Nicht nur Bavarese muss schließen

Emotionaler Abschied: Kult-Kneipe im Dreimühlenviertel sagt Servus

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Drei Münchner Kult-Lokale in unmittelbarer Umgebung machen überraschend zu. 
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Das Dreimühlenviertel in München war unter Kneipengängern und Gourmets schon lange ein bekannter Name. Doch jetzt machen dort gleich drei beliebte Lokale dicht.

Update vom 30. September 2019: Jetzt ist für immer Schluss: Nach fast 15 Jahren schloss das bayerisch-italienische Kultlokal Bavarese im Dreimühlenviertel am Sonntag endgültig seine Pforten. Zum Abschied schmiss Wirt Jan Oltznauer eine riesige Party – passenderweise mit Blasmusik und italienischen Klängen. Und hatte mehr als ein Tränchen in den Augen … „Es ist ein ganz komisches Gefühl, wie eine Mischung aus Halligalli und Beerdigung“, sagte Oltznauerdertz. 2005 hatte er das Restaurant mit seinen Partnern Filip Cerny und Stefan Böhm eröffnet und schnell in den Treffpunkt des Viertels verwandelt. Einer der Hauptgründe für die Schließung des Baverese sei der große Personalmangel. „Die Stadt wird einfach zu teuer, Küchenpersonal kann sich München nicht mehr leisten.“

Zum Grande Finale begrüßte das Bavarese-Team am Sonntag zum letzten Mal seine Gäste, dazu spielten die Blasmusikkapelle Eichenau in großer Besetzung und das Italo-Double Aldo Celentano. Und alle Bavarese-Fans sollten sich unbedingt nächsten Freitag und Samstag frei halten: Da wird auf einem Flohmarkt jeweils von 16 bis 21 Uhr alles verscherbelt – von der Schürze bis zu den Stühlen.

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Großes Gastro-Beben in München: Drei Kult-Restaurants müssen schließen

Unsere Ursprungsmeldung vom 29. Mai 2019:

München - Die bayerische Landeshauptstadt muss sich in Sachen Kulinarik und Nachtleben bestimmt nicht hinter Städten wie Hamburg oder Berlin verstecken. Allein das Hofbräuhaus lockt mit seiner Gemütlichkeit und echten bayerischen Schmankerln jährlich unzählige Touristen in die Isar-Metropole. Doch auch viele Geheimtipps und Kult-Kneipen finden sich überall in der Stadt verteilt. Jetzt müssen drei Lokale in unmittelbarer Nähe schließen und das Münchner Dreimühlenviertel verliert drei Urgesteine.

München: Die prominenten Besucher der Stadt müssen sich jetzt ein neues Lokal suchen

In einem Radius von gerade einmal 200 Metern gehen bei den Restaurants Makassar, Alla-Famiglia und Bavarese die Lichter aus. Allein das französisch-kreolische Gourmettempel Makassar gibt es bereits seit 27 Jahren. Viele Stars statteten dem Kult-Restaurant einen Besuch ab. Darunter so bekannte Namen wie Abba, Brad Pitt und Victoria von Schweden.

Für die Betreiber Roland Dimpfl und Roger Baranda war die Aufgabe des Geschäfts kein einfacher Entschluss. Doch jetzt heißt es für die beiden Chefs erst einmal Urlaub machen. Die Ziele Spanien und Frankreich sind auch schon ausgemacht. Was die Gründe waren, warum das Makassar sowie die anderen beiden Restaurants zur Geschäftsaufgabe geführt hat, können Sie auf tz.de* nachlesen.

*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes

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