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Zwei Flüchtlinge vor Gericht

Prozess wegen Brandstiftung in einer Flüchtlingsunterkunft hat begonnen

Die zwei Angeklagten stehen am 16.01.2017 in Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen) zwischen ihren Anwälten im Gerichtssaal.
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Nach einem Streit über die Ausgabe von Mittagessen im Fastenmonat Ramadan soll ein 27-Jähriger eine Flüchtlingsunterkunft in Düsseldorf in Brand gesteckt haben.

Düsseldorf - Weil sie sauer waren, dass es im Ramadan auch mittags Essen gibt, sollen zwei nordafrikanische Flüchtlinge ihre Unterkunft angezündet haben. Jetzt stehen sie vor Gericht.

Ein halbes Jahr nach dem Großfeuer in einer Düsseldorfer Behelfsunterkunft hat am Montag der Prozess gegen zwei Flüchtlinge begonnen. Die beiden Ex-Bewohner der als Unterkunft genutzten Messehalle müssen sich wegen Brandstiftung beziehungsweise Beihilfe zu dieser Straftat verantworten. Der aus Algerien stammende mutmaßliche Haupttäter kündigte am ersten Verhandlungstag eine Aussage zu den Vorwürfen im weiteren Prozessverlauf an, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte.

Laut Anklage soll der 27-jährige Algerier im vergangenen Juni eine Matratze in der Messehalle angezündet haben, nachdem er eine Wodkaflasche als Brandbeschleuniger über dem Bett ausgeschüttet hatte. Der ebenfalls 27-jährige zweite Angeklagte aus Marokko soll andere Bewohner der Unterkunft wiederholt zum Niederbrennen der Halle angestachelt haben. Der angeklagte Marokkaner will den Angaben zufolge zunächst vor Gericht schweigen.

Unzufrieden mit der Unterkunft und Essen im Ramadan

Das Motiv soll Unzufriedenheit der mutmaßlichen Täter mit der Unterbringung in der Behelfsunterkunft gewesen sein. So soll der Hauptangeklagte darüber erzürnt gewesen sein, dass an Bewohner der Unterkunft trotz des islamischen Fastenmonats Ramadan morgens und mittags Speisen und Getränke ausgegeben wurden.

In der 6000 Quadratmeter großen Halle waren 282 Flüchtlinge untergebracht. Die Flammen richteten Schaden in Millionenhöhe an. Mehr als zwei Dutzend Menschen wurden leicht verletzt. Für den Prozess beraumte das Düsseldorfer Landgericht zunächst zwölf weitere Verhandlungstage bis zum 23. März an.

afp

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