Subjektiver Innen- und objektiver Außenraum

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Beeindruckende Szenerien und fazinierende Installationen im Kunstverein Rosenheim.

Rosenheim - Modelhafte Szenerien, subjetiver Innenraum, objektiver Außenraum: Damit und mit vielen anderen Themen wird der Besucher der Ausstellung konfrontiert.

Bald findet die Ausstellung "Standpunkt Beziehung Orientierung Skulpturen und Installationen" von Afra Dopfer, Nausikaa Hacker, Nicole Frenzel im Kunstverein Rosenheim statt. Die Ausstellung hat vom 14. Januar bis zum 25. Februar geöffnet. Die Vernissage ist am Freitag, 13. Januar, um 19 Uhr.

Afra Dopfer, Nausikaa Hacker und Nicole Frenzel fühlen sich einer skulpturalen Vorstellung verbunden, in der sich Skulptur und Raum gegenseitig bedingen und konstituieren. Die Architektur als Ausgangs-, oder Bezugspunkt künstlerischen Handelns spielt dabei eine maßgebliche Rolle.

Alle drei haben gemeinsam an der Kunstakademie München bei dem Bildhauer Leo Kornbrust studiert, unterschiedliche formale Mittel und inhaltliche Bezüge führen jedoch zu verschiedenen künstlerischen Positionen:

Nausikaa Hacker

Nausikaa Hacker generiert einen Raum zum Schauplatz modellhafter Szenerien. Sie reagiert mit ihren Installationen auf den jeweils gegebenen architektonischen Raum und besetzt ihn mit teilweise figürlichen Inszenierungen, die Themen wie Beziehung, Verortung, Orientierung und Standpunkt sowohl in konkret räumlicher Hinsicht als auch im Sinne psychischer Vorgänge umkreisen. Objektiver Außenraum spiegelt subjektiven Innenraum.

Afra Dopfer

Die Installationen von Afra Dopfer sind „..Eingriffe im Raum, die wie Architektur aussehen,doch in ihrer Funktion nutzlos erscheinen..“ (Anne Erfle). Aber auch ihre Objekte,Videoarbeiten und Zeichnungen betreffen immer den Raum, seine Flächen, Oberflächen,sein Volumen. Die Werkgruppen Skulptur/Objekt, Zeichnung, Fotografie und Video stehen dabei in enger Beziehung zueinander. Der Faden einer Skulptur wird in der Zeichnung zur Linie. Während es in der Zeichnung aber um Raumdarstellung geht, thematisieren dreidimensionale Arbeiten immer das Hier und Jetzt, die Präsenz des Raumes.

Nicole Frenzel

Den plastischen Objekten und Installationen von Nicole Frenzel liegt eine konkrete Auffassung von Skulptur und Raum zugrunde. Essentielle Körperzustände wie Liegen,Hängen, Stehen werden thematisiert, der jeweilige Präsentationsort hierfür wird 'instrumentalisiert' und in das skulpturale Bild mit einbezogen. Materialität und Oberflächenbeschaffenheit der Plastiken entwickeln sich aus dem Experimentieren und der Kombination von industriellen und traditionellen Bildhauermaterialien und konstituieren maßgeblich die sinnliche Präsenz der skulpturalen Installationen.

Pressemitteilung Kunstverein Rosenheim e.V

Quelle: rosenheim24.de

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