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Geologe: Gefahr für Felssturz war bekannt

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Der verheerende Felssturz von Stein a.d. Traun wäre nur mit einer massiven Betonwand und mit Ankerbohrungen in das Gestein zu verhindern gewesen.

Stein a.d. Traun/Erlangen - Der verheerende Felssturz von Stein a.d. Traun wäre nur mit einer massiven Betonwand und mit Ankerbohrungen in das Gestein zu verhindern gewesen.

“Dies hätte aber mit Sicherheit einen sechsstelligen Betrag gekostet“, sagte der Professor für Ingenieurgeologie an der Universität Erlangen-Nürnberg, Joachim Rohn, im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. Ein Stahlnetz wie von der dortigen Brauerei als Grundeigentümerin des Felshanges erwogen, hätte dem Felssturz hingegen nicht standgehalten. Das Unglück hatte am Montagabend das Wohnhaus einer vierköpfigen Familie dem Erdboden gleichgemacht. Dabei starben der Vater (45) und die Tochter (18). Wie durch ein Wunder überlebten die Mutter (40) und der Sohn (16) schwer verletzt. Sichere Hinweise auf bevorstehende Felsstürze gibt es nach Erkenntnis des Geologen nur bei wesentlich größeren Abbrüchen. “Je größer die Sturzereignisse sind, desto eher gibt es Anzeichen dafür“, erläuterte Rohn. Für Unglücke wie das von Stein a.d. Traun mit Hunderten von Tonnen herabstürzendem Gewicht “muss es keine Anzeichen gegeben haben“.

Der Geologe verwies auf das Bodeninformationssystem “Georisk“ des Bayerischen Landesamtes für Umwelt (LfU). Darin sind allein für den Freistaat 2200 Hangbewegungen erfasst. Auch Stein a.d. Traun ist in dem “Georisk“-Atlas verzeichnet. “Dass dort eine Gefahr herrscht, war also bekannt“, sagte Rohn in dem dpa-Gespräch. “Wenn ein Haus unter einem nicht gesicherten Fels gebaut ist, besteht potenziell immer eine Gefahr.“ Ein Risiko gehe der Mensch aber erst ein, “wenn er sich dort hinbegibt“.

Bilder vom Unglücksort

Felssturz: Zwei Tote und ein Wunder

Felsbrocken-Drama bei Traunstein
Felsbrocken-Drama bei Traunstein © dpa
Felsbrocken-Drama bei Traunstein
Felsbrocken-Drama bei Traunstein © dpa
Felsbrocken-Drama bei Traunstein
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Felsbrocken-Drama bei Traunstein
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Felsbrocken-Drama bei Traunstein
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Felsbrocken-Drama bei Traunstein
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Felsbrocken-Drama bei Traunstein
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Felsbrocken-Drama bei Traunstein
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Felsbrocken-Drama bei Traunstein
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Felsbrocken-Drama bei Traunstein
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Felsbrocken-Drama bei Traunstein
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Felsbrocken-Drama bei Traunstein
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Felsbrocken-Drama bei Traunstein
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Felsbrocken-Drama bei Traunstein
Felsbrocken-Drama bei Traunstein © dpa
Felsbrocken-Drama bei Traunstein
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Felsbrocken-Drama bei Traunstein
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Felsbrocken-Drama bei Traunstein
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Felsbrocken-Drama bei Traunstein
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Felsbrocken-Drama bei Traunstein
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Felsbrocken-Drama bei Traunstein
Felsbrocken-Drama bei Traunstein © dpa
Felsbrocken-Drama bei Traunstein
Felsbrocken-Drama bei Traunstein © dpa

Zur Gefahreneinschätzung meinte der 50-Jährige: “Normalerweise sagt einem der gesunde Menschenverstand, da kann einmal etwas herunterfallen.“ Ob der Felssturz aber tatsächlich eintrete und vor allem wann, “kann niemand sagen“. In Bayern seien Tausende von Objekten auf die gleiche Weise gefährdet. Den Felssturz von Stein a.d. Traun nannte der Geologe einen “natürlichen Vorgang, der immer wieder passiert. Es gibt Klüfte, die eine unglückliche Geometrie haben, so dass sich ein Felsblock aus einer Wand herausbewegen kann.“ Klüfte in Felsen begünstigten einen Sturz. “Materialbrücken halten den Fels zusammen. Es ist eine Frage der Zeit, wann die Materialbrücken durch Verwitterung oder durch Aufreißen weniger werden.“

dpa

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