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Papst-Rede im Bundestag: Die wichtigsten Aussagen

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Papst Benedikt XVI. spricht am Donnerstag in Berlin im Bundestag.

Berlin - Erstmals hat mit Benedikt XVI. ein Papst im Bundestag gesprochen. Hier können Sie die wichtigsten Passagen der Rede nachlesen:

“Es ist mir Ehre und Freude, vor diesem Hohen Haus zu sprechen (...). In dieser Stunde wende ich mich an Sie, verehrte Damen und Herren - gewiss auch als Landsmann (...). Aber die Einladung zu dieser Rede gilt mir als Papst, als Bischof von Rom, der die oberste Verantwortung für die katholische Christenheit trägt. Sie anerkennen damit die Rolle, die dem Heiligen Stuhl als Partner innerhalb der Völker- und Staatengemeinschaft zukommt. (...)

Dem Recht zu dienen und der Herrschaft des Unrechts zu wehren ist und bleibt die grundlegende Aufgabe des Politikers. In einer historischen Stunde, in der dem Menschen Macht zugefallen ist, die bisher nicht vorstellbar war, wird diese Aufgabe besonders dringlich. Der Mensch kann die Welt zerstören. Er kann sich selbst manipulieren. Er kann sozusagen Menschen machen und Menschen vom Menschsein ausschließen.

Der Papst in Deutschland: Die ersten Bilder

Der Papst in Deutschland: Die ersten Bilder

Papst Benedikt XVI. spricht im Bundestag in Berlin. © dpa
Papst Benedikt XVI. spricht im Bundestag in Berlin. © dpa
Papst Benedikt XVI. spricht im Bundestag in Berlin. © dpa
Papst Benedikt XVI. spricht im Bundestag in Berlin. © dpa
Papst Benedikt XVI. spricht im Bundestag in Berlin. © dpa
Papst Benedikt XVI. spricht im Bundestag in Berlin. © dpa
Katholiken im Olympiastadion in Berlin. Die Bundstags-Rede des Papstes wurde ins Stadion übertragen. Am Abend wird Benedikt XVI. eine Heilige Messe im Olympiastadion feiern. © dpa
Katholiken im Olympiastadion in Berlin. Die Bundstags-Rede des Papstes wurde ins Stadion übertragen. Am Abend wird Benedikt XVI. eine Heilige Messe im Olympiastadion feiern. © dpa
Katholiken im Olympiastadion in Berlin. Die Bundstags-Rede des Papstes wurde ins Stadion übertragen. Am Abend wird Benedikt XVI. eine Heilige Messe im Olympiastadion feiern. © dpa
Katholiken im Olympiastadion in Berlin. Die Bundstags-Rede des Papstes wurde ins Stadion übertragen. Am Abend wird Benedikt XVI. eine Heilige Messe im Olympiastadion feiern. © dpa
Katholiken im Olympiastadion in Berlin. Die Bundstags-Rede des Papstes wurde ins Stadion übertragen. Am Abend wird Benedikt XVI. eine Heilige Messe im Olympiastadion feiern. © dpa
Katholiken im Olympiastadion in Berlin. Die Bundstags-Rede des Papstes wurde ins Stadion übertragen. Am Abend wird Benedikt XVI. eine Heilige Messe im Olympiastadion feiern. © dpa
Katholiken im Olympiastadion in Berlin. Die Bundstags-Rede des Papstes wurde ins Stadion übertragen. Am Abend wird Benedikt XVI. eine Heilige Messe im Olympiastadion feiern. © dpa
Katholiken im Olympiastadion in Berlin. Die Bundstags-Rede des Papstes wurde ins Stadion übertragen. Am Abend wird Benedikt XVI. eine Heilige Messe im Olympiastadion feiern. © dpa
Katholiken im Olympiastadion in Berlin. Die Bundstags-Rede des Papstes wurde ins Stadion übertragen. Am Abend wird Benedikt XVI. eine Heilige Messe im Olympiastadion feiern. © dpa
Katholiken im Olympiastadion in Berlin. Die Bundstags-Rede des Papstes wurde ins Stadion übertragen. Am Abend wird Benedikt XVI. eine Heilige Messe im Olympiastadion feiern. © dpa
Katholiken im Olympiastadion in Berlin. Die Bundstags-Rede des Papstes wurde ins Stadion übertragen. Am Abend wird Benedikt XVI. eine Heilige Messe im Olympiastadion feiern. © dpa
Katholiken im Olympiastadion in Berlin. Die Bundstags-Rede des Papstes wurde ins Stadion übertragen. Am Abend wird Benedikt XVI. eine Heilige Messe im Olympiastadion feiern. © dpa
Katholiken im Olympiastadion in Berlin. Die Bundstags-Rede des Papstes wurde ins Stadion übertragen. Am Abend wird Benedikt XVI. eine Heilige Messe im Olympiastadion feiern. © dpa
Der Ministerpräsident von Bayern, Horst Seehofer (CSU, l.), die Bundesministerin für Soziales und Arbeit, Ursula von der Leyen (CDU, M.), und der Ministerpräsident von Niedersachsen, David Mc Allister (CDU ,r.) unterhalten sich am Donnerstag in Berlin im Bundestag vor Beginn der Rede von Papst Benedikt XVI. © AP
Der kleine Pius (vorne, M.) zeigt am Donnerstag in Berlin vor dem Gebäude der Deutschen Bischofskonferenz Papst Benedikt XVI. (r.) mit den Fingern, wie alt er ist. © dapd
Die Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion fuer Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dorothee Bär (CSU, l.), sitzt am Donnerstag in Berlin vor der Rede von Papst Benedikt XVI. in bayerischer Tracht (Dirndl) im Bundestag. © dapd
Reinhard Marx (l.), Erzbischof von München und Freising, und Ludwig Schick, Erzbischof von Bamberg, unterhalten sich am Donnerstag in Berlin vor der Rede von Papst Benedikt XVI. im Bundestag. © dapd
Der Präsident des Deutschen Bundestages, Norbert Lammert, und die parlamentarische Geschaeftsführerin der Linksfraktion im Bundestag, Dagmar Enkelmann, unterhalten sich am Donnerstag in Berlin vor der Rede von Papst Benedikt XVI. im Bundestag. © dapd
Ein Polizeibeamter streichelt am Donnerstag im Bundestag in Berlin einen Hund, mit dessen Hilfe er den Saal vor der Rede von Papst Benedikt XVI. durchsucht. © dapd
Ein Bombenspürhund beschnüffelt das Rednerpult des Bundestags. Hier wird der Heilige Vater später sprechen. © dpa
Papst Benedikt XVI. im Gespräch mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Sitz der Deutschen Bischofskonferenz in Berlin. © dpa
Papst Benedikt XVI. im Gespräch mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Sitz der Deutschen Bischofskonferenz in Berlin. © dpa
Papst Benedikt XVI. im Gespräch mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Sitz der Deutschen Bischofskonferenz in Berlin. © dpa
Ministranten auf dem Weg zum Olympiastadion in Berlin, wo der Papst um 18.30 Uhr eine Heilige Messe feiern wird. © dpa
"Ich bin Christ", steht auf dem T-Shirt dieses Gottesdienstbesuchers, der sich auf den Weg zum Olympiastadion in Berlin macht. © dpa
Originelle Botschaft: "Atheismus kann doch jeder", steht auf der Rückseite des T-Shirts dieses Gottesdienstbesuchers. © dpa
Ein Polizist versiegelt am Donnerstag einen Gullideckel auf dem Domplatz in Erfurt. Am Samstag (24.09.11) wird Papst Benedikt XVI. auf dem Domplatz eine Eucharistie-Messe zelebrieren. © dapd
Ein Polizei-Spürhund liegt vor der Rede von Papst Benedikt XVI. im Bundestag. © dpa
Papst Benedikt XVI. mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und deren Mann, Professor Joachim Sauer am Sitz der Deutschen Bischofskonferenz in Berlin. © dpa
Polizisten sprechen mit Passanten vor einer Straßensperre in Berlin. © dpa
Papst Benedikt XVI. winkt in Schloss Bellevue, dem Amtssitz des Bundespräsidenten in Berlin. © dpa
Papst Benedikt XVI. trägt sich in Schloss Bellevue ins Gästebuch von Bundespräsident Christian Wulff (links) ein. © dpa
Papst Benedikt XVI. trägt sich in Schloss Bellevue ins Gästebuch des Bundespräsidenten ein. © AP
Papst Benedikt XVI. spricht in Schloss Bellevue. Rechts: Hausherr und Bundespräsident Christian Wulff. © dpa
Papst Benedikt XVI. spricht in Schloss Bellevue. © AP
Papst Benedikt XVI. in Schloss Bellevue vor der Ehrenformation der Bundeswehr. © dpa
Kardinäle vor der Ehrenformation der Bundeswehr in Schloss Bellevue. © dpa
Papst Benedikt XVI. in Schloss Bellevue vor der Ehrenformation der Bundeswehr. © dpa
Papst Benedikt XVI. in Schloss Bellevue vor der Ehrenformation der Bundeswehr. © AP
Bischöfe applaudieren in Schloss Bellevue. © dpa
Papst Benedikt XVI. in Schloss Bellevue vor einer Kapelle der Bundeswehr. © AP
Der Papst freut sich über die Begrüßung in Schloss Bellevue. © dpa
Papst Benedikt XVI. trifft am Donnerstag in Schloss Bellevue, dem Amtssitz von Bundespräsident Christian Wulff in Berlin ein. © dpa
Die Ehrenformation der Bundeswehr marschiert vor dem Papst in Schloss Bellevue. © dpa
Welch ein Unterschied: Links die roten Schuhe des Papstes. Rechts die schwarzen Pumps von Bettina Wulff. In der Mitte die schwarzen Schuhe des Bundespräsidenten. © dpa
Welch ein Unterschied: Rechts die roten Schuhe des Papstes. Links die schwarzen Pumps von Bettina Wulff. © dpa
Papst Benedikt XVI. vor Schloss Bellevue mit Bundespräsident Christian Wulff und dessen Frau Bettina. © dpa
Anhänger winken, als die Limousine mit dem Papst fährt zum Schloss Bellevue, dem Amtssitz des Bundespräsidenten. © dpa
Die Limousine mit dem Papst fährt zum Schloss Bellevue, dem Amtssitz des Bundespräsidenten. © dpa
Die Limousine mit dem Papst fährt zum Schloss Bellevue, dem Amtssitz des Bundespräsidenten. © dpa
Papst Benedikt XVi. begrüßt Anhänger am Flughafen Berlin-Tegel. © AP
Papst Benedikt XVi. begrüßt zwei Kinder am Flughafen Berlin-Tegel. © dpa
Papst Benedikt XVI. schüttelt am Flughafen Berlin-Tegel die Hände von Anhängern. © dpa
Ganz schön windig auf dem Flughafen Berlin-Tegel: Papst Benedikt XVI. mit Kanzlerin Angela Merkel uns Bundespräsident Christian Wulff. © dpa
Der Wind bläst als Papst Benedikt XVI. mit Bundespräsident Christian Wulff spricht. © AP
Kanzlerin Angela Merkel (CDU) stellt Papst Benedikt XVI. die Mitglieder ihres Bundeskabinetts vor. © dpa
 © AP
Herzlich Willkommen, Heiliger Vater! Der Papst ist in Deutschland angekommen. © dpa
Herzlich Willkommen, Heiliger Vater! Der Papst ist in Deutschland angekommen. © AP
Hinter dem Fenster der landenden Alitalia-Maschine ist der Heilige Vater zu erkennen. © dpa
Eurofighter, die den Papst-Flieger begelitet haben ziehen über Berlin. © dpa
Der Alitalia-Flug mit Papst Benedikt XVI. an Bord landet auf dem Flughafen Tegel in Berlin. © dpa
Zwei Eurofighter der Luftwaffe eskortieren am Donnerstag das Flugzeug der Alitalia (unten) mit Papst Benedikt XVI. an Bord beim Landeanflug auf den Flughafen Berlin Tegel. © AP
Papst Benedikt XVI. spricht an Bord des Alitalia-Fluges nach Deutschland. © dpa
Papst Benedikt XVI. spricht an Bord des Alitalia-Fluges nach Deutschland. © dpa
Medienvertreter warten am Flughafen Berlin-Tegel auf die Ankunft von Papst Benedikt XVI. © dpa
Auf geht's in die Heimat: Papst Benedikt XVI. betritt am Donnerstagmorgen auf dem Flughafen Ciampino in Rom  ein Flugzeug der italienischen Fluglinie Alitalia. © AP
Auf geht's in die Heimat: Papst Benedikt XVI. betritt am Donnerstagmorgen auf dem Flughafen Ciampino in Rom  ein Flugzeug der italienischen Fluglinie Alitalia. © AP
Auf geht's in die Heimat: Papst Benedikt XVI. betritt am Donnerstagmorgen auf dem Flughafen Ciampino in Rom  ein Flugzeug der italienischen Fluglinie Alitalia. © AP
Auf geht's in die Heimat: Papst Benedikt XVI. betritt am Donnerstagmorgen auf dem Flughafen Ciampino in Rom  ein Flugzeug der italienischen Fluglinie Alitalia. © AP
Auf geht's in die Heimat: Papst Benedikt XVI. betritt am Donnerstagmorgen auf dem Flughafen Ciampino in Rom  ein Flugzeug der italienischen Fluglinie Alitalia. © AP
Scharfschützen haben sich auf einer Gangway auf dem Flughafen in Tegel am Donnerstag in Berlin in Position gebracht. © dpa
Ein Mann fegt den Roten Teppich am Flughafen Berlin-Tegel für den Papst. © dpa
Ein Mann fegt den Roten Teppich am Flughafen Berlin-Tegel für den Papst. © dpa
Ein Mann fegt den Roten Teppich am Flughafen Berlin-Tegel für den Papst. © dpa
Die Flaggen des Vatikans, der Bundesrepublik Deutschland und der EU auf dem Flughafen Berlin-Tegel. Ein Mann fegt den Roten Teppich für den Papst. © dpa
Die Flaggen des Vatikans, der Bundesrepublik Deutschland und der EU auf dem Flughafen Berlin-Tegel. © dpa
Die Ehrengarde der Bundeswehr ist auf dem Flughafen Berlin-Tegel aufmarschiert. © dpa
Die Ehrengarde der Bundeswehr marschiert auf dem Flughafen Berlin-Tegel auf. © dpa
Ein Schild in Berlin kündigt am Donnerstag umfangreiche Sperrungen in der Innenstadt und ums Olympiastadion wegen des Papstbesuches an. © dpa
Ein Schild in Berlin kündigt am Donnerstag umfangreiche Sperrungen in der Innenstadt und ums Olympiastadion wegen des Papstbesuches an. © dpa
Ein Pilger trägt am Donnerstag in Berlin ein T-Shirt mit einem Bild von Papst Benedikt XVI. auf dem Rücken. © dapd
Eine Passantin schaut am Mittwoch in Erfurt auf dem Domplatz durch den Absperrzaum am Pilgerfeld. Papst Benedikt XVI. wird am Samstag (24.09.11) bei seinem Besuch in Thüringen auf dem Erfurter Domplatz eine Eucharistie-Messe zelebrieren. © dapd

Wie erkennen wir, was recht ist? Wie können wir zwischen Gut und Böse, zwischen wahrem Recht und Scheinrecht unterscheiden? (...) In einem Großteil der rechtlich zu regelnden Materien kann die Mehrheit ein genügendes Kriterium sein. Aber dass in den Grundfragen des Rechts, in denen es um die Würde des Menschen und der Menschheit geht, das Mehrheitsprinzip nicht ausreicht, ist offenkundig: Jeder Verantwortliche muss sich bei der Rechtsbildung die Kriterien seiner Orientierung suchen. (...)

Von dieser Überzeugung her haben die Widerstandskämpfer gegen das Naziregime und gegen andere totalitäre Regime gehandelt und so dem Recht und der Menschheit als ganzer einen Dienst erwiesen. Für diese Menschen war es unbestreitbar evident, dass geltendes Recht in Wirklichkeit Unrecht war. (...)

Wenn damit bis in die Zeit der Aufklärung, der Menschenrechtserklärung nach dem Zweiten Weltkrieg und in der Gestaltung unseres Grundgesetzes die Frage nach den Grundlagen der Gesetzgebung geklärt schien, so hat sich im letzten halben Jahrhundert eine dramatische Veränderung der Situation zugetragen. (...)

Deutschland freut sich auf den Papst: Die besten Bilder

Deutschland freut sich auf den Papst: Die besten Bilder

Die Wachsfigur von Papst Benedikt XVI. aus Madame Tussauds fährt am Mittwoch in Berlin in einem Sightseeingbus am Brandenburger Tor vorbei. Anlässlich des Besuchs des Papstes in der Hauptstadt wurde die Figur aus dem Wachsfigurenkabinett für einen Fototermin zu diesem Ausflug vom angestammten Platz in der Ausstellung geholt. © dpa/AP
Die Wachsfigur von Papst Benedikt XVI. aus Madame Tussauds fährt am Mittwoch in Berlin in einem Sightseeingbus am Brandenburger Tor vorbei. Anlässlich des Besuchs des Papstes in der Hauptstadt wurde die Figur aus dem Wachsfigurenkabinett für einen Fototermin zu diesem Ausflug vom angestammten Platz in der Ausstellung geholt. © dpa/AP
Die Wachsfigur von Papst Benedikt XVI. aus Madame Tussauds fährt am Mittwoch in Berlin in einem Sightseeingbus am Brandenburger Tor vorbei. Anlässlich des Besuchs des Papstes in der Hauptstadt wurde die Figur aus dem Wachsfigurenkabinett für einen Fototermin zu diesem Ausflug vom angestammten Platz in der Ausstellung geholt. © dpa/AP
Passant versucht am Mittwoch in Erfurt durch Lücken im Bauzaun auf den Domplatz zu schauen. Hier findet am 24. September ein Gottesdienst mit Papst Benedikt XVI. statt. Der Papst besucht Deutschland vom 22. bis 25. September. © dpa/AP
Passanten versuchen am Mittwoch in Erfurt durch Lücken im Bauzaun auf den Domplatz zu schauen. Hier findet am 24. September ein Gottesdienst mit Papst Benedikt XVI. statt. Der Papst besucht Deutschland vom 22. bis 25. September. © dpa/AP
Passanten versuchen am Mittwoch in Erfurt durch Lücken im Bauzaun auf den Domplatz zu schauen. Hier findet am 24. September ein Gottesdienst mit Papst Benedikt XVI. statt. Der Papst besucht Deutschland vom 22. bis 25. September. © dpa/AP
Ein Schild teilt am Mittwoch in Erfurt die Sperrung des Doms während der Vorbereitungen des Papstbesuchs mit. Papst Benedikt XVI. wird am 23. September den Dom besichtigen. Der Papst besucht Deutschland vom 22. bis 25. September. © dpa/AP
Die Wachsfigur von Papst Benedikt XVI. aus Madame Tussauds fährt am Mittwoch in Berlin in einem Sightseeingbus am Brandenburger Tor vorbei. Anlässlich des Besuchs des Papstes in der Hauptstadt wurde die Figur aus dem Wachsfigurenkabinett für einen Fototermin zu diesem Ausflug vom angestammten Platz in der Ausstellung geholt. © dpa/AP
Absperrgitter stehen am Mittwoch in Berlin anlässlich des Besuches von Papst Benedikt XVI. auf dem Olympischen Platz vor dem Olympiastadion vor einem Parkverbotsschild und einem Pavillon-Zelt. Das katholische Kirchenoberhaupt besucht von Donnerstag (22.09.11) bis Sonntag (25.09.11) die Städte Berlin, Erfurt und Freiburg. © dpa/AP
Sicherheitsleute stehen am Mittwoch in Berlin anlässlich der Vorbereitungen des Besuches von Papst Benedikt XVI. vor dem Olympiastadion. Das katholische Kirchenoberhaupt besucht von Donnerstag (22.09.11) bis Sonntag (25.09.11) die Städte Berlin, Erfurt und Freiburg. © dpa/AP
Fahnen mit der Aufschrift "Papstbesuch 2011 Berlin" hängen am Mittwoch in Berlin anlässlich des Besuches von Papst Benedikt XVI. auf dem Dach des Olympiastadions zwischen gelb-weissen Fahnen. Das katholische Kirchenoberhaupt besucht von Donnerstag (22.09.11) bis Sonntag (25.09.11) die Städte Berlin, Erfurt und Freiburg. © dpa/AP
Zwei türkische Muslime - ein Mann und eine Frau mit Kopftuch - gehen am Mittwoch in Berlin an einem riesigen Plakat, das Papst Benedikt XVI auf einer Zeitungsseite zeigt, vorbei. © dpa/AP
Eine junge Frau fährt auf einem Farrad am Mittwoch in Berlin an einem riesigen Plakat, das Papst Benedikt XVI auf einer Zeitungsseite zeigt, vorbei. © dpa/AP
Eine junge Frau mit Migrationshintergrund nimmt ihre Sonnenbrille ab, als sie am Mittwoch in Berlin auf ein riesiges Plakat blickt, das Papst Benedikt XVI auf einer Zeitungsseite zeigt. © dpa/AP
Helfer hissen am Mittwoch am Brandenburger Tor in Berlin die Flagge des Vatikans für den Papstbesuch. Papst Benedikt XVI. kommt vom 22. - 25.09.2011 zum Staatsbesuch nach Deutschland. © dpa/AP
Helfer hissen am Mittwoch am Brandenburger Tor in Berlin die Flagge des Vatikans für den Papstbesuch. Papst Benedikt XVI. kommt vom 22. - 25.09.2011 zum Staatsbesuch nach Deutschland. © dpa/AP
Die Flagge des Vatikans weht für den Papstbesuch am Mittwoch vor dem Reichstag in Berlin im Wind. Papst Benedikt XVI. kommt vom 22. - 25.09.2011 zum Staatsbesuch nach Deutschland. © dpa/AP
Die Flagge des Vatikans weht für den Papstbesuch am Mittwoch vor dem Reichstag in Berlin im Wind. Papst Benedikt XVI. kommt vom 22. - 25.09.2011 zum Staatsbesuch nach Deutschland. © dpa/AP
Fernsehsender bauen am Mittwoch vor dem Schloss Bellevue ihre Kamerapodeste und Studios für den Papstbesuch auf. Papst Benedikt XVI. kommt vom 22. - 25.09.2011 zum Staatsbesuch nach Deutschland. © dpa/AP
Fernsehsender bauen am Mittwoch vor dem Schloss Bellevue ihre Kamerapodeste und Studios für den Papstbesuch auf. Papst Benedikt XVI. kommt vom 22. - 25.09.2011 zum Staatsbesuch nach Deutschland. © dpa/AP
Ein Mitarbeiter des Vatikan besichtigt am Mittwoch in Berlin den Plenarsaal des Deutschen Bundestages. Papst Benedikt XVI., spricht am Donnerstag (22.09.2011) im Rahmen seines Deutschland-Besuches, im deutschen Parlament. © dpa/AP
Postkarten mit dem Foto des Papstes sind am Mittwoch an einem Souvenirstand am Brandenburger Tor in Berlin zu sehen. Papst Benedikt XVI. kommt vom 22. - 25.09.2011 zum Staatsbesuch nach Deutschland. © dpa/AP
Sicherheitsgitter stehen am Mittwoch in Berlin während der Vorbereitungen für den Besuch von Papst Benedikt XVI. vor der Apostolischen Nuntiatur zur Aufstellung bereit. © dpa/AP
Ein Mann geht am Mittwoch bei der Wallfahrtskapelle Etzelbach bei Steinbach (Thüringen) an den Bühnenaufbauten für den Papstauftritt vorbei. Papst Benedikt XVI. hält hier am 23. September 2011 eine Marianische Vesper. © dpa/AP
Sicherheitsgitter stehen am Mittwoch in Berlin während der Vorbereitungen für den Besuch von Papst Benedikt XVI. vor der Apostolischen Nuntiatur zur Aufstellung bereit. © dpa/AP
Das Kreuz auf der Bühne für den Papstbesuch steht am Mittwoch bei der Wallfahrtskapelle Etzelsbach bei Steinbach (Thüringen) noch etwas schief. Papst Benedikt XVI. hält hier am 23. September 2011 eine Marianische Vesper. © dpa/AP
Nahezu leer sind am Mittwoch auf dem Gelände neben der Wallfahrtskapelle Etzelsbach bei Steinbach (Thüringen) die Stuhlreihen. Papst Benedikt XVI. hält hier am 23. September 2011 eine Marianische Vesper. © dpa/AP
Zwei Gläubige zünden am Mittwoch in der Wallfahrtskapelle Etzelsbach bei Steinbach (Thüringen) Kerzen an. Papst Benedikt XVI. hält hier am 23. September 2011 eine Marianische Vesper. © dpa/AP
Mit einem Traktor wird am Mittwoch vor dem Bühenbereich neben der Wallfahrtskapelle Etzelsbach bei Steinbach (Thüringen) Rindenmulch verteilt. Papst Benedikt XVI. hält hier am 23. September 2011 eine Marianische Vesper. © dpa/AP
Einsatzwagen der Polizei stehen am Mittwoch in Berlin während der Vorbereitungen für den Besuch von Papst Benedikt XVI. vor der St. Johannes Basilika nahe der Apostolischen Nuntiatur. © dpa/AP
Die Sonne scheint am Mittwoch auf die Wallfahrtskapelle Etzelsbach bei Steinbach (Thüringen). Papst Benedikt XVI. hält hier am 23. September 2011 eine Marianische Vesper. © dpa/AP
Ein Willkommensplakat der polnischen Gemeinde für Papst Benedikt XVI. hängt am Mittwoch in Berlin während der Vorbereitungen für den Besuch des Papstes an der St. Johannes Basilika nahe der Apostolischen Nuntiatur. © dpa/AP
Der Eingang zur Apostolischen Nuntiatur in Berlin, aufgenommen am Mittwoch während der Vorbereitungen für den Besuch von Papst Benedikt XVI. Rund um die Apostolische Nuntiatur in Neukölln hat die Polizei einen Tag vor dem Besuch des Papstes damit begonnen Sicherheitsgitter aufzustellen. © dpa/AP
Sicherheitsgitter stehen am Mittwoch in Berlin während der Vorbereitungen für den Besuch von Papst Benedikt XVI. vor der Apostolischen Nuntiatur zur Aufstellung bereit. © dpa/AP
Absperrgitter stehen am Mittwoch in Berlin in Vorbereitung des Besuchs von Papst Benedikt XVI. vor dem Reichstagsgebäude. © dpa/AP
Absperrgitter stehen am Mittwoch in Berlin in Vorbereitung des Besuchs von Papst Benedikt XVI. vor dem Reichstagsgebäude. © dpa/AP
Absperrgitter stehen am Mittwoch in Berlin in Vorbereitung des Besuchs von Papst Benedikt XVI. vor dem Reichstagsgebäude. © dpa/AP
Der päpstliche Stuhl steht am Mittwoch auf einer Bühne neben der Wallfahrtskapelle Etzelsbach bei Steinbach (Thüringen). Papst Benedikt XVI. hält hier am 23. September 2011 eine Marianische Vesper. © dpa/AP
Zwei Personen betrachten am Mittwoch im Olympiastadion in Berlin die Vorbereitungen für die Papst-Messe. © dpa/AP
Ein Arbeiter trägt am Mittwoch im Olympiastadion in Berlin während der Vorbereitungen für die Papst-Messe Absperrgitter durch Stuhlreihen. © dpa/AP
Arbeiter fahren am Mittwoch im Olympiastadion in Berlin während der Vorbereitungen für die Papst-Messe in einer Hebebühne. © dpa/AP
Ein Arbeiter trägt am Mittwoch im Olympiastadion in Berlin während der Vorbereitungen für die Papst-Messe Absperrgitter durch Stuhlreihen. © dpa/AP
Arbeiter fahren am Mittwoch im Olympiastadion in Berlin während der Vorbereitungen fuer die Papst-Messe in einer Hebebühne. © dpa/AP
Blick auf die päpstlichen Bühnen bei der Wallfahrtskapelle Etzelsbach bei Steinbach (Thüringen), aufgenommen am Mittwoch. © dpa/AP
Arbeiter fahren am Mittwoch im Olympiastadion in Berlin während der Vorbereitungen für die Papst-Messe in einer Hebebühne. © dpa/AP
Arbeiter fahren am Mittwoch im Olympiastadion in Berlin während der Vorbereitungen für die Papst-Messe in einer Hebebühne. © dpa/AP
Die Bühne für die Papst-Messe ist am Mittwoch im Olympiastadion in Berlin während der Vorbereitungen für die Papst-Messe auf einer Leinwand zu sehen. © dpa/AP
Der Bühnenarbeiter Yves Franck errichtet am Mittwoch im Olympiastadion in Berlin ein Rollstuhlfahrerpodest anlässlich des Besuches von Papst Benedikt XVI. in Berlin und der Messe im Olympiastadion am Donnerstag (22.09.11). Das katholische Kirchenoberhaupt besucht von Donnerstag (22.09.11) bis Sonntag (25.09.11) die Städte Berlin, Erfurt und Freiburg. © dpa/AP
In Kreuzform liegen am Mittwoch bei der Wallfahrtskapelle Etzelsbach bei Steinbach (Thüringen) Wegweiser für Pilger auf dem Boden. Papst Benedikt XVI. hält hier am 23. September 2011 eine Marianische Vesper. © dpa/AP
Die Flagge des Vatikans weht am Mittwoch vor dem Brandenburger Tor in Berlin im Wind. Papst Benedikt XVI. kommt vom 22. - 25.09.2011 zum Staatsbesuch nach Deutschland. © dpa/AP
Arbeiter bauen am Mittwoch im Olympiastadion in Berlin anlässlich des Besuches von Papst Benedikt XVI. in Berlin und der Messe im Olympiastadion am Donnerstag (22.09.11) die Tribüne auf. © dpa/AP
Ein Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma baut am Mittwoch vor dem Münster in Freiburg ein Absperrgitter auf. Am Samstag (24.09.2011) wird Papst Benedikt XVI. für zwei Tage Freiburg besuchen. © dpa/AP
Barny Sancakli (l), Chef einer Ulmer Sicherheitsfirma, befestigt am Mittwoch mit seinem Mitarbeiter Alexander Schmidt (r) auf dem Flugplatzgelände in Freiburg eine Sicherheitskordel. Am Sonntag (25.09.2011) wird dort Papst Benedikt XVI vor mehr als 100 000 Menschen eine Messe halten. © dpa/AP
Ein Auto fährt am Mittwoch am Messegelände in Freiburg an einem riesigen Plakat mit dem Schriftzug "Wir sind Papst" vorbei. Am Sonntag (25.09.2011) wird dort Papst Benedikt XVI vor mehr als 100 000 Menschen eine Messe halten. © dpa/AP
Die Flagge des Vatikans weht am Mittwoch vor dem Reichstag in Berlin. Papst Benedikt XVI. kommt vom 22. - 25.09.2011 zum Staatsbesuch nach Deutschland. © dpa/AP
Ein Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma baut am Mittwoch vor dem historischen Kaufhaus in Freiburg ein Absperrgitter auf. Am Samstag (24.09.2011) wird Papst Benedikt XVI für zwei Tage Freiburg besuchen. © dpa/AP
Das Olympiastadion in Berlin, aufgenommen am Mittwoch während der Umbauarbeiten anlässlich des Besuches von Papst Benedikt XVI. in Berlin und der Messe im Olympiastadion am Donnerstag. © dpa/AP
Die Flagge des Vatikans weht am Mittwoch vor dem Reichstag in Berlin neben der Deutschlandfahne. Papst Benedikt XVI. kommt vom 22. - 25.09.2011 zum Staatsbesuch nach Deutschland. © dpa/AP
Ein Auto fährt am Mittwoch am Messegelände in Freiburg an einem Hinweisschild für den Papstbesuch vorbei. Am Sonntag (25.09.2011) wird dort Papst Benedikt XVI. vor mehr als 100 000 Menschen eine Messe halten. © dpa/AP
Blick in die Lourdesgrotte neben der Wallfahrtskapelle Etzelsbach bei Steinbach (Thüringen), aufgenommen am Mittwoch. Papst Benedikt XVI. hält hier am 23. September 2011 eine Marianische Vesper. © dpa/AP

Ich möchte kurz andeuten, wieso diese Situation entstanden ist. (...) Wenn man die Natur - mit den Worten von H. Kelsen - als “ein Aggregat von als Ursache und Wirkung miteinander verbundenen Seinstatsachen“ ansieht, dann kann aus ihr in der Tat keine irgendwie geartete ethische Weisung hervorgehen. Ein positivistischer Naturbegriff, der die Natur rein funktional versteht, so wie die Naturwissenschaft sie erkennt, kann keine Brücke zu Ethos und Recht herstellen, sondern wiederum nur funktionale Antworten hervorrufen.

Das gleiche gilt (...) für die Vernunft in einem positivistischen, weithin als allein wissenschaftlich angesehenen Verständnis. Was nicht verifizierbar oder falsifizierbar ist, gehört danach nicht in den Bereich der Vernunft im strengen Sinn. Deshalb müssen Ethos und Religion dem Raum des Subjektiven zugewiesen werden und fallen aus dem Bereich der Vernunft im strengen Sinn des Wortes heraus.

Bilder: Papst Benedikt XVI.

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Wo die alleinige Herrschaft der positivistischen Vernunft gilt - und das ist in unserem öffentlichen Bewusstsein weithin der Fall -, da sind die klassischen Erkenntnisquellen für Ethos und Recht außer Kraft gesetzt. Dies ist eine dramatische Situation, die alle angeht und über die eine öffentliche Diskussion notwendig ist, zu der dringend einzuladen eine wesentliche Absicht dieser Rede ist. (...)

Wo die positivistische Vernunft sich allein als die genügende Kultur ansieht und alle anderen kulturellen Realitäten in den Status der Subkultur verbannt, da verkleinert sie den Menschen, ja sie bedroht seine Menschlichkeit. Ich sage das gerade im Hinblick auf Europa, in dem weite Kreise versuchen, nur den Positivismus als gemeinsame Kultur und als gemeinsame Grundlage für die Rechtsbildung anzuerkennen, alle übrigen Einsichten und Werte unserer Kultur in den Status einer Subkultur verwiesen und damit Europa gegenüber den anderen Kulturen der Welt in einen Status der Kulturlosigkeit gerückt und zugleich extremistische und radikale Strömungen herausgefordert werden.

Die sich exklusiv gebende positivistische Vernunft, die über das Funktionieren hinaus nichts wahrnehmen kann, gleicht den Betonbauten ohne Fenster, in denen wir uns Klima und Licht selber geben, beides nicht mehr aus der weiten Welt Gottes beziehen wollen. Und dabei können wir uns doch nicht verbergen, dass wir in dieser selbst gemachten Welt im stillen doch aus den Vorräten Gottes schöpfen, die wir zu unseren Produkten umgestalten. Die Fenster müssen wieder aufgerissen werden, wir müssen wieder die Weite der Welt, den Himmel und die Erde sehen und all dies recht zu gebrauchen lernen.

Aber wie geht das? Wie finden wir in die Weite, ins Ganze? Wie kann die Vernunft wieder ihre Größe finden, ohne ins Irrationale abzugleiten? (...)

Ich erinnere an einen Vorgang in der jüngeren politischen Geschichte (...). Ich würde sagen, dass das Auftreten der ökologischen Bewegung in der deutschen Politik seit den 70er Jahren zwar wohl nicht Fenster aufgerissen hat, aber ein Schrei nach frischer Luft gewesen ist und bleibt, den man nicht überhören darf und nicht beiseiteschieben kann, weil man zu viel Irrationales darin findet.

Jungen Menschen war bewusstgeworden, dass irgendetwas in unserem Umgang mit der Natur nicht stimmt. Dass Materie nicht nur Material für unser Machen ist, sondern dass die Erde selbst ihre Würde in sich trägt und wir ihrer Weisung folgen müssen. (...) Wenn in unserem Umgang mit der Wirklichkeit etwas nicht stimmt, dann müssen wir alle ernstlich über das Ganze nachdenken und sind alle auf die Frage nach den Grundlagen unserer Kultur überhaupt verwiesen. (...)

An dieser Stelle müsste uns das kulturelle Erbe Europas zu Hilfe kommen. Von der Überzeugung eines Schöpfergottes her ist die Idee der Menschenrechte, die Idee der Gleichheit aller Menschen vor dem Recht, die Erkenntnis der Unantastbarkeit der Menschenwürde in jedem einzelnen Menschen und das Wissen um die Verantwortung der Menschen für ihr Handeln entwickelt worden. Diese Erkenntnisse der Vernunft bilden unser kulturelles Gedächtnis. Es zu ignorieren oder als bloße Vergangenheit zu betrachten, wäre eine Amputation unserer Kultur insgesamt und würde sie ihrer Ganzheit berauben.

Die Kultur Europas ist aus der Begegnung von Jerusalem, Athen und Rom - aus der Begegnung zwischen dem Gottesglauben Israels, der philosophischen Vernunft der Griechen und dem Rechtsdenken Roms entstanden. Diese dreifache Begegnung bildet die innere Identität Europas. Sie hat im Bewusstsein der Verantwortung des Menschen vor Gott und in der Anerkenntnis der unantastbaren Würde des Menschen, eines jeden Menschen Maßstäbe des Rechts gesetzt, die zu verteidigen uns in unserer historischen Stunde aufgegeben ist. (...)“

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