht besorgt sein müssen. Pressesprecher Michael Buchholz erklärte: "Die Situationen auf der Loveparade und beim Chiemsee-Reggae-Summer sind nicht zu vergleichen. Zum CRS werden bis zu 25.000 Gäste erwartet, nur ein Bruchteil der Massen, die auf der Loveparade unterwegs waren."

Auch die Festgelände wären komplett unterschiedlich beschaffen: "Das CRS-Gelände in Übersee ist weitläufig, ohne jegliche natürliche Barrieren. In Duisburg gab es diese Barrieren zum Beispiel in Form des Tunnels. Außerdem ist unser Sicherheitskonzept seit Jahren erprobt und bewährt. Wir arbeiten eng mit Feuerwehr und Polizei zusammen und veranstalten den Chiemsee-Reggae-Summer seit Jahren auf demselben Platz. Dies war bei der Loveparade nicht so, die Veranstalter mussten die letzten Jahre jeweils für eine andere Stadt planen. So gab es gar nicht die Möglichkeit, ein stabiles Sicherheitskonzept zu entwickeln und es gegebenfalls zu verbessern." 

 

Tobias Jilg

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © re / echelon-openair.de

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