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Kinder-Entführung: Vater spricht über Motiv

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Ein Foto von der Pressekonferenz

Celle - Der Vater der vier entführten Kinder aus der Lüneburger Heide hat bei der Justiz erstmals über seine Motive für die monatelange Flucht nach Afrika ausgepackt.

Der Mann sagte den Ermittlern, er sei mit dem Lebens- und Erziehungsstil seiner Ehefrau nicht einverstanden gewesen. Deswegen habe er seine vier Kinder, für die er kein Sorgerecht mehr hatte, ins Ausland gebracht.

“Er war auch mit der religiösen Erziehung durch die Mutter nicht einverstanden“, sagte Staatsanwalt Lars Janßen der Nachrichtenagentur dpa am Freitag in Celle. Ursprünglich habe der Vater geplant, mit den Geschwistern nach Griechenland zu flüchten, teilten die Ermittler mit. Dies habe der 37-Jährige dann aber verworfen, weil ihm die Gefahr einer Entdeckung dort zu groß erschienen sei.

Stattdessen war der 37-Jährige mit den Kindern mehr als vier Monate in Ägypten untergetaucht. Vor rund zwei Wochen war er in Kairo entdeckt und festgenommen worden. Zwischenzeitlich hielt er sich mit den Geschwistern im Alter zwischen vier und neun Jahren auch im Sudan auf. Dort sei es ihm aber zu risikoreich erschienen, so dass er mit den Geschwistern nach Ägypten zurückkehrte.

In Kairo wohnte der Mann nach Angaben der Staatsanwaltschaft in einem nahezu ausschließlich von Ägyptern bewohnten Stadtteil. Touristische Ziele habe er aus Angst vor einer Entdeckung bewusst vermieden, gab der Vater bei seiner Vernehmung zu Protokoll. Ägyptische Polizeibeamte hatten den Mann in einem Internet-Café in Kairo entdeckt.

Der 37-Jährige sitzt in Untersuchungshaft. Er muss sich vor Gericht wegen Kindesentziehung verantworten. Dieses Delikt kann mit bis zu zehn Jahren Haft bestraft werden - in weniger schwerwiegenden Fällen kann aber auch nur eine Geldstrafe verhängt werden.

dpa

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