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Soko Dennis weist Vorwürfe zurück

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Polizeibeamte heften am 15.04.2011 vor der Pressekonferenz der SOKO Dennis in Verden Bilder von drei Opfern und deren Fundorte an eine Pinnwand.

Verden - Die Ermittler der Soko Dennis weisen Vorwürfe zurück, nach denen es im Fall des Maskenmörders Martin N. Ermittlungspannen gegeben haben soll. Noch einmal begründete der Sprecher die Vorgehensweise in dem Fall.

Im Fall des Serientäters Martin N., der nun wegen drei Morden an Jungen und vielfachen Missbrauchs vor Gericht kommt, weist die Polizei den Vorwurf zurück, dass es Ermittlungspannen gegeben habe. “Es wurde immer mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln gearbeitet“, sagte am Mittwoch der Sprecher der Soko Dennis, Jürgen Menzel.

Nach den Verbrechen Anfang der 1990er Jahre, als der “Maskenmann“ in Schullandheime, Zeltlager und Wohnhäuser eindrang, hätten die Polizeidienststellen gemeinsame Ermittlungsschritte unternommen. “Es gab Abstimmungen“, betonte Menzel. “Es wurde nichts unter den Teppich gekehrt.“

Ein Zusammenhang zu den Morden an zwei Jungen 1992 und 1995 und zu den Übergriffen in Bremer Wohnhäusern sei aber tatsächlich nicht hergestellt worden. Den entscheidenden Hinweis auf Martin N. erhielten die Ermittler im Februar 2011 von einem damals zehnjährigen Jungen aus Bremen, den er 1995 in seinem Kinderzimmer missbrauchte. Der Zeuge hatte Berichte über den Fall gelesen und sich plötzlich daran erinnert, dass ihn ein Ferienbetreuer 1995 intensiv ausgefragt hatte, wie er wohne.

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Man dürfe nicht mit dem Wissen von heute fragen, warum nicht schon viel früher eine Serie erkannt worden sei, sagte Menzel. Damals sei auch die Kriminaltechnik noch nicht so weit entwickelt gewesen.

In einem Beitrag des NDR-Fernsehens ist der Vorwurf erhoben worden, dass die Polizei erst spät einen Serienzusammenhang bei den Taten erkannte. Der geständige Serientäter Martin N. muss sich wegen dreifachen Mordes und 19 Fällen von sexuellem Kindesmissbrauch ab 10. Oktober vor dem Landgericht Stade verantworten.

dapd

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