Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Vorschlag der Geschäftsführung sorgt für heftige Kritik

Kahlschlag bei H&M: 800 Angestellte sollen gehen - vor allem junge Mütter

Ob auch der Standort Rosenheim von dem Stellenabbau betroffen ist, ist noch unklar.
+
Ob auch der Standort Rosenheim von dem Stellenabbau betroffen ist, ist noch unklar.

Der schwedische Modehändler Hennes & Mauritz (H&M) will in Deutschland rund 800 Stellen streichen. Das entspreche rund fünf Prozent aller Beschäftigten des Unternehmens in der Bundesrepublik, sagte eine Unternehmenssprecherin. Die vorgeschlagene Vorgehensweise sorgt für viel Kritik.

Hamburg - Nach Informationen des Wirtschaftsmagazins „Buisness Insider“ hat die Geschäftsleitung dem Gesamtbetriebsrat ein Freiwilligenprogramm vorgeschlagen – also ein Abfindungsprogramm für Mitarbeiter, die womöglich freiwillig gegen Abfindung gehen wollen. Damit will H&M betriebsbedingte Kündigungen vermeiden. In den betroffenen Filialen will man vor allem Mitarbeiter verabschieden, die nicht an den umsatzstarken Abendzeiten sowie an Samstagen arbeiten können.

„Sollte die Anzahl der Freiwilligen in diesem Programm nicht ausreichen, wird die Entscheidung über eine Sozialauswahl getroffen“, teilte das Unternehmen mit.

In dem ausformulierten Vorschlag zum Freiwilligenprogramm erwähnt die Geschäftsführung laut „Business Insider“ explizit Mitarbeiter, die sich noch in Elternzeit befinden, als prädestinierte Gruppe für das Programm. Diese Mitarbeiter sind zwar durch die Elternzeit vor Kündigung geschützt, einmal zurück am Arbeitsplatz können sie aber gekündigt werden. Die meisten Mitarbeiter, die sich bei H&M in Elternzeit befinden, sind nach Informationen von Business Insider junge Mütter.

Entscheidung sorgt für viel Unmut bei Mitarbeitern und Gewerkschaft

Dies sorgt bei bei den Mitarbeitern und der Gewerkschaft Verdi viel Unmut. „H&M-Deutschlandchef Thorsten Mindermann verhält sich wie ein Unternehmenspatriarch, der Entscheidungen über die Köpfe von Frauen hinweg trifft. Gleichstellung im Betrieb bedeutet gleichberechtigte Beteiligung von Frauen am Umstrukturierungsprozess von H&M“, sagt Cosimo-Damiano Quinto aus der Verdi-Bundesfachgruppe Einzelhandel.

„Im Grundgesetz heißt es klipp und klar: Jede Mutter hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft. Eigentum verpflichtet daher auch Unternehmen wie H&M, Frauen in Elternzeit und berufstätigen Müttern familienfreundliche Arbeitszeiten zu ermöglichen, anstatt ihre Doppelbelastung als Schwäche auszunutzen und zu versuchen, sie auf die Straße zu setzen.“

Ob die Stellenstreichungen auch für die Standorte in unserer Region von Bedeutung sind, ist derzeit noch unklar. OVB24.de ist um eine Stellungnahme bemüht.

Moderiese von Corona-Krise schwer getroffen

Die Corona-Krise hatte auch den Moderiesen schwer getroffen. Der Nettoumsatz der H&M-Gruppe sank weltweit im Geschäftsjahr von Dezember 2019 bis November 2020 um 18 Prozent auf rund 187 Milliarden schwedische Kronen (etwa 18,3 Mrd Euro). Bereits im Oktober hatte der Konzern angekündigt, sein Filialnetz ausdünnen zu wollen.

Kommentare