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"Gorch Fock" tritt Heimreise an

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Die "Gorch Fock" macht sich auf den Weg nach Hause.

Buenos Aires/Ushuaia - Das in die Schlagzeilen geratene Segelschulschiff “Gorch Fock“ wird voraussichtlich noch diesen Sonntag von Argentinien aus die Heimreise antreten.

Weitere Zwischenfälle auf der "Gorch Fock"?

Stammbesatzung weist Vorwürfe zurück

Guttenberg trotz Bundeswehrskandalen beliebtester Politiker

"Gorch-Fock"-Ermittler nehmen Arbeit auf

“Im Augenblick sieht es so aus, als ob das Schiff am Mittag oder frühen Nachmittag (16.00 - 18.00 Uhr MEZ) Ushuaia verlassen wird“, sagte Fregattenkapitän Achim Winkler in einem Telefoninterview der Nachrichtenagentur dpa. Mit an Bord ist die Untersuchungskommission unter Leitung von Konteradmiral Horst-Dieter Kolletschke, die Berichte über Missstände bei der Ausbildung und Vorwürfe von Offiziersanwärtern gegen die Stammbesatzung untersuchen soll.

Junge Offiziersanwärter sollen von Mitgliedern der Stammbesatzung drangsaliert worden sein, von Schinderei, übermäßigem Druck und sogar sexueller Nötigung war die Rede. Die Stammbesatzung hat die Vorwürfe in einem offenen Brief an Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) zurückgewiesen und als “Rufmord“ bezeichnet. 2008 und 2010 waren zwei Offiziersanwärterinnen unter noch ungeklärten Umständen zu Tode gekommen. Winkler berichtete, in Offizierskreisen sei man zuversichtlich, dass die “Gorch Fock“ trotz der Krise auch weiterhin Segelschulschiff der Bundesmarine sein werde.

Der Dreimaster sei am Morgen von der Reede vor Ushuaia an die Pier gegangen, wo noch Treibstoff und Verpflegung übernommen werden sollten, sagte Winkler weiter. Der suspendierte Kommandant Norbert Schatz werde kurz vor dem Ablegen von Bord gehen und in den kommenden Tagen nach Deutschland zurückkehren. Ab dem Auslaufen in Ushuaia stehe das Schiff mit derzeit etwa 200 Besatzungsmitgliedern dann unter dem Kommando des früheren Kapitäns Michael Brühn.

Nächste Station der Reise ist der chilenische Hafen Valparaiso am Pazifik, wo die “Gorch Fock“ voraussichtlich am 11. Februar festmachen werde. Dort werde die Untersuchungskommission von Bord gehen. Von Chile aus werde das Schiff weiter die Westküste Südamerikas hinaufsegeln, durch den Panama-Kanal in die Karibik gelangen und dann nach Europa zurückkehren. Ende April oder Anfang Juni werde die “Gorch Fock“ in Deutschland zurückerwartet. Der direkte Rückweg die südamerikanische Ostküste hinauf wäre wegen widriger Wind- und Strömungsverhältnisse für einen Segler sehr mühsam.

dpa

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