Sie rechneten mit Waffen und Bargeld

Polizei holt Panzerknacker, um Tresor zu öffnen - und erlebt eine große Überraschung

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Der Tresor wurde am Freitagmorgen geöffnet.

Ein Mann erzählt der Polizei, in seiner ehemaligen Wohnung stehe ein Tresor mit Waffen und Bargeld - doch er habe den Schlüssel verloren. Mit großem Aufwand holen die Beamten den Safe aus dem Haus, lassen sogar einen Panzerknacker anrücken.

Lüdenscheid - Der Besitzer - ein 32-jähriger Dortmunder - hatte vor rund zwei Wochen die Polizei gerufen, weil er nicht in seine vermeintliche Wohnung kam. Vor Ort kam es zum Streit. Im Weggehen informierte der aggressive Mann die Polizisten darüber, dass in dem Tresor Waffen und Bargeld seien. 

Die Polizei musste den Hinweis ernstnehmen. Zur Verhinderung einer Straftat wurde der Tresor durch das THW sichergestellt und an der Polizeiwache abgestellt. Anschließend wurde ein Panzerknacker engagiert, der den Tresor öffnen sollte

Panzerknacker braucht eine Stunde, um Tresor zu öffnen

Am Freitagmorgen war es dann so weit. Mit einem Trennschleifer rückte der Fachmann dem Safe zu Leibe. Mit dabei: Polizisten, die den Tresoraufbruch als Zeugen kontrollierten. Bei den Arbeiten ging eine Scheibe der Flex zu Bruch. Nach mehr als einer Stunde schließlich gab der Panzerknacker den Blick ins Innere frei. 

Und fanden: Keine Waffen, kein Bargeld. 

Polizeisprecher Christof Hüls kann sich ein Schmunzeln nicht verkneifen: "Darin befanden sich eine halbe Packung Tapetenkleister und eine Packung Zigaretten. Inhalt unbekannt." 

Der Inhalt: eine Packung Zigaretten und eine Packung Tapetenkleister.

Polizei hatte keine andere Wahl, als den Safe öffnen zu lassen

"Viel Aufwand um nichts", fasst Hüls die Geschichte um den Tresor zusammen. Er macht aber auch deutlich, dass die Polizei keine andere Wahl hatte, als den Tresor öffnen zu lassen. "Wir können einen Hinweis auf Waffen nicht einfach ignorieren." Nachdem der Schlüssel nicht aufzutreiben war, blieb nur die gewaltsame Öffnung.

Der 32-Jährige wird eine Rechnung über das Öffnen des Tresors erhalten, berichtet das Portal come-on.de*. Der Geldschrank wird verschrottet.

Der Tresor diente laut Polizei offenbar einer Firma, die früher ihr Büro dort hatte, als sichere Verwahrung für Unterlagen oder Wertsachen. Nach unbestätigten Angaben stand er mindestens  seit 1956 dort. Der Tresor trägt kein Typenschild. 

*come-on.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digitital-Redaktionsnetzwerkes

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