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Staatskanzlei beruhigt

Was war mit Markus Söder los? Jetzt gibt es eine Erklärung für den merkwürdigen PK-Auftritt

  • Marcel Görmann
    VonMarcel Görmann
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  • Mike Schier
    Mike Schier
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Pressekonferenzen von Markus Söder erzielen neuerdings hohe Einschaltquoten. Am Montag jedoch präsentierte sich der Ministerpräsident in einer sonderbaren Verfassung.

München - Montagmittag verfolgten wieder viele die neueste Pressekonferenz von Markus Söder. Der Ministerpräsident war nach der CSU-Vorstandssitzung vor die Kameras getreten, um über die aktuelle Corona-Lage im Freistaat zu informieren. Doch diesmal war etwas anders. 

Corona-Krise: Etwas war anders bei Söder - den Zuschauern blieb das nicht unbemerkt

Söder wirkte nicht so energisch und sturmfest wie sonst. Seine Stimme drohte zu versagen und er blies sogar im Anschluss ein geplantes Interview mit dem Radiosender „Gong 96.3“ ab. Der besorgniserregende Zustand des Politikers blieb nicht unbemerkt. 

„Ich will ja nichts sagen, aber Söder schwitzt, ist heiser und sieht krank aus“, postete ein Twitter-User. „Söder wirkt bei der PK ziemlich krank“, pflichtete ein anderer auf Twitter bei. Doch es gab im Netz nicht nur Anteilnahme, prompt wurden auch Vorwürfe laut: „Kein gutes Vorbild von Söder, krank zur Arbeit zu gehen.“ 

Das steckte hinter dem bedenklichen PK-Auftritt von Markus Söder mitten in der Corona-Krise

Doch ist dieser Vorwurf berechtigt? Nein. Jetzt ist klar, wieso Söder so angeschlagen wirkte und offenbar sogar ein Lutschbonbon im Mund hatte. 

Lesen Sie auch: RKI-PK: Ansteckungszahl wieder gefährlich angestiegen*

Die Auflösung ist einfach: Dem Ministerpräsidenten plagt ein massiver Heuschnupfen. Am Sonntag war er wie viele im Freistaat zur Entspannung mit dem Rad unterwegs und bekam eine volle Ladung Pollen ab. Keine Infektion also, schon gar nicht mit dem Coronavirus, sondern lediglich eine allergische Reaktion, beruhigt die Staatskanzlei. Schon am Dienstag soll Söder wie gewohnt die Sitzung des Kabinetts leiten - und dann erneut vor die Presse treten.

Die Entscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichts dürfte für den Allgemeinzustand des CSU-Politikers am Montag aber nicht zuträglich gewesen sein. Das Gericht befand, dass die bisherige 800-Quadratmeter-Regelung für Läden verfassungswidrig sei*. Die Richter erkannten hier eine Ungleichbehandlung im Einzelhandel. Söder kündigte schnelle Korrekturen an. Staatskanzleichef Florian Herrmann sagte dem Münchner Merkur, man bleibe zwar bei der Beschränkung auf 800 Quadratmeter, aber werde auch größeren Geschäften erlauben, die Verkaufsfläche auf 800 Quadratmeter zu begrenzen. Die Infektionsschutzverordnung werde im Kabinett angepasst werden. Interessant wird die Frage, wie sich diese Lockerung auf das Verhalten in Bayern und in München auswirkt - neue Daten von Google und Apple haben jetzt gezeigt, dass der Bewegungsdrang schon wieder deutlich zunimmt

Söder hatte zudem auf der Pressekonferenz weitere Lockerung in Aussicht gestellt - auch für die Gastronomie. Er nannte am Montag noch keine endgültigen Zeitpunkte, kündigte aber Konzepte zur Lockerung der Corona-Beschränkungen bis zur kommenden Woche an.

Das ist aus Sicht eines Kinderarztes aus Bayern auch dringend erforderlich. Der Mediziner schlägt Alarm: „Die Auswirkungen auf Kinder sind dramatisch!“*

mag

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Rubriklistenbild: © dpa / Peter Kneffel

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