Der Grund für das Ritual

Warum wir die Hände schütteln, ist total eklig

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Das Händeschütteln gehört zu unserem Alltag. Warum wir unserem Gegenüber die Hand zu reichen, haben Forscher untersucht. Dafür haben sie 280 Leute heimlich gefilmt. Das Ergebnis ist wirklich eklig.

Wir schütteln uns die Hände, um den Körpergeruch von anderen Leuten zu überprüfen, legt eine Studie des Weizmann Instituts nahe. Die Forscher fanden heraus, dass wir unbewusst nach einem Handschlag an unserer eigenen Hand schnüffeln, wie das Video zeigt.

"Nagetiere, Hunde und andere Säugetiere beschnüffeln sich, das ist eine Form der Kommunikation“, sagt Prof. Noam Sobel in einer Pressemitteilung. Es scheint, dass die Menschen im Laufe der Evolution diese Praxis beibehalten hätten.  

Im Laufe eines Lebens geben wir unseren Mitmenschen im Schnitt bis zu 15.000 Mal die Hand, sagen Wissenschaftler.

Der Handschlag gilt hierzulande als Begrüßungs- und Abschiedsritual. Einen Handschlag zu verweigern, halten die meisten für respektlos. 

Obendrein wird der Händedruck als ein nonverbales Signal verstanden, das zeigt, mit wem man es zu tun hat. Der kurze Kontakt, normalerweise mit der rechten Hand, entscheidet darüber, ob wir unser Gegenüber auf Anhieb sympathisch finden oder nicht.

Richtig Hände geben

Ein Handschlag dauert in der Regel nicht länger als drei bis vier Sekunden. Längeres Händedrücken bleibt Freuden vorbehalten, ist auf der Internetseite karrierebibel.de zu lesen. Hände wirklich zu schütteln ist übrigens demnach ein Fauxpas.

Zu schlaff oder zu feucht? Damit der Handschlag einen guten Eindruck macht, muss der von Frauen besonders fest sein. Unter Männern wird ein kräftiger Händedruck als Zeichen für Selbstbewusstsein, Kraft und Willensstärke gedeutet.

Muss ich allen die Hände schütteln?

Bei der Jobsuche im Ausland sollten sich die Kandidaten über die Gepflogenheiten des Landes informieren. So ist es beispielsweise in England und Asien unüblich, sich zu Beginn eines Vorstellungsgesprächs die Hand zu geben.

Nach der englischen Hofetikette ist das Händeschütteln mit der Queen klar geregelt: Die Queen muss zuerst die Hand ausstrecken, dann ist ein kurzes Händeschütteln mit "Your Majesty" erlaubt.

Auf Händen tummeln sich Bakterien und Keime 

Viren und Bakterien werden schnell von Mensch zu Mensch übertragen. Um beispielsweise eine Norovirus-Ansteckung zu verhindern, ist Hygiene absolut notwendig. Händewaschen nach dem Toilettengang oder nach Kontakt mit Erbrochenem sind besonders wichtig.

Das Grippe-Virus hat im Winter ein leichtes Spiel. Infizierte Influenza-Patienten müssen gar nicht husten oder niesen, um ihre Viren zu verteilen. Schon in der ausgeatmeten Luft tummeln sich Erreger. Experten raten, einen Abstand von bis zu 70 Zentimetern einzuhalten, um sich vor einer Ansteckung mit der Grippe zu schützen. Beim Niesen sind bis zu zwei Meter nötig.

 

Rubriklistenbild: © SnackTV Image

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