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Schielendes Opossum Heidi ist tot

Leipzig - Das schielende Opossum Heidi aus dem Leipziger Zoo ist tot. Die wohl berühmteste Beutelratte wurde nur dreieinhalb Jahre alt. Woran das Tier gestorben ist:

Das schielende Opossum Heidi des Leipziger Zoos hat seine weltberühmt gewordenen Augen für immer geschlossen. Todesursache ist Altersschwäche. “Bereits seit einigen Wochen waren bei der Beutelratte Alterserscheinungen wie Bewegungsunlust und Arthrose aufgetreten, die mit Vitaminpräparaten und anderen Medikamenten behandelt wurden“, teilte der Zoo am Mittwoch mit.

Nach vorübergehender Besserung habe sich der Zustand des mehr als dreieinhalb Jahre alten Tieres in den letzten Tagen trotz intensiver medizinischer Betreuung zunehmend verschlechtert, sodass es am Mittwoch eingeschläfert werden musste. Die schielende Heidi war wegen ihres Silberblicks Ende vergangenen Jahres weltberühmt geworden.

Tierischer Star: Heidi-das schielende Opossum

Tierischer Star: Heidi-das schielende Opossum

Das zweijährige Opossum "Heidi" war nach einem Fototermin im Dezember bekanntgeworden. Es hat einen Silberblick. © Zoo Leipzig
Heidi lebt im Zoo Leipzig. Bald soll die Beutelratte in die derzeit entstehende Tropenhalle “Gondwanaland“ des Leipziger Zoos einziehen © dpa
Demnächst soll ein Heidi-Plüschtier auf den Markt kommen. Ein erster Entwurf ist bereits fertig. © dpa
Heidi hat einen Silberblick und ist übergewichtig. In freier Wildbahn hätte sie deshalb keine Überlebenschance. © dpa
Schau mir in die Augen Baby. © dpa
Heidi ist zwei Jahre alt. © Zoo Leipzig
Bei Facebook hat "Heidi" über 100.000 Fans. Kanzlerin Angela Merkel hat nur rund 65.000 Anhänger. © Screenshot Facebook

Heidi war aus dem US-amerikanischen North Carolina, wo sie als Findelkind in einer Wildtier-Station aufgezogen worden, in den Leipziger Zoo gekommen. Auf Fotos, die für Werbezwecke geschossen wurden, fiel ihr Schielen auf. Grund für die Augenfehlstellung waren Untersuchungen nach Fetteinlagerungen in den Augenhöhlen. Diese eher uncharmante Diagnose änderte nichts daran, dass Heidi weltweit zum Medienstar aufstieg.

Heidi auch in Plüsch

Nicht nur auf “Facebook“, wo sie zuletzt fast 333.000 Freunde hatte, war das Opossum ein Star. Die Kösener Spielzeug Manufaktur produzierte Heidi in Plüsch, eine Handy-App wurde entwickelt, der US-amerikanische Fernsehsender ABC setzte sie als Orakel für die diesjährige Oscar-Verleihung ein. Und Heidi enttäuschte nicht: Sie tippte richtig, dass Natalie Portman (“Black Swan“) und Colin Firth (“The King's Speech“) als beste Hauptdarsteller die begehrten Trophäen in Empfang nehmen würden.

Heidi war auch der Star in der Tropenhalle “Gondwanaland“ des Leipziger Zoos, die im Juli eröffnet wurde. Hunderttausende Besucher versuchten, einen Blick auf das eigentlich nachtaktive Tier zu erhaschen. Anfang September machten dann erste Berichte die Runde, wonach sich bei Heidi Alterserscheinungen bemerkbar machten.

Der Bad Kösener Plüschtierproduzent zeigte sich am Mittwoch überrascht vom Tod des schielenden Opossums Heidi. “Wir wussten noch gar nichts davon, dass Heidi gestorben ist“, sagte die Geschäftsführerin der Kösener Spielzeug Manufaktur Constanze Schache auf dapd-Anfrage. Der Zoo habe sich bei dem Spielzeughersteller, der die Lizenz für die Produktion von Heidi-Plüschtieren hat, bisher noch nicht gemeldet. Welche Auswirkungen der Tod von Heidi auf die Plüschtierproduktion haben wird, sei noch ungewiss.

dpa/dapd

Rubriklistenbild: © dpa

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