"Kunst trotz Armut" in der städtischen Galerie

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Rosenheim - Die Ausstellung "Kunst trotzt Armut" in der städtischen Galerie beschäftigt sich mit dem Leben von Obdachlosen. Die Kunstwerke sollen den Blick für fremde Existenz "am Nullpunkt" schärfen.

Die Ausstellung „Kunst trotzt Armut“ – die ab 28. Januar bis 6. März 2011 in der Städtischen Galerie Rosenheim gezeigt wird – vereinigt künstlerische Positionen, die sich auf je eigene Weise dem Leben von Menschen ohne Obdach zuwenden.

Die zusammengetragenen Kunstwerke von renommierten Künstlern (u.a. von Katharina Fritsch, Jörg Immendorff, Sigmar Polke, Rosemarie Trockel) sowie von Betroffenen schärfen den Blick für die fremde Existenz „am Nullpunkt“, hinter dem selbst in Deutschland oft genug der Tod lauert. Vor diesen Bildern immunisiert sich die Einbildungskraft gegen alle Bettlerromantik.

Die künstlerischen Mittel und Zugänge sind so unterschiedlich wie das Leben der Wohnungslosen. Alle gezeigten Arbeiten sind frei von jedweder Mitleidsästhetik. Gleichzeitig aber lassen sie sich lesen als dauerhafte Gegenwehr gegen die Versuchung, wegzuschauen oder sich hart zu machen gegen das Mitleiden. Die Arbeiten der versammelten Künstlerinnen und Künstler bilden nicht ab, was jeder von uns sehen könnte, wenn er mit offenen Augen die Bahnhofquartiere und sozialen Brennpunkte unserer Städte durchquert. Stattdessen gehen sie auf Spurensuche an den Schwellenräumen zwischen bürgerlicher Existenz und öffentlich gelebter Randlage.

Was sind die Strategien, um in den Randlagen zu überleben? Wie sehen die Normen aus, die viele Aus-der-Bahn-Geworfene nicht mehr akzeptieren können oder wollen? Was sind die Räume, die sich Menschen ohne festen Wohnsitz erobern und freikämpfen? Wo sind die Schlafplätze und wohin ziehen sie sich zurück auf der Suche nach Minimum an Privatheit? Was bedeutet die nicht hinnehmbare Armut der Obdachlosen für den Rest der Gesellschaft?

Kunst trotz(t) Armut

Ein Projekt der Evangelischen Obdachlosenhilfe e.V. und des Diakonischen Werks Rosenheim in Zusammenarbeit mit der Städtischen Galerie.

28. Januar bis 6. März 2011

Dienstag bis Freitag, 10 bis 17 Uhr Samstag und Sonntag, 13 bis 17 Uhr Montags geschlossen

Eröffnung

Donnerstag, 27. Januar 2011

18.30 Uhr Begrüßung Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer Grußwort Peter Selensky, Vorstandsvorsitzender Diakonie Rosenheim Einführung Andreas Pitz, Projektleiter und Kurator

Begleitprogramm

Führungen mit Elisabeth Rechenauer M.A. und Mitarbeitenden der Obdachlosenarbeit der Diakonie Rosenheim

Sonntag, 6. Februar 2011, 15 Uhr

Sonntag, 20. Februar 2011, 15 Uhr

Sonntag, 6. März 2011, 15 Uhr

Führung 2,50 € zzgl. Ausstellungseintritt

Fachtag „Armes, reiches Rosenheimer Land“

Freitag, 18. Februar 2011, Veranstaltungsort: Katholisches Bildungswerk Rosenheim Informationen abrufbar unter armut@diakonie-rosenheim.de

Finissage mit dem Puppenspieler Josef Pretterer

Sonntag, 6. März 2011, 17 Uhr Eintritt frei

Museumspädagogisches Programm mit der Museumspädagogin Elisabeth Rechenauer M.A.

In einer Führung durch die Ausstellung (ca. 45 Minuten) werden die Werke vorgestellt. Anschließend folgt ein praktischer Teil (ca. 60 Minuten, Erarbeiten einer Installation bzw. einer Collage zum Thema Armut). Anmeldungen unter Tel. 08031/361447.

Eintrittspreise

3 €, ermäßigt 2 €

Familie 3,50 / 6,50 €

Gruppe 2,50 € (ab10 Personen)

Schulklasse je Schüler 1 €

Führungen 2,50 € zzgl. Eintritt

Museumspädagogisches Programm ab 4,50 €

Städtische Galerie Rosenheim

Max-Bram-Platz 2, 83022 Rosenheim

Tel. 08031/361447, Fax 08031/362063

staedtische-galerie@rosenheim.de

www.galerie.rosenheim.de

Pressemitteilung Stadt Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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