Die Indianer kommen!

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Eröffnung der Ausstellung: Neugieriger Blick aus dem Tippi

Rosenheim - Europas größte Indianerausstellung startet am 8. April im Rosenheimer Lokschuppen. Wir haben uns vor der Eröffnung bei den Rothäuten umgesehen. *Neu: Bilder von der Eröffnung**

Vor dem Start am 8. April wurde die Indianer-Austellung am Mittwoch mit zahlreichen Ehrengästen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur eröffnet. Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle und OB Gabriele Bauer wurden nach dem Festakt vom Kurator Professor Dr. Christian Feest durch die spannende Ausstellung geführt. Die zahlreichen Gäste nutzten den Festabend zum ersten Erkunden von „INDIANER – Ureinwohner Nordamerikas“.

Bilder von der Eröffnung

Eröffnung Indianer-Ausstellung

In Spielfilmen reiten sie als Rothäute mit Federschmuck und Tomahawk durch die Prärie und sind oft auf Kriegspfad. Schon legendär sind die Bücher von Karl May, populär die Filme um Winnetou und Old Shatterhand. Doch das Leben und das Schicksal der Indianerstämme Nordamerikas ist in der Realität weitaus mehr, als der Mythos, der sie umgibt. Das Ausstellungszentrum Lokschuppen räumt 2011 in Europas größter Indianerausstellung auf mit den gängigen Klischees von kriegerischen Stämmen, die in Tipis leben und Rauchzeichen geben. „INDIANER – Ureinwohners Nordamerikas“ ist der Titel der wissenschaftlich fundierten Erlebnisausstellung, die Fachleute und Familien begeistern wird. Die Ausstellung läuft vom 8. April bis zum 6. November 2011.

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„Indianer – Ureinwohner Nordamerikas“

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„Indianer“ im Lokschuppen

Mit dem ehemaligen Leiter des Völkerkundemuseums Wien, Professor Dr. Christian Feest, konnte das Ausstellungszentrum Lokschuppen einen ausgewiesenen Experten für die Ureinwohner Nordamerikas als Kurator gewinnen. Die größte Indianer-Ausstellung in Europa entführt auf eine historische Reise quer über den nordamerikanischen Kontinent. Von den Nootka an der Nordwestküste über das Gebiet der Großen Seen im Mittelwesten bis zu den Sioux und Apache werden im Lokschuppen zahlreiche Indianerstämme detailgetreu porträtiert und ihre Geschichte erzählt – vom ersten Kontakt mit Europäern bis hin zum Eintausch der Insel Manhattan gegen Glasperlen. Der Besucher erfährt bisher wenig bekannte Details. Zum Beispiel, dass die Comanche als einziger Indianerstamm einen Friedens- und Beistandsvertrag mit deutschen Siedlern schlossen. Professor Dr. Feest hat hierfür die hohe Zahl von rund 700, zum Teil äußerst seltene Exponate aus 18 Museen, die über 9 Länder in Europa verteilt sind, zusammengetragen. Die wertvollen Originale sind eingebettet in attraktive Inszenierungen und Themenräume – ein Markenzeichen des Ausstellungszentrums, das über jahrzehntelange Erfahrungen mit besucherfreundlich aufbereiteten Erlebnisausstellungen verfügt.

Rundgang durch die Ausstellung

Rundgang durch Indianer-Ausstellung

Zu den Highlights zählen die bis zu 150 Jahre alten und seltenen Kleidungsstücke der Sioux, bemalte Bisonfelle und ein komplett eingerichtetes Holzhaus aus Grönland. Die Gestaltung hat eine Arbeitsgemeinschaft von Architekten und Graphikern aus München übernommen: Sie sorgen dafür, dass die Ausstellung für Kinder und für Erwachsene zum spannenden Erlebnis wird. Die Besucher gehen auf Sandböden der Prärie, auf Waldböden oder auf simulierten knackenden Eisschollen Grönlands durch die Ausstellung. Kinder begeben sich auf einem eigenen Pfad auf Spurensuche und entdecken kindgerecht erklärte Exponate wie Tomahawk, einen Kajak oder den Hut aus Walrosselfenbein.

Rund um das Ausstellungszentrum ist ein Indianer-Parcours aufgebaut. An 15 verschiedenen Stationen können die Kinder gemeinsam mit Ihren Eltern ihr Wissen über Indianer testen und ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen. Bei der gemeinsamen „Bisonjagd“, beim Spurenlesen, Lassoschwingen, beim Bogenschießen mit echten Pfeilen und beim Klettern werden Punkte gesammelt. Am Ende steht fest, wer in der Familie der „Häuptling“ ist. Jeden ersten Freitag im Monat wird um 18 Uhr eine exklusive Erlebnisführung angeboten. Kinder können ihren Geburtstag als „Indianerfest“ oder als „Naturerlebnis“ feiern. Im Rahmen des museumspädagogischen Programms für Schulklassen basteln die Kinder in verschiedenen Workshops Federschmuck, Trommeln, Amuletts oder Traumfänger.

Die Attraktion auf dem Vorplatz des Ausstellungszentrums ist ein 14 Meter hohes Tipi, das auch für exklusive Firmenevents oder für private Feiern gemietet werden kann. Nach einer exklusiven Sonderführung durch die Ausstellung werden die Gäste dort mit indianischen Lachs- und Bisonfleisch-Spezialitäten verwöhnt. Hoch hergehen wird es auch im Rahmenprogramm. Bei drei Pow-wows am 30. April, 11. Juni und 6. August wird Rosenheim ganz im Zeichen der Indianer stehen.

Bilder vom Schleichkurs

Schleichen wie ein Indianer

Red/Presseinformation Lokschuppen

Quelle: rosenheim24.de

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