Flughafen Frankfurt

Bombendrohung auf Toilette im Flugzeug gibt Polizei Rätsel auf

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Auf einer Bordtoilette eines Flugs aus den USA wurde eine besorgniserregende Entdeckung gemacht. 

Auf dem Flughafen Frankfurt gab es Aufregung um eine Bombendrohung auf einer Flugzeug-Toilette. Die Polizei rätselt noch immer.

Update vom Freitag, 16.08.2019, 10.42 Uhr: Nach der Bombendrohung auf dem Flughafen Frankfurt am Mittwoch (14.08.2019) ermittelt die Polizei. „Die Ermittlungen werden weitergeführt. Das ist kein harmloser Witz", sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Frankfurt. Ein Fluggast hatte das Wort „bomb“ auf den Spiegel einer Bordtoilette geschrieben.

Die Identität aller 227 Passagiere sei am Mittwoch direkt nach dem Flug im Terminal 2 festgestellt worden. „Aufgrund dieser Daten wird weiter ermittelt“, sagte der Polizeisprecher. Solche Ermittlungen gestalteten sich allerdings schwierig.

Polizei ermittelt nach Bombendrohung am Flughafen Frankfurt

Zunächst hatte die Polizei von 226 Passagieren gesprochen. Dann stellte sich aber heraus, dass 227 Passagiere an Bord waren. Ein Kleinkind war laut Polizei mit seiner Mutter gereist und nicht auf der Passagierliste aufgetaucht. Auf bild.de hatten Fluggäste Vorwürfe erhoben, sie hätten während der Aufnahme ihrer Personalien nicht auf die Toilette gehen dürfen. Manche hätten in die Hose gemacht. „Dazu ist mir nichts bekannt“, sagte der Polizeisprecher.

Für Verwunderung sorgte, dass die Polizei die Öffentlichkeit nicht über die Bombendrohung informiert hatte. Normalerweise wird bei Vorfällen, die für die Öffentlichkeit relevant sind, eine Pressemeldung mit den wichtigsten Fakten veröffentlicht. Eine Bombendrohung in einem Flugzeug am Flughafen Frankfurt ist ein solcher Vorfall, über den die Öffentlichkeit Bescheid wissen sollte.

Wie der Polizeisprecher sagte, sei zwar eine Pressemeldung formuliert, aber nicht veröffentlicht worden - weil keine Anfragen von Medien zu dem Fall gekommen seien. Das habe sich erst später ergeben.

Frankfurt Flughafen: Bombendrohung auf Spiegel

Erstmeldung vom Donnerstag, 15.08.2019, 18.47 Uhr: Frankfurt - Große Aufregung am Mittwoch (14.08.2019) auf dem Flughafen Frankfurt: Auf den Spiegel einer Bordtoilette hatten Unbekannte das Wort „bomb“ geschrieben. Die Condor-Maschine aus Portland im Bundesstaat Oregon in den USA landete deshalb gegen 14.30 Uhr auf einer Außenposition am Flughafen. Sie wurde dort von der Bundes- und der Landespolizei in Empfang genommen. Dies sagte eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Frankfurt auf Nachfrage.

Alle 226 Passagiere an Bord wurden ins Terminal 2 gebracht. Dort nahm die Polizei ihre Personalien auf. Die Beamten durchsuchten auch das Flugzeug, konnten aber keine Bombe finden. Auch ist laut der Polizeisprecherin nicht klar, wer das Wort „bomb“ auf den Toilettenspiegel geschrieben hatte. Am Frankfurter Flughafen im Einsatz waren am Mittwoch die Bundespolizei und die Landespolizei.

Zuerst hatte bild.de über den Vorfall berichtet. Demnach habe sich auch ein Passagier auffällig benommen. Der Pilot sei daraufhin informiert worden. Ein Fluggast erzählte bild.de, dass vermummte und mit Maschinengewehren bewaffnete Polizisten die Personalien aufgenommen hätten. Niemand habe auf Toilette gehen dürfen, manche hätten sich sogar in die Hose gemacht.

Flughafen Frankfurt in den Schlagzeilen

Anfang der Woche war der Flughafen in Frankfurt schon einmal in den Schlagzeilen: Das Triebwerk einer Boeing 747 hatte fehlgezündet. Die Maschine musste kurz nach dem Start wieder umkehren*. Zuvor versprühte sie 65 Tonnen Kerosin über Teilen Hessens.

Ebenfalls am Flughafen Frankfurt hatte am Montag ein SUV-Fahrer Gas mit Kupplung verwechselt* und großen Schaden angerichtet. Ein Mensch wurde verletzt und sechs Autos beschädigt.

Mehrfach schon haben Drohnen den Flugbetrieb in Frankfurt lahmgelegt. Bisher aber hat die Polizei keine Mittel dagegen gefunden*. Das räumt die hessische Regierung ein.

VON KERSTIN KESSELGRUBER

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