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Anzeichen für Corona-Variante

Omikron bei Kindern: Welche Symptome für eine Infektion mit der Corona-Variante sprechen

Die Corona-Variante Omikron verbreitet sich auch unter Kleinkindern schnell. Doch welche Symptome deuten auf eine Corona-Infektion bei Kindern hin?

Berlin – Eltern aufgepasst: Die Omikron betrifft auch Kinder und nicht nur Erwachsene. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland kommt wegen der Corona-Variante kaum zur Ruhe, die Omikron-Unterform BA.2 trägt hieran großen Anteil – und wird auch für die Kleinsten der Gesellschaft zum Problem. Oder ist Omikron bei Kindern womöglich doch kein Problem?

Omikron bei Kindern: Corona-Infektion kann sich in einem Symptom wie Pseudokrupp äußern

Bereits in einer Stellungnahme von Ende Dezember 2021 hatte die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DGKJ) damit gerechnet, dass sich Kinder häufiger mit Omikron anstecken werden als andere Altersgruppen. Schließlich waren und sind viele Kinder gegen die Corona-Variante noch nicht geimpft, genesen oder geboostert, was für eine Corona-Infektion spricht.

Vor Omikron-Infektionen sind auch Kinder nicht gefeit. Doch welche Symptome deuten überhaupt darauf hin, dass sich die Kleinen mit der Corona-Variante angesteckt haben? (kreiszeitung.de-Montage)

Eine Omikron-Infektion bei Kindern, die sich durch Pseudokrupp als Symptom äußern kann, ist also alles andere als auszuschließen. Mit einer schweren Erkrankung beziehungsweise einem schweren Verlauf durch eine Corona-Infektion mit der Variante rechnet die DGKJ aber nicht. Es sei zwar noch zu früh für eine abschließende Bewertung, doch seien Erfahrungsberichte aus dem Tshawane District in Südafrika, aus London und Australien grundsätzlich beruhigend.

Omikron-Infektion kann auch Kinder betreffen – doch Virologe Christian Drosten gibt Entwarnung vor schwerer Erkrankung

„Die Erfahrung auch aus den vorherigen Pandemiewellen mit den Varianten Alpha und Delta lehrt, dass sich ein besonderes Risiko von Kindern in keiner dieser Wellen bestätigt hat“, werden die Fachärzte in Bezug auf Omikron bei Kindern von der „Morgenpost“ im Zusammenhang mit einer Infektion der Corona-Variante zitiert.

Der Virologe Christian Drosten sollte sich Anfang Januar 2022 ähnlich äußern. Mittlerweile verweist Drosten auf Daten aus Südafrika und Nordamerika, die auf Folgendes schließen lassen: Kinder kommen eben nicht wegen einer Covid-19-Erkrankung ins Krankenhaus. Vielmehr würde sich die Corona-Infektion oft „nur“ als eine Nebendiagnose bei der Einweisung herausstellen.

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Omikron bei Kindern: Vor allem die Kleinen müssen bei einer Corona-Infektion immer häufiger ins Krankenhaus

Geklärt sei im Umkehrschluss aber eben noch nicht, warum vor allem Kleinkinder immer häufiger wegen Covid ins Krankenhaus müssen. Darauf verweist Christian Drosten. Verständlicherweise wollen Eltern in Bezug auf eine mögliche Omikron-Infektion bei ihren Kindern Worte der Entwarnung hören. Auf diese weiß Florian Hoffmann, Generalsekretär der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), zurückzugreifen:

Wir haben in jeder bisherigen Welle durch verfrühte Aussagen zur potenziellen Gefährlichkeit der jeweils neu aufgetretenen Variante Sorgen bei den Eltern ausgelöst, die sich dann nicht bewahrheitet haben und zu keiner Pandemie bei den Kindern geführt hat.

Florian Hoffmann, Generalsekretär der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), gegenüber der „Morgenpost“

Über die tatsächliche Gefahr, die von Omikron bei Kindern und vor allem bei Kleinkindern ausgeht, werde man aber wohl erst zeitnah erfahren. Über mehr valide Daten verfügt die Wissenschaft aber hinsichtlich der Symptome von Omikron bei Erwachsenen sowie Anzeichen, die auf eine Infektion mit der Omikron-Unterform BA.2 hindeuten. Heißt aber nicht, dass Eltern in Bezug auf die Corona-Variante und ihre Kinder im Unklaren gelassen werden. Fieber oder Erbrechen als Symptome einer Omikron-Infektion bei Kindern können schon mal ausgeschlossen werden. Mehr Informationen liefert eine Feststellung aus England.

Omikron-Infektion bei Kindern: Symptom kann sich in Hautausschlag äußern – von Durchfall oder Fieber keine Rede

Denn im Dezember 2021 sollte sich Omikron in Großbritannien besonders schnell verbreiten. Damals stellte der Hausarzt David Lloyd aus dem Norden Londons vor allem ein Symptom fest, das mit Omikron infizierte Kinder betraf: Hautausschlag. Während solch ein Ausschlag bei Erwachsenen infolge einer Corona-Erkrankung mit Omikron eher seltener auftritt als andere Symptome, wie etwa eine Verfärbung der Haut oder der Lippen, war er bei einigen Kindern der Regelfall:

Wir hatten schon immer eine kleine Kohorte von Patienten mit Covid, die einen seltsamen Ausschlag bekamen, aber bis zu 15 Prozent der Omikron-Kinder bekommen einen ungewöhnlichen Ausschlag.

Der Hausarzt David Lloyd gegenüber „SkyNews“

Hautirritationen als Folge einer Omikron-Infektion bei Kindern konnten also bereits nachgewiesen werden, ebenso das Corona-Syndrom „PIMS“. Das war jedoch noch längst nicht das einzige Anzeichen, das auf eine Ansteckung hindeutet und besorgten Eltern als Information und Indikator dient. Die Zeichen sollten auf jeden Fall gedeutet werden, schließlich wurde bereits nachgewiesen, dass sich die Omikron-Unterform BA.2 noch einmal deutlich schneller verbreitet als die „Urform“. Doch welche Omikron-Symptome äußern sich schlussendlich bei einer Infektion mit der Corona-Variante?

Omikron bei Kindern: Welche Symptome auf eine Infektion mit der Corona-Variante hindeuten – manchmal auch bei Erwachsenen

  • Hautausschlag
  • Müdigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Appetitlosigkeit
  • Eine Analyse im Rahmen der „Zoe Covid Studie“ am Londoner King‘s College listete zudem weitere Symptome auf, die sowohl bei Kinder und Erwachsene zutreffen können:
  • laufende Nase
  • Niesen
  • Halsschmerzen

Corona-Impfungen für Kinder: Risiko einer Omikron-Infektion soll klein gehalten werden – doch welche Altersgruppen haben ein Anrecht auf die Spritze?

Damit Kinder vielleicht gar nicht erst an Omikron erkranken oder zumindest das Risiko einer schweren Erkrankung bis hin zu Long Covid verringert wird, stellt sich die Frage nach der Impfung. Sprich: In welchem Ausmaß können sich Kinder in welcher Altersspanne bislang überhaupt gegen das Coronavirus im Allgemeinen und die Omikron-Varianten im Speziellen impfen lassen?

Über die Möglichkeiten der Corona-Schutzimpfungen für Kinder, auch mit Hinblick auf die Omikron-Variante und ihre Symptome, informiert das Bundesministerium für Gesundheit auf seiner Homepage. Tatsächlich ist der Kinder-Impfstoff von Biontech seit Ende November 2021 für Kinder zwischen fünf und elf Jahren zugelassen. Dies wird von der Ständigen Impfkommission (Stiko) vor allem für jene Kinder mit Vorerkrankungen empfohlen.

Omikron bei Kindern: Trotz Ausbreitung von Corona-Variante besteht keine Impfpflicht für Kinder – Impfungen aber ab 5 Jahren möglich

Eine Impfpflicht für Kinder gibt es in Deutschland hingegen nicht. Anders verhält es sich natürlich mit den Erwachsenen. Während eine bundesweite Impfpflicht für Menschen ab 18 Jahren abgelehnt wurde, konnte sich die Politik mittlerweile auf eine Impfpflicht ab 60 Jahren verständigen, die ab Oktober 2022 gelten soll. Indes führt Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) seinen Schlingerkurs hinsichtlich der Quarantäne nach Corona-Infektion fort.

Trotz des enormen Aufkommens von Omikron besteht bei Kindern also lediglich die Empfehlung hin zu einer Corona-Impfung. Bereits seit September 2021 besteht diese für Kinder ab zwölf Jahren, abermals durch die Stiko ausgesprochen. An dieser Stelle weiß das Bundesministerium für Gesundheit über die möglichen Nebenwirkungen einer Impfung zu informieren.

Nebenwirkungen einer Corona-Impfung bei Kindern: Kaum Fieber, eher Müdigkeit und Schmerzen an der Einstichstelle

In diesem Fall wird auf beobachtete Impfreaktionen in der Zulassungsstudie bei Kindern im Alter von fünf bis elf Jahren eingegangen. Diese seien ähnlich mit denen, die bei Personen ab zwölf Jahren festgestellt wurden. Als häufigste Nebenwirkungen nach einer Corona-Impfung wurden dabei folgende lokale Reaktionen aufgeführt:

  • Schmerzen an der Impfstelle (Wahrscheinlichkeit von 80%)
  • Müdigkeit/Abgeschlagenheit (Wahrscheinlichkeit von 50%)
  • Kopfschmerzen (Wahrscheinlichkeit von 30%)
  • Rötungen und Schwellungen an der Impfstelle (Wahrscheinlichkeit von 20 Prozent)
  • Gliederschmerzen (Wahrscheinlichkeit von 10 Prozent)

Systemische Reaktionen seien bei den Kindern infolge der Corona-Impfung hingegen selten vorgekommen. Gemeint sind hiermit unter anderem Fieber, Schüttelfrost oder eine Vergrößerung der Lymphknoten, die eher bei Erwachsenen nach einer Corona-Impfung auftreten können. Bei Kindern wurde hier im Rahmen der Studie jedoch nie ein größerer Wert als zehn Prozent erreicht.

Corona-Impfung bei Kindern zur Eindämmung von Omikron: Erleiden die Jüngsten Impfschaden, kann das Gesetz bemüht werden

Ganz gleich, ob die Corona-Impfung für Kinder von der Stiko empfohlen wurde oder eben nicht: wer durch die Spritze gegen das Virus einen Impfschaden erleiden sollte, erhält auf Antrag Versorgung nach dem Bundesversorgungsgesetz. Davon ausgenommen sind jedoch Anwendungsfehler der Ärzte oder Fehler des jeweiligen pharmazeutischen Unternehmens.

Haben Kinder ihre Corona-Impfung erhalten, können Eltern den entsprechenden digitalen Nachweis übrigens entweder in der CovPass-App oder in der Corona-Warn-App verwalten. Kinderleicht, sozusagen. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Christian Ohde/Bernhard Classen/imago

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