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Österreich: Lawine tötet 18-jährigen Deutschen

Innsbruck - Ein 18-jähriger Deutscher ist in Österreich in einer wahrscheinlich selbst ausgelösten Lawine ums Leben gekommen. Er war allein und abseits der Piste als das Unglück geschah.

Der junge Mann aus Baden-Württemberg fuhr am Samstagnachmittag in einem freien Skigelände bei Tschagguns (Vorarlberg) allein und abseits einer Piste im Tiefschnee. Dabei habe sich die Lawine gelöst und ihn mitgerissen, sagte am Sonntag ein Polizeisprecher.

„Er stürzte über die dortige Felswand ab - den sogenannten Holländerschrofen - und wurde verschüttet.“ Nach einer dreistündigen Suchaktion mit mehr als 100 Helfern sowie Hubschraubern und Lawinensuchhunden sei der 18-Jährige unter einer Schneedecke gefunden worden. Ein Notarzt habe jedoch nur noch den Tod feststellen können. Nach heftigem Neuschnee war am Samstag in Vorarlberg die Lawinenwarnstufe von 3 auf 4 hinaufgesetzt und eindringlich davor gewarnt worden, die gesicherten Pisten zu verlassen.

Riesenglück hatte ein 34-jähriger Deutscher, der am Samstag in Tirol eine Lawine auslöste: Der Mann wurde im Skigebiet bei Reutte abseits der gesicherten Pisten von etwa anderthalb Meter Schnee verschüttet. Er überlebte in einem Hohlraum, der ihm Luft zum Atmen bot. Gerettet wurde der Mann wohl nur, weil ein Mitglied der Bergrettung den Vorfall zufällig beobachtete und sofort die Suche nach dem Verschütteten aufnahm.

Nach viel Neuschnee und damit verbundenen Lawinensperren waren am Sonntag Tourismusorte im hinteren Paznauntal und auf Tiroler Seite des Arlberg wieder erreichbar. Seit Donnerstagabend war in den Regionen Nordalpen, Außerfern, Arlberg und Silvretta zum Teil mehr als ein Meter Neuschnee gefallen, in den Stubaier und Ötztaler Alpen, den Tuxer und Zillertaler sowie Kitzbüheler Alpen bis zu 70 Zentimeter.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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