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Wurde dieser Deutsche ein Kannibalen-Opfer?

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Die Südsee-Insel Nuku Hiva.

Hamburg - Stefan (40) machte zuammen mit seiner Freundin Heike auf seiner Weltumsegelung Station im Südsee-Paradies Nuku Hiva. Seit einer Woche ist er verschwunden. Für die Hölle, die die Deutschen dort durchmachen mussten, gibt es keine Worte.

Es war die Erfüllung ihres Lebens­traums: 2008 brach das Hamburger Paar Stefan R. (40) und Heike D. (37) von der Türkei aus zu einer Weltumseglung auf. Ende August erreichten die beiden auf ihrem Katamaran Baju die Marquesas-Inseln in der Südsee. Über ihren Blog teilten sie ihr Leben im Paradies mit Familie und Freunden daheim. Der letzte Eintrag im Online-Tagebuch stammt vom 9. Oktober. Für die Hölle, die die Deutschen seit diesem Tag durchmachen mussten, gibt es keine Worte. Stefan R. ist vermutlich tot. Polizisten fanden auf der Insel Nuku Hiva, die zu Französisch-Polynesien gehört, an einer Feuerstelle menschliche Knochen, Zähne und Kleiderreste.

„Nach 6 Wochen Marquesas werden wir nun zu den Tuamotus-

Seit einer Woche ist der Hamburger Stefan R. (40) verschwunden, die Polizei glaubt an Mord. Seine Freundin Heike D. (37) soll missbraucht worden sein.

Atollen schippern“, schrieb der 40-Jährige noch vorvergangenen Sonntag im Internet. Danach brach der Ökonom, der das Meeresrauschen so liebte, zu einem Ausflug auf – Arihano Haiti, ein einheimischer Jäger, hatte ihn zu der Wanderung eingeladen. Wie Stefan R.s Freundin Heike D. später der Polizei berichtete, sei der 31-Jährige aber Stunden später allein mit der Nachricht zurückgekehrt, ihr Freund brauche nach einem Unfall ihre Hilfe. Auf dem Fußmarsch durch das Dickicht habe Haiti sie plötzlich mit einer Waffe bedroht, sexuell belästigt und sie nackt an einen Baum gefesselt. Sie habe sich aber befreien und fliehen können. Seitdem fehlt von beiden Männern jede Spur.

Die gefährlichsten Strände der Welt

Die gefährlichsten Strände der Welt

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Sie sollen zur Ruhe und Erholung dienen - doch manche Strände der Welt können zu Orten des Schreckens werden. Haie, hochgiftige Quallen, gefährliche Strömungen und hochgradige Verschmutzung sind die Gründe dafür. Im folgenden sehen Sie Bilder der gefährlichsten Strände der Welt und erfahren Sie, was diese so lebensgefährlich macht. © AP
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New Smyrna Beach, Volusio County, Florida: Im Jahr 2007 gab es laut dem International Shark Attack File (ISAF) an diesem Strand 112 "Mensch-Hai-Kontakte" wovon 17 Bisse waren. © AP
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Der weiße Hai hinter Glas: In Aquarien, hinter sicherem Glas, kann man sich die gefährlichen Tiere von Nahem zu betrachten, ohne ein unnötiges Risiko einzugehen. © dpa
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In freier Wildbahn jedoch, möchte man ihnen lieber nicht begegnen. © AP
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Der weiße Hai ist eine bedrohte Tierart. Trotzdem ist der größte Raubfisch der Welt eine beliebte Trophäe bei Hochseefischern. © dpa
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Hacks Point Beach, Kent County, Maryland: 60% der Wasserproben, die an diesem Strand entnommen wurden, entsprechen nicht den gesetzlichen Gesundheitsbestimmungen. Eine übermäßige Anzahl von Bakterien, Viren und Einzeller ist in den Proben zu finden. © AP
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Northern Territory, Australien: Sie ist eine der giftigsten Lebewesen der Erde: Die Seewespe. Ihr Gift lähmt die Skelett- und Herzmuskulatur sowie die Atmung; der Tod kann in wenigen Minuten eintreten. Weltweit sterben mehr Menschen durch diese Qualle, als durch einen Haibiss. © NDR/"N3 Tierwelt"/Die giftigsten Tiere der Welt
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Brevard County, Florida: man sieht sie nicht, man spürt sie nur - dann ist es aber meistens schon zu spät. Strömungen stellen eine der größten Gefahren für Surfer dar. 2007 gab es an diesem Strand 10 Tote aufgrund gefährlicher Strömungen. © dpa
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Spektakulär sind die Bilder von Surfprofi Rusty Keaulana auf Hawaii: er bezwingt meterhohe Wellen nur mit einem Surfboard. Kaum zu glauben, aber er kommt unbeschadet aus dieser Welle heraus. © AP
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Tatort Florida: 633 Unfälle mit 68 Toten ist die Bilanz von 2007. Bootunfälle sind häufiger als man denken mag. Der Grund für diese hohe Zahl an Zusammenstößen ist das hohe "Verkehrsaufkommen" auf den Seewegen in und um Florida. © AP
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Clearwater Beach, Pinellas County, Florida: Spektakuläre Aufnahme vom Strand - doch hier fanden zwischen den Jahren 1997 bis 2006 insgesamt 71 Menschen den Tod. Nicht selten werden gut besuchte Strände, wie der Clearwater Beach oder New Smyrna Beach, wegen Gewitterwarnungen evakuiert und für mehrere Tage gesperrt. © AP
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An der Westküste der USA in Kalifornien befindet sich das "Red Triangle", ein Gebiet, das sich zwischen Bodega Bay, Santa Cruz und den Farallon Inseln erstreckt. © dpa
In dieser Gegend gibt es weiße Haie wie Sand am Meer.
In dieser Gegend gibt es weiße Haie wie Sand am Meer. © Keri Hanson/Sonomacountry/dpa/tmn
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Vor allem Surfer und Taucher sind hier besonders gefährdet. © AP
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Der weiße Hai ist für den Menschen einer der gefährlichsten Raubfische. © dpa
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Neben dem weißen Hai, sollte man sich auch vor dem Tigerhai in Acht nehmen. Die meisten Hai-Unfälle in den Tropen müssen dem Tigerhai zugeschrieben werden. © dpa
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Der Bullenhai ist neben dem weißen Hai und Tigerhai für den Menschen am gefährlichsten. Er hält sich sowohl in Süß- als auch in Salzwasser auf und bevorzugt flaches Wasser in Ufernähe. © AP
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Sobald sich einem Schwimmer dieses Bild eröffnet, rast der Herzschlag. © dpa
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Damit das nicht passiert, gibt es Menschen wie Patrick David. Er ist "Shark Spotter". Das sind Menschen, die auf dem Meer nach Haien Ausschau halten und sobald sie etwas Verdächtiges entdecken, die Badenden mit einem Signalton warnen. © AP
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Für manchen Touristen eine atemberaubende Attraktion: in Stahlkäfigen ins Wasser hinabgelassen werden und dort diesen Anblick hautnah "genießen". © dpa

Am Mittwoch machte die Polizei jedoch eine grausige Entdeckung: Ein Spurensucher führte etwa zwei Dutzend Beamte zu einer frischen Feuerstelle im weit abgelegenen Hakaui-Tal. Die verschmorten Unterseiten der Blätter an den daneben stehenden Bäumen ließen den Schluss zu, dass die Flammen bis zu sieben Meter hoch gelodert waren. In der auf mehreren Quadratmetern verstreuten Asche entdecken die Beamten Knochen, ein Gebiss mit Zahnprothese, Kleidungsreste und verschmortes Metall. Laboruntersuchungen ergeben, dass ein menschlicher Körper dort zerstückelt und dann zusammen mit Tierkadavern verbrannt worden sei. Die Behörden vor Ort gehen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon aus, dass es der Körper von Stefan R. ist. Eine erste Analyse von Knochenresten stimme mit alten medizinischen Unterlagen R.s überein. Eine DNA-Untersuchung in einem forensischen Labor in Paris soll nun Gewissheit bringen. Diese könnte aber noch mehrere Wochen dauern.

Auf der Pazifikinsel machen derweil Gerüchte über Kannibalismus die Runde. Bis Mitte des 18. Jahrhunderts gehörte er dort zur lokalen Kriegerkultur. Bürgermeisterin Deborah Kimitete sprach von einem „Akt des Wahnsinns“. Ist Haiti ein Menschenfresser? Nach dem Jäger wird nun wegen Mordes, Freiheitsberaubung und sexuellen Missbrauchs mit Hochdruck gefahndet. Auch das Bundeskriminalamt hat sich in den Fall eingeschaltet.

Unter Stefan R.s Angehörigen in Deutschland herrscht Fassungslosigkeit. Die Hoffnung, dass ihr Abenteurer noch leben könnte, wollen sie aber nicht aufgeben – aus gutem Grund: Als der Todes-Tsunami 2004 über Thailand rollte, hielten sie Stefan R. schon einmal für tot. Er überlebte.

ISP

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