Erschütternde Aufnahmen

„Nochmal“ - Kinder schlagen mit Metallnapf auf Familienhund ein

Familienhund wird von Kindern gequält
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Die Aufnahmen aus der Thüringer Gemeinde Harztor zeigen, wie ein Hund auf unvorstellbare Art von Kindern gequält wird.

Harztor - Es sind verstörende Bilder: Kinder, die wie von Sinnen auf den Kopf ihres Familienhundes einschlagen. Das Tier wehrt sich nicht, versucht immer wieder verzweifelt, den Schlägen auszuweichen.

Die Tierschutzorganisation PETA hat auf ihrer Homepage schockierende Aufnahmen veröffentlicht. Ein am 1. Juli in der Thüringer Gemeinde Harztor von Augenzeugen heimlich aufgenommenes Video zeigt, wie ein Kind mit einem Metallnapf auf den Kopf des angeleinten Familienhundes einschlägt. Der Hund - es handelt sich um einen Labrador - versucht während der grausamen Prozedur immer wieder, sich wegzuducken. Verzweifelt wischt er sich mit den Pfoten über sein Gesicht und drückt sich gegen die Hauswand. Vergebens.


Über 25 Mal wird das Kind auf das wehrlose Tier mit voller Wucht einprügeln. Direkt daneben stehen zwei weitere Kinder. Keines macht Anstalten, einzugreifen. Ganz im Gegenteil - das Kind wird noch mit den Rufen „Nochmal" angefeuert. Irgendwann beginnt eines der dabeistehenden Kinder, auf den völlig verängstigten Hund einzutreten.


Augenzeugen alarmieren Tierschutz

Die Augenzeugen blieben nicht untätig, und riefen den lokalen Tierschutzverein und die Polizei zu Hilfe. Diese handeln laut PETA schnell und suchen das Gespräch mit den Eltern, die auch die Halter des Hundes sind. Die Haltung des Hundes wird nun von den zuständigen Behörden „beobachtet“.

PETA hat bereits reagiert: „Es darf nicht sein, dass ein Lebewesen, das auf solch grobe Weise von mehreren Familienmitgliedern misshandelt und gequält wird, weiterhin dieser Gefahr ausgesetzt ist. Daher haben wir bei der zuständigen Staatsanwaltschaft Strafanzeige erstattet und fordern entsprechende psychotherapeutische Maßnahmen sowie die Erwägung eines Tierhalteverbots", wie die Tierrechts-Organisation auf ihrer Homepage bekanntgibt.

„Kommen Fälle von Tierquälerei durch Kinder ans Tageslicht, sollte mit den betroffenen Kindern dringend über die Tat gesprochen und umgehend psychologische Hilfe gesucht werden, denn 80-90 Prozent aller Kinder und Jugendlichen, die Tiere quälen, belassen es nicht dabei“, führt PETA aus.

Schock-Video aus Österreich: Frau tritt mehrmals auf Hund ein

In den vergangenen Tagen schockierte bereits ein Fall von Tierquälerei das Netz (wir berichteten): Der Tierschutzverein Rankweil hat auf YouTube ein Video veröffentlicht, welches nicht nur in Österreich für Entsetzen sorgt. In dem kurzen Video ist eine Frau mit zwei angeleinten Hunden bei einem Spaziergang zu sehen. Plötzlich tritt die Hundebesitzerin ohne erkenntlichen Grund mehrmals auf einen der Hunde ein. Zudem reißt sie immer wieder ruckartig an der Leine.

Weitere Fälle von Tierquälerei in Österreich

Erst vor einer Woche, am Donnerstag, 23. Juli, wurde bekannt, dass ein Landwirt in Kärnten seinen Schweinen Löcher in die Nasen gebohrt und anschließend einen Draht durchgezogen hatte. Der Halter der Schweine wollte damit offenbar verhindern, dass die Tiere im Boden wühlen. Der Mann muss nun mit einer Anzeige wegen Tierquälerei rechnen.

Auch in Graz kam es zu zwei grausamen Fällen von Tierquälereien. So wurden wurden innerhalb von einer Woche zwei gehäutete Katzen gefunden. Eine der Samtpfoten wurde sogar bei lebendigen Leib gehäutet.

Ich bin seit 15 Jahren im Geschäft, es gibt schon immer mal Tierquälerei, aber in so einer Form habe ich das noch nie erlebt,“ so der Polizeisprecher Fritz Grundnig zu dem jüngsten Fall, der sich Mitte Juli ereignete.

Factbox: Zeuge von Tierquälerei - Was ihr tun könnt

Die Tierschutzorganisation PETA hat Hinweise veröffentlicht, was man tun kann, wenn man Zeuge von Tierquälerei wird:

  • Schaut niemals weg, wenn ihr Tierquälerei beobachtet. Werdet aktiv: Falls möglich, sprecht den Täter an oder holt euch Hilfe durch die Polizei oder die zuständigen Behörden.
  • Lest die PETA-Broschüre „Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei“
  • Solltet ihr Tierquälerei durch Kinder beobachten, sprecht unbedingt die Eltern an und informiert den lokalen Tierschutzverein und die zuständigen Behörden.
  • PETA setzt sich für die Einführung eines Hundeführerscheins ein – unter anderem, weil damit Misshandlungen sogenannter Haustiere und ihre Folgen für Mensch und Tier verhindert werden könnten. Wird ein Hund schwer misshandelt, dann bestehe die Gefahr, dass er sich wehrt und die betreffenden Kinder oder Jugendlichen schwer verletzt. „Mit einem besseren Verständnis von Haltern für ihre Hunde lässt sich die Zahl an Beißvorfällen verringern“, so PETA

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