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Schmidt befürchtete erschossen zu werden

Berlin - Wegen der heftigen Debatten um die Stationierung von US-Atomraketen fürchtete Helmut Schmidt (SPD) gegen Ende seiner Kanzlerschaft um sein Leben.

Das geht nach „Spiegel“-Informationen aus Dokumenten der Bundesregierung hervor, die das Auswärtige Amt nun in Buchform veröffentlicht. Demnach vertraute Schmidt - heute 94 - einem ausländischen Regierungschef an, bei einem „Ansteigen öffentlicher Emotionen“ müsse er das persönliche Risiko auf sich nehmen, sich „unter Umständen erschießen zu lassen“. Und ein Diplomat notierte, Schmidt habe ihm gesagt, er sei bereit, sich für den Nato-Doppelbeschluss „sogar physisch umbringen zu lassen“.

Damals protestierten Hunderttausende gegen den 1979 gefassten Nato-Beschluss, neue US-Atomraketen in der Bundesrepublik zu stationieren, wenn Abrüstungsverhandlungen mit der Sowjetunion scheitern. 1983 stimmte der Bundestag für die Stationierung.

dpa

Rubriklistenbild: © pa

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