Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Natur als Vorbild

Wie ein Hirschgeweih die Krebstherapie revolutionieren könnte

Einen neuen Ansatz in der Behandlung von Krebserkrankungen haben chinesische Wissenschaftler gefunden.
+
Einen neuen Ansatz in der Behandlung von Krebserkrankungen haben chinesische Wissenschaftler gefunden. (Symbolbild)

Forscher fahnden fieberhaft nach neuen Krebstherapien. Auch in der Tierwelt finden sie verblüffende Ansätze, die nicht nur krebsvorbeugende Wirkung haben.

Die Natur überrascht Forscher immer wieder: Jede Pflanze und jedes Tier entwickelte im Laufe der Evolution Abwehrmechanismen, Fertigkeiten und Fähigkeiten, die dabei helfen, sich optimal an die Umgebung anzupassen. Auch die Medizin profitiert von Beobachtungen, die Wissenschaftler an Tieren und Pflanzen anstellen. Faszinierend war seit jeher etwa das Geweih von Wiederkäuern wie dem Rothirsch. Der Geweihknochen wächst immer wieder nach, nachdem er regelmäßig abgeworfen wird. Forscher fanden jetzt einen interessanten Zusammenhang, der die Therapie von Krebs immens voranschreiten lassen könnte.

Wissenschaftler forschen mithilfe von Geweihen an Regeneration von Gewebe

Geweihe sind das einzige Körperteil bei ausgewachsenen Säugetieren, dass in kurzer Zeit komplett ersetzt werden kann. Für Forscher ein interessanter Ansatz, um anhand von Geweihen die Regeneration von Gewebe zu untersuchen. Eine Forschergruppe um Wen Wang von der Northwestern Polytechnical University in Xi’an und der Chinesischen Akademie der Wissenschaften in Kunming vermuten in ihrer Veröffentlichung zur Genanalyse von Hörnern und Geweihen von Wiederkäuern, dass diese helfen könnte, neue Krebstherapien zu entwickeln, wie die Westdeutsche Allgemeine Zeitung berichtete (WAZ).

Ein Hirschgeweih wächst bis zu zweieinhalb Zentimeter täglich. Auf diese Weise kann innerhalb weniger Monate Körpergewebe wachsen, das bis zu 30 Kilogramm wiegt. Das schnelle Wachstum basiert auf geordneter Zellvermehrung, und diese geht schneller vonstatten als es bei unkontrolliertem Wuchern von Tumorgewebe der Fall ist, so die WAZ. Trotzdem fanden die Wissenschaftler Stoffwechselvorgänge im Gewebe der Geweihe, die auch bei der Entstehung von Krebs eine Rolle spielen.

Mehr zum Thema: Superzellen gegen Krebs: Diese neue Therapie soll die Tumor-Therapie revolutionieren.

Hirsche erkranken selten an Krebs - wegen dieser Fähigkeit

Wiederkäuer wie Hirsche und Kühe entwickeln der Studie zufolge große Mengen an sogenannten Tumorsupressoren, die den Zyklus einer Zelle kontrollieren und bei DNA-Schäden innerhalb der Zelle diese absterben lassen. Auf diese Weise verhindern sie das Entstehen von Tumorzellen. Die Bildung großer Mengen an Tumorsupressoren machen die Forscher für das niedrige Krebsrisiko von Hirschen verantwortlich. Weitere Untersuchungen müssen zwar noch folgen, aber die Wissenschaftler gehen davon aus, dass ihre Erkenntnis wichtige Ansätze zur Regeneration von Gewebe und Organen beim Menschen liefert und sogar Tumorwachstum in Zukunft gehemmt werden könnte. 

Video: Seltene Aufnahmen - Hirsch mit skurrilem Geweih gesichtet

Zur Studie

Umfrage zum Thema

Lesen Sie auch: Immuntherapien bei Krebs: So gut sind die neuen Ansätze.

jg

Krebserregende Viren: Diese Erreger können Krebs auslösen

Herpesvirus
Das Epstein-Barr-Virus (EBV) zählt zur Gruppe der Herpesviren. Dem Deutschen Krebsforschungszentrum (dkfz) zufolge gilt als sicher, dass eine Infektion mit EBV zur Entstehung von B-Zell-Lymphomen beitragen kann, einer bösartigen Erkrankung von B-Lymphozyten. Mit Lymphom werden in der Medizin bösartige Tumoren des lymphatischen Systems bezeichnet. In Tumoren von T-Lymphozyten (T-Zell-Lymphome) konnte das Epstein-Barr-Virus ebenfalls nachgewiesen werden, so das dkfz. © Imago
Das Magenbakterium Helicobacter pylori
Das Magenbakterium Helicobacter pylori soll das Risiko in sich bergen, Magenkrebs zu fördern. Das Pikante daran: Etwa ein Viertel der deutschen Bevölkerung trägt es bereits in sich. Helicobacter soll Magengeschwüre begünstigen, welche sich dann zu Krebs ausweiten können. Allerdings ist eine Behandlung in den meisten Fällen mit einer Kombination aus Antibiotika und Magensäureblockern äußerst erfolgreich. © dpa
HIV: Eine Frau hat sich eine rote Schleife angeheftet
Die rote Schleife soll das Thema Aids und HIV in die Mitte der Gesellschaft rücken. Eine Infektion mit sogenannten HI-Viren (humane Immundefizienzviren) kann die Krankheit Aids auslösen. Menschen mit Aids sind häufiger von Krebs betroffen, vermutlich aufgrund ihres geschwächten Immunsystems, wie das Deutsche Krebsforschungszentrum informiert.  © Oliver Berg/dpa
Impfausweis
Hepatitis B fördert Leberentzündungen. Auch diese können sich zu Leberkrebs weiterentwickeln. Allerdings können Sie sich gegen diesen Hepatitis-Typ beim Hausarzt impfen lassen. © Martin Wagner/Imago
Hepatitis C Viren
Gegen Hepatitis-C-Viren gibt es unglücklicherweise (noch) keinen Impfstoff. Die aggressiven Erreger zählen zu den häufigsten Ursachen für Leberkrebs. Wie das Deutsche Krebsforschungszentrum informiert, werden Hepatitis-C-Viren inzwischen aber auch mit weiteren Tumorarten in Zusammenhang gebracht: Auch Krebs der Gallenwege sowie das Multiple Myelom könnten durch eine Infektion begünstigt werden, heißt es.  © CAVALLINI JAMES/Imago
HPV (Humane Papillomviren)
Humane Papillomviren (HPV) sind meist ungefährlich - doch es gibt Arten, die krebserregend wirken und Gebärmutterhalskrebs auslösen sollen. Zudem stehen sie im Verdacht, Anal- oder Peniskrebs zu begünstigen. Allerdings gibt es auch hier eine sehr effektive Schutzimpfung, die gegen alle HPV-Typen helfen soll. © CAVALLINI JAMES/Imago

Kommentare