Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

In der Silvesternacht 2014

Vier Jahre Gefängnis für tödliche Messerattacke auf den Bruder

Hechingen - Notwehr, oder nicht? Darum geht es in einem Prozess gegen einen 53-Jährigen, der seinen Bruder erstochen haben soll. In der ersten Instanz gab es einen Freispruch, jetzt muss der Mann ins Gefängnis.

Für eine tödliche Messerattacke auf seinen Bruder in einer Silvesternacht muss ein Mann aus Baden-Württemberg für vier Jahre ins Gefängnis. Nach Überzeugung des Landgerichts Hechingen hat der 53-Jährige seinen Bruder erstochen, wie ein Sprecher am Montag mitteilte. Der Mann wurde wegen Totschlags verurteilt. Nach Ansicht des Gerichts hat der Mann bei den Stichen in der Nacht zu Neujahr 2015 entgegen seinen Beteuerungen nicht aus Notwehr gehandelt.

Die Bluttat hatte in der Wohnung des Angeklagten in Albstadt in der Nähe von Tübingen ereignet. Als sein Bruder ihn verprügelt habe, habe er aus Angst um sein Leben ein zweiteiliges Ziermesser vom Wohnzimmer-Regal gegriffen und mit den beiden Klingen je zwei Mal auf den Bruder eingestochen, hatte der Angeklagte im Prozess betont. Nach Überzeugung des Gerichts waren die Misshandlungen durch den Bruder aber schon vorbei, als der 53-Jährige zustach. Die Stiche seien daher nicht als Verteidigung zu werten, teilte der Gerichtssprecher mit.

Urteil noch nicht rechtskräftig

Das am Montag gesprochene Urteil ist das zweite in diesem Fall. Nach einem Freispruch im Sommer 2015 ging die Staatsanwaltschaft in Revision. Weil der Bundesgerichtshof das Urteil aufhob, musste eine andere Strafkammer den Fall erneut verhandeln. Innerhalb einer Woche können die Prozessbeteiligten nun wieder gegen das Urteil vorgehen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Kommentare