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Landgericht Köln

Großeinsatz und Festnahme: Mann wollte mit weißem Pulver in Kölner Gerichtssaal

Feuerwehr und Polizei sind am Landgericht Köln in Großeinsatz. Ein Mann hatte am Dienstag weißes Pulver in einem Gerichtssaal verteilt. Noch ist unklar, ob es sich um einen gefährlichen Stoff handelt.

Köln -

Update 19:14 Uhr:

In einem Kölner Gerichtsgebäude ist am Dienstag ein Verdächtiger festgenommen worden, nachdem aus seinem Koffer weißes Pulver ausgetreten war. Der 47-jährige Leverkusener wurde nach dem Betreten des Gebäudes im Stadtteil Sülz kontrolliert, als die Substanz aus seinem Koffer kam, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Am Abend dann die Entwarnung: Eine Feuerwehr-Analyse ergab, dass es sich nicht um einen gefährlichen Stoff handelte. Ein Sprecher der Stadt Köln teilte mit: "Der Stoff wird als unbedenklicher, pulverförmiger Feststoff bewertet."

Der Mann wurde vorläufig festgenommen, die Kriminalpolizei ermittelte wegen des Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung und der Störung des öffentlichen Friedens. Zu möglichen Hintergründen des Vorfalls war zunächst nichts bekannt.

Das war die Erstmeldung:

Wegen eines weißen Pulvers in einem Kölner Gerichtssaal ist am Dienstag die Feuerwehr zum Justizzentrum der Domstadt ausgerückt. Drei Justizangestellte und eine weiterer Mann kamen mit dem Pulver in Kontakt, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Der Gerichtssaal und der Nahbereich wurden daraufhin abgesperrt. Die Betroffenen wurden durch Spezialkräfte aus dem Saal zu einer Dekontaminierungsstelle gebracht.

Wachmeister hat die verdächtige Person kontrolliert

Sie wiesen am Nachmittag keine Auffälligkeiten oder Symptome auf. Die Feuerwehr war den Angaben zufolge am frühen Dienstagnachmittag von dem weißen Pulvers in Kenntnis gesetzt worden. Die Helfer waren mit rund 60 Einsatzkräften mit 25 Fahrzeugen vor Ort.

Unterstützt wurde die Kölner Feuerwehr von Spezialkräften der Analytischen Task Force Biologie aus Essen. Laut Stadtverwaltung wurde am Nachmittag die Entnahme einer Pulverprobe zur anschließenden Untersuchung der Substanz vorbereitet. Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt.

Im Sommer hatte ein Briefumschlag in Franken für Alarm gesorgt, wie Merkur.de* berichtet. In mehreren Bundesländern ist Anfang 2017 verdächtiges weißes Pulver in Gerichtsgebäuden aufgetaucht. Feuerwehrleute rücken mit speziellen Schutzanzügen aus.

AFP

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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