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Minderjährige dürfen weiterhin nicht ins Sonnenstudio

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Karlsruhe - Das Sonnenstudio-Verbot für Minderjährige ist verfassungsgemäß. Eltern hatte sich gegen die Vorschrift gewehrt. Doch das Bundesverfassungsgericht hat gegen sie entschieden.

Der Schutz von Minderjährigen vor möglicherweise krebserregender UV-Strahlung sei ein ausreichender Grund für das Verbot, hieß es in einem am Donnerstag veröffentlichten Beschluss. Die Richter wiesen damit die gemeinsame Verfassungsbeschwerde einer 17-Jährigen und ihrer Eltern sowie eines Sonnenstudio-Betreibers zurück. Seit 2009 ist die Nutzung öffentlicher Sonnenstudios für Minderjährige verboten (Az. 1 BvR 2007/10).

Der Gesetzgeber habe davon ausgehen dürfen, dass UV-Strahlung gerade im jugendlichen Alter das Risiko von Hautkrebs erhöht. Das Verbot sei geeignet und angemessen, um dieses Risiko zu vermindern. Die Richter betonten allerdings, dass die vom Grundgesetz geschützte allgemeine Handlungsfreiheit gerade im Freizeitbereich auch solche Handlungen schütze, die gesundheitliche Risiken mit sich bringen. Anderes gelte aber im Bereich des Jugendschutzes. Der Schutz von Minderjährigen “vor Selbstgefährdung und Selbstschädigung“ sei ein legitimer Zweck.

Auch Beschwerde der Eltern des Mädchens und des Betreibers eines Sonnenstudios blieben ohne Erfolg. Die Eltern hatten einen Eingriff in ihr Erziehungsrecht gerügt, weil sie nicht mehr die Möglichkeit haben, ihrer Tochter den Besuch der Sonnenstudios zu erlauben. Auch die Beschränkung der Berufsfreiheit des Studio-Betreibers sei gerechtfertigt.

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