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News-Ticker zur Corona-Pandemie

Corona in Deutschland: Zahl der Neuinfektionen steigt weiter an - Strategie der Regierung empört Lehrer

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  • Mara Rehfisch
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Es muss schleunigst geimpft werden - so lautet die Prognose eines Professors, der den aktuellen Impfplan Deutschlands für „zu langsam und unsinnig“ hält.

  • Coronavirus-Pandemie in Deutschland: Das RKI meldete am Dienstag höhere Corona-Zahlen als am Dienstag der Vorwoche. Die Zahlen befinden sich weiterhin auf hohem Niveau.
  • Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) rechnet mit 5000 Covid-19-Patienten auf Intensivstationen zum Jahreswechsel.
  • NRW: Aus Lehrer-Kreisen gibt es Riesen-Kritik am Corona-Krisenmanagement für Schulen (siehe Update vom 14. Dezember, 22 Uhr).
  • Dieser News-Ticker ist beendet. Die Fortsetzung ab dem 15. Dezember finden Sie hier.

Update vom 15. Dezember, 08.30 Uhr: Paul Welfens, der Präsident des Europäischen Instituts für Internationale Wirtschaftsbeziehungen befürchtet, dass Deutschlands Kurs beim Impfen eine Vielzahl an Todesfällen kosten wird. Das sagte er in einem Statement gegenüber der Bild: „Insgesamt wird die deutsche Impf-Trödelei rund 15.000 Menschenleben kosten“, mutmaßt er gegenüber der Zeitung. Er beschreibt den Impfplan der Regierung in einer neuen Studie als „zu langsam und unsinnig“.

Dass der Impfstoff erst vier Wochen nach Großbritannien zugelassen werden kann, empfindet Welfens als „sonderbar arrogant“. Stattdessen hätte die Regierung mehr Impfdosen bei Biontech, Moderna etc. bestellen sollen, um den Impfprozess anzukurbeln. „Statt Impfungen bis ins Jahr 2022 zu planen, brauchen wir eine Turbo-Impfung innerhalb von 90 Tagen“, verlangt Welfens. Dafür sollten Bund und Länder rasch die nötigen Kapazitäten schaffen, die Arzthonorare deutlich erhöhen. „Denn je schneller wir impfen, umso gerechter ist es.“

Corona in Deutschland: Neuinfektionen verzeichnen niedrigsten Stand seit einer Woche - Todesfälle nehmen dafür zu

Update vom 15. Dezember, 06.33 Uhr: Noch immer keine deutliche Besserung in Sicht - die Zahlen befinden sich derzeit mit 14.432 neuen Corona-Infizierten und 500 Todesfälle binnen eines Tages weiterhin auf sehr hohem Niveau. Das teilten die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut mit. Zum Vergleich: Vergangenen Dienstag lagen die Werte noch bei 14.054 Neuinfektionen und 423 Todesfällen.

Die Höchststände von 29.875 gemeldeten Fällen und 598 Toten stammen vom Freitag. Der heutige Wert der Neuinfektionen ist dennoch der niedrigste seit einer Woche. Insgesamt gab es im Dezember zuvor nur drei Tage mit weniger als 14.432 Neuinfektionen. Die Tendenz der Todesfälle stieg allerdings, was letztlich aber auch auf den Anstieg der Neuinfektionen zurückzuführen ist.

Corona in Deutschland: Riesen-Kritik aus Lehrer-Kreisen am Krisenmanagement für Schulen - „Eine Bankrotterklärung“

Update vom 14. Dezember, 22.40 Uhr: Touristen aus Deutschland sind stark betroffen: Mallorca ist plötzlich der Covid-19-Hotspot Spaniens*: Die Regierung der Balearen reagiert zur Eindämmung des Coronavirus drastisch (siehe Link).

Corona-Pandemie in Deutschland: Riesen-Kritik aus Lehrer-Kreisen an Schulen-Krisenmanagement in NRW

Update vom 14. Dezember, 22 Uhr: Scharfe Kritik an der Schulpolitik von Bund und Ländern in der Corona-Krise.

„Was ab Montag gilt, wurde am Freitag nach Schulschluss kommuniziert. Man hatte Monate Zeit, um eine Strategie zu entwickeln, und entscheidet doch Hals über Kopf. Das ist eine Bankrotterklärung, die Schulen werden bei der Umsetzung alleine gelassen“, erklärte ein Lehrer offenbar aus Nordrhein-Westfalen der Bild.

Das war passiert: Am Freitag, 11. Dezember, hatte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) angekündigt, dass es in seinem Bundesland wegen der Coronavirus-Pandemie ab Montag, 14. Dezember, für die Jahrgangsstufen acht bis 13 nur noch Distanzunterricht geben werden - das heißt digital.

In den Jahrgangsstufen eins bis sieben könnten Eltern ihre Kinder vom Präsenzunterricht befreien, erklärte Laschet kurz vor dem Wochenende weiter. Die Folge: Offenbar herrschte am Montag reichlich Chaos an den Schulen in NRW. Viele Lehrer wussten demnach gar nicht, welche Schüler/innen denn jetzt noch in die Klassen kommen und welche nicht.

Ministerpräsident von NRW: Armin Laschet (CDU).

Laut Bild hätten sich viele Lehrer/innen darüber beklagt, dass es praktisch unmöglich sei, Schüler/innen beim sogenannten Hybridunterricht gleichzeitig in der Klasse und digital zu unterrichten. An manchen Schulen sei schlicht das WLAN nicht stabil genug für derlei Maßnahmen. Ein weiterer Lehrer nannte demnach die angebliche „Slalom-Politik“ der NRW-Regierung in Schul- und Bildungsfragen „für alle Beteiligten Akteure eine Zumutung“.

Corona-Pandemie in Deutschland: 400 Millionen FFP-Masken für Covid-19-Risikogruppen

Update vom 14. Dezember, 20.15 Uhr: 27 Millionen Deutsche gehören wegen ihres Alters und/oder wegen Vorerkrankungen zu den Corona-Risikogruppen. Ab Dienstag, 15. Dezember, startet ein ehrgeiziges Projekt der deutschen Bundesregierung in der Covid-19-Pandemie.

Der Bund will in den nächsten Wochen 400 Millionen FFP-Masken für die Risikogruppen beschaffen, die kostenlos ausgegeben werden sollen. Bürger über 60 und Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen sollen dann drei kostenlose FFP2-Schutzmasken in der Apotheke abholen können.

Wie FOCUS Online berichtet, brauchen die Menschen „lediglich einen gültigen Personalausweis oder die nachvollziehbare Eigenauskunft über die Zugehörigkeit zu einer der Risikogruppen“, damit die Mundschutzmasken ausgehändigt werden.

Corona-Pandemie in Deutschland: Tübinger Weg droht zu scheitern

Update vom 14. Dezember: 19.45 Uhr: Grünen-Politiker Boris Palmer bewirbt sein Konzept zur Eindämmung des Coronavirus* lange offensiv. Jetzt muss der Tübinger Weg in der Covid-19-Pandemie aber große Rückschläge hinnehmen. Der Oberbürgermeister rechtfertigt sich (siehe Link).

Update vom 14. Dezember, 19.10 Uhr: Corona in Bayern: Höchst offiziell und schriftlich verbietet Michael Piazolo (Freie Wähler), Kultusminister im Freistaat, seinen Schülern Distanzunterricht. Hintergrund sind offenbar Versagensängste (siehe Link).

Corona-Pandemie in Deutschland: Krankenhausfälle gehen um 41 Prozent zurück

Update vom 14. Dezember, 16.02 Uhr: Am Mittwoch geht Deutschland erneut in einen coronabedingten Lockdown: Das Herunterfahren des öffentlichen Lebens hatte im Frühjahr extreme Auswirkungen auf die Kinder- und Jugendmedizin, wie nun eine Sonderanalyse feststellte: Der Lockdown hatte zu einem massiven Rückgang der Krankenhausbehandlungen von Kindern und Jugendlichen geführt.

Im März und April sei im Vergleich zum Vorjahr fast jede zweite Operation (45 Prozent) ausgefallen, teilte die Krankenkasse DAK-Gesundheit am Montag in Hamburg mit. Die Zahlen beziehen sich auf junge DAK-Versicherte in ganz Deutschland.

Insgesamt seien die Krankenhaus-Fälle um 41 Prozent zurückgegangen, erklärte die Kasse unter Hinweis auf eine Sonderanalyse der Universität Bielefeld. Die Hochschule hatte im Auftrag der DAK-Gesundheit die anonymisierten Klinikdaten von mehr als 750 000 bei der DAK versicherten Kindern und Jugendlichen im Alter von null bis 17 Jahren untersucht und die ersten Halbjahre 2019 und 2020 verglichen.

Folgen des Frühjahrs-Lockdown für Kindermedizin: „Vermehrt schwere und komplizierte Verläufe“

Im Frühjahrs-Lockdown seien in den Kliniken viele nicht dringende stationäre und ambulante Behandlungen drastisch oder vollständig eingestellt worden, erklärte der Direktor des Bielefelder Universitätsklinikums für Kinder- und Jugendmedizin, Prof. Eckard Hamelmann. „Aus Angst vor Ansteckung wurden aber auch viele notwendige Untersuchungen nicht oder sehr spät durch die Eltern und Sorgeberechtigten veranlasst.“ Dies habe dazu geführt, dass vermehrt schwere und komplizierte Verläufe bei chronischen Erkrankungen oder auch bösartigen Neuerkrankungen aufgetreten seien.

DAK-Vorstandschef: „Darf nicht sein, dass notwendige Behandlungen verschoben werden“

DAK-Vorstandschef Andreas Storm sagte: „Es darf nicht sein, dass notwendige Behandlungen aus Angst vor Ansteckungen verschoben werden.“ Die Kinder- und Jugendgesundheit spiele im der Corona-Diskussion eine zu geringe Rolle. Dem Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte, Thomas Fischbach, bereiteten vor allem die Rückgänge der Behandlungszahlen bei Asthma (minus 47 Prozent) und bestimmten psychischen beziehungsweise sozialen Störungen (minus 35 Prozent) Sorgen.

Weil es wegen der Kontaktbeschränkungen zu weniger Ansteckungen gekommen sei, seien beispielsweise 64 Prozent weniger Fälle mit virusbedingten Darminfektionen behandelt worden. Bei Mittelohr- und Kehlkopfentzündungen betrug der Rückgang den Angaben zufolge jeweils 44 Prozent. Auch Bänderverletzungen (minus 40 Prozent) und Gelenkschädigungen (minus 34 Prozent) seien deutlich zurückgegangen. Bei ernsthaften Diagnosen wie Krebserkrankungen habe es jedoch keinen Rückgang gegeben. Bei der DAK-Gesundheit sind bundesweit 5,6 Millionen Menschen versichert.

Kurz vor Corona-Lockdown: Ansturm auf Friseure - „absolut verzweifelt“

Update vom 14. Dezember 2020, 14.04 Uhr: Zwei Tage vor dem beschlossenen Lockdown am Mittwoch (16. Dezember) erleben Deutschlands Friseure einen regelrechten Ansturm. Viele verlängerten an den letzten beiden Tagen ihre Öffnungszeiten, um möglichst viele Kunden zu bedienen, sagte Jörg Müller, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Friseurhandwerks, am Montag. „Das ist natürlich nicht im Sinne des Erfinders, aber die Friseure sind absolut verzweifelt.“

An der Entscheidung, dass von den beschlossenen Schließungen erneut Dienstleister wie Friseure betroffen sind, gibt es auch Kritik. Noch im September hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ein erneutes Vorgehen wie im Frühjahr ausgeschlossen: „Man würde mit dem Wissen heute keine Friseure mehr schließen und keinen Einzelhandel mehr schließen“., so Spahn im September.

Hoffnungen, dass sich die Corona-Maßnahmen mit Beginn der Impfungen im neuen Jahr schnell gelockert werden könnten, hält Karl Lauterbach für eine Illusion. Der SPD-Politiker sieht die härtesten Monate in der Pandemie noch bevorstehen.

Corona-Situation auf Intensivstationen - Lauterbach: „Lage ist sehr dramatisch“

Update vom 14. Dezember, 11.55 Uhr: Nachdem die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) mit weiter ansteigenden Zahlen an Corona-Intensivpatienten rechnet, meldete sich nun auch SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach zu Worte. „Die Lage ist schon sehr dramatisch. Sehr viele Kliniken haben kaum mehr Kapazitäten“, sagte er gegenüber n-tv.de. Das Personal sei erschöpft und arbeite „am Anschlag“.

„Ich glaube, dass die Situation besonders in der nächsten Woche prekär sein kann.“ Hintergrund seien die vielen Infektionen in den vergangenen Tagen - „und diese Infektionen verschlechtern sich diese Woche und werden in der nächsten Woche auf der Intensivstation sein“, blickte Lauterbach voraus.

Update vom 14. Dezember, 10.57 Uhr: Kurz vor dem harten Lockdown in Deutschland hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) in Berlin ein Statement ab. Seiner Ansicht nach, seien die Fakten „untrüglich und bedrückend“.

Krankenhausgesellschaft rechnet mit mehr Intensivpatienten zum Jahreswechsel

Update vom 14. Dezember, 7.40 Uhr: Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) rechnet trotz des bevorstehenden Lockdowns mit weiter steigenden Zahlen an Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen. „In den nächsten zwei Wochen werden die Infektionszahlen zunächst noch einmal steigen. Der Lockdown wirkt erst mit Verzögerung“, sagte DKG-Präsident Gerald Gaß dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. „Ich rechne damit, dass die Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen von derzeit rund 4500 auf 5000 zur Jahreswende steigen wird.“

Es sei bereits jetzt an einigen Stellen eine Überlastung der Krankenhäuser zu beobachten, sagte Gaß. Regelpatienten könnten nicht mehr so versorgt werden wie sonst. Dort müsse dann eine Auswahl stattfinden. „Das ist aber keine Triage in dem Sinne, wie sie in Frankreich und Italien stattfinden musste, wo Ärzte entscheiden mussten, wer noch beatmet wird und wer nicht“, betonte der Chef der Krankenhausgesellschaft.

Corona in Deutschland: Mehr als 16.000 Neuinfektionen - 188 neue Todesfälle

Update vom 14. Dezember, 6.35 Uhr: Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus bleibt in Deutschland auf einem hohen Niveau. Innerhalb eines Tages wurden 16.362 neue Fälle übermittelt, wie das RKI am Montagmorgen bekanntgab. Das sind rund 4000 Fälle mehr als am vergangenen Montag, als die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen bei 12.332 lag. Der bisherige Rekord war am Freitag mit 29.875 gemeldeten Fällen erreicht worden. An Sonntagen und Montagen sind die vom RKI veröffentlichten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem, weil am Wochenende weniger getestet wird.

Die deutschen Gesundheitsämter meldeten zudem 188 neue Todesfälle binnen 24 Stunden. Vor genau einer Woche hatte dieser Wert bei 147 gelegen. Der bisherige Höchststand von 598 Todesfällen war ebenfalls am Freitag erreicht worden. In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen auch erwartet wurde. Die Gesamtzahl der Corona-Todesfälle stieg auf 21.975.

Die zur Lagebeurteilung entscheidende 7-Tage-Inzidenz stieg am Montag ebenfalls deutlich an. Zu Wochenbeginn erreichte sie einen neuen Höchststand mit 176,4 gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen.

Coronavirus in Deutschland: Gesundheitsminister Spahn fordert schnellere Impfstoff-Zulassung

Update vom 13. Dezember, 21.11 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat via Twitter erneut eine schnelle Zulassung des Coronavirus-Impfstoffes durch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) gefordert. „Wir haben als EU die Impfstoffentwicklung erfolgreich unterstützt und uns gemeinsam Impfdosen gesichert. Alle nötigen Daten zu BioNTech liegen vor. UK + US haben bereits Zulassungen erteilt“, schreibt der CDU-Politiker und fordert anschließend „eine Prüfung der Daten und die Zulassung durch die EMA sollten schnellstmöglich erfolgen.“

In einem weiteren Tweet schreibt der Gesundheitsminister, es gehe bei der Zulassung des Impfstoffes auch um das Vertrauen der Bürger in die Handlungsfähigkeit der Europäischen Union. „Bund und Länder sind ab dem 15.12. in der Fläche einsatzbereit: Erste Impfdosen stehen quasi bereit und könnten direkt nach der Zulassung verimpft werden“, führt Spahn weiterhin aus. Damit scheint der CDU-Politiker die EU in die Verantwortung zu nehmen, da Deutschland nur noch auf die Entscheidung der EMA warte.

Die Forderungen Spahns werden auch im dritten und letzten Tweet deutlich, den der Gesundheitsminister am Sonntagnachmittag postet. „Jeder Tag, den wir früher beginnen können zu impfen, mindert Leid und schützt die besonders Verwundbaren“, mahnt der 40-Jährige.

Coronavirus in Deutschland: Erste Bundesländer kündigen Sonderweg über Weihnachten an

Update vom 13. Dezember, 18.15 Uhr: Die neuen Corona-Maßnahmen der Regierungen lassen trotz hartem Lockdown Lockerungen zu Weihnachten zu, damit die Bürgerinnen und Bürger das Fest mit ihrer engen Familie verbringen können. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff hat nun am Sonntag angekündigt andere Pläne für sein Bundesland zu haben. „Eine Lockerung sehen wir derzeit als nicht gerechtfertigt an“, sagte der CDU-Politiker und fordert ein Festhalten an der Obergrenze von fünf Personen. Kinder unter 14 Jahren sind von der Regelung ausgenommen.

Sachsen-Anhalt ist jedoch nicht das einzige Bundesland, das von Lockerungen zur Weihnachtszeit absehen will. Eine Liste der Bunesländer, die über die Feiertage andere Pläne haben, haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Coronavirus in Deutschland: Gesundheitsminister Spahn deutet Verzögerungen bei Impfstoff an

Update vom 13. Dezember, 15.07 Uhr: Auf der schnellstmöglichen Verfügbarkeit der Corona-Impfstoffe ruhen jetzt die Hoffnungen - doch nach Informationen der Bild könnte das Impfen mit weniger Dosen losgehen als geplant, weil es aktuell „nicht unproblematisch“ sei, die Impfdosen zu beschaffen. Das soll Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bei den telefonischen Bund-Länder-Beratungen (siehe heutige Erstmeldung) mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gesagt haben.

Der Grund, dem Bericht zufolge: Die Produktion dauert länger als gedacht. Spahn rechnet demnach mit drei bis vier Millionen Impfdosen bis Ende Januar.

„Jeder Tag, den wir früher beginnen können, mindert Leid“, sagte der 40-Jährige nach Teilnehmerangaben - und, dass erste Impfdosen zur Auslieferung bereitstünden und direkt nach der Zulassung durch die Europäische Arzneimittel-Agentur Ema verimpft werden könnten.

Vergangenen Mittwoch ging Spahn in der ARD-Talkshow „Maischberger“* davon aus, dass spätestens im Herbst 2021 ausreichend Impfstoff für die gesamte Bevölkerung in Deutschland vorhanden ist. Der Bund habe sich 300 Millionen Impfstoffdosen bei verschiedenen Herstellern gesichert: „Die werden jetzt Zug um Zug ausgeliefert.“

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) setzt auf die schnellstmögliche Zulassung der Corona-Impfstoffe.

Corona in Deutschland: RKI mit neuen Hiobs-Zahlen - Merkel nennt genauen Termin für Impfstoff-Zulassung

Update vom 13. Dezember, 12.14 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bekräftigte nach dem Corona-Gipfel mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) (siehe heutige Erstmeldung), dass es auch in Hinblick auf einen Impfstoff* wichtig sei, dass alle Menschen zur Impfung bereit werden. Nur Risikogruppen zu impfen - auch wenn diese zuerst geimpft werden sollten - reiche nicht aus.

Auf Nachfrage bestätigt Merkel in der Pressekonferenz die Zulassung eines Impfstoffs „spätestens am 29. Dezember“. Dann solle auch gleich mit der Auslieferung und den ersten Impfungen begonnen werden. In Hinblick auf die Sorgfalt, die bei der Entwicklung eines Impfstoffs walten müsse, werde man aber keinen politischen Druck machen.

Welche Corona-Maßnahmen ab dem 16. Dezember in Bayern gelten, können Sie hier nachlesen.

Umfrage in Deutschland: Fast jeder vierte Arbeitnehmer in Corona-Krise kurz vor dem Burnout

Update vom 13. Dezember, 12.01 Uhr: Die psychischen Belastungen durch Corona sind massiv - und eine Umfrage hat jetzt beziffert, wie viele Arbeitnehmer in Deutschland sich an der Schwelle zum Burnout sehen: 22 Prozent. Das ergab eine internationale Mitarbeiterbefragung des Unternehmens Peakon. Im weltweiten Durchschnitt trifft dies demnach auf fast jeden Dritten zu.

Bei Frauen schlägt sich die Krise hierzulande (siehe Erstmeldung) stärker nieder: 27 Prozent stehen demnach vor der totalen geistigen Erschöpfung, bei Männern sind es 19 Prozent. Damit schneidet Deutschland etwas besser ab als der internationale Durchschnitt. Als Ausgleich für die zusätzlichen Belastungen wünscht sich in Deutschland laut Umfrage jeder Zweite eine Gehaltserhöhung. An zweiter Stelle folgt eine Woche zusätzlicher Urlaub.

Fiebermessung in einem Impfzentrum: Die Corona-Infektionszahlen in Deutschland liegen weiterhin auf hohem Niveau.

Corona in Deutschland: Hiobs-Zahlen vor Merkel-Gipfel - Nächste erschreckende RKI-Nachricht

Erstmeldung vom 13. Dezember: Berlin - Wenige Stunden vor dem Bund-Länder-Gipfel mit Bundeskanzlerin Angela Merkel* (CDU*) vermeldet das RKI* erneut unerfreuliche Corona-Infektionszahlen: In Deutschland sind innerhalb eines Tages mehr als 20.200 neue Fälle verzeichnet worden, die Zahl der Toten mit Covid-19 stieg um 321. Am vergangenen Sonntag waren rund 17.700 Neuinfektionen registriert worden.

Da am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI übermitteln, liegen die publizierten Fallzahlen sonntags und montags in der Regel niedriger als an anderen Wochentagen.

Corona in Deutschland: „Bürger müssen sich auf einen harten Lockdown einstellen“

Bund und Länder wollen am Sonntagvormittag über die Verschärfung der Corona-Maßnahmen beraten. Das Treffen war kurzfristig einberufen worden, weil die bisherigen weniger strengen Maßnahmen nicht die erhoffte Trendwende bei den Infektionszahlen gebracht hatten. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne*) sagte nach einem Vorbereitungsgespräch mit weiteren Länderchefs und Merkel, die Bundesbürger müssten sich „auf einen harten Lockdown einstellen“.

Die verschärften Auflagen sollen laut Kretschmann bereits „vor Weihnachten kommen und nicht erst an Weihnachten“. Vizekanzler Olaf Scholz (SPD*) und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) betonten die Notwendigkeit, Kontakte weiter zu reduzieren. Es wird erwartet, dass die Runde Maßnahmen für den Einzelhandel und für den Schulunterricht beschließt.

Söder zu Corona in Deutschland: Zahlen so schlimm wie nie

„Wir dürfen keine Zeit mehr verlieren“, sagte der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU*) der Welt am Sonntag: „Wir brauchen einen kompletten Lockdown.“ Die Zahlen seien so schlimm wie nie. „Wir dürfen uns nicht mehr in Einzelmaßnahmen verheddern“, warnte Söder.

Insgesamt wurden seit Beginn der Pandemie* in Deutschland nach RKI-Angaben 1.320.716 Corona-Infektionen erfasst. Die Zahl der Genesenen lag bei etwa 967.900. Die Zahl der Corona-Todesfälle liegt aktuell bei 21.787. (AFP/dpa/frs) *Merkur.de gehört zum Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerk.

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