Corona-Ticker aus Bayern

Kindergärten und Kitas bleiben in Bayern weiter geschlossen: Gerüchte kursieren unter den Eltern

In Bayern wurde die Corona-bedingte Ausgangsbeschränkung gelockert. Bereits am Sonntag hatte eine Corona-Kontrolle weitreichende Folgen für neun Münchner Polizisten.

  • Das Coronavirus* beschäftigte am Donnerstag (16. April) auch das bayerische Kabinett - Markus Söder informierte anschließend auf einer Pressekonferenz.
  • Seit Montag (20. April) gelten erste Lockerungen.

Update vom 5. Mai: Keine Betreuung, kein Spielplatz, kein Toben mit Freunden: Seit Wochen schon sind Buben und Mädchen nicht in der Kita oder Schule, sondern daheim. Wann ist mit Änderungen zu rechnen?*

Update vom 21. April, 6.55 Uhr: Auch in Zeiten der Corona-Epidemie: Kinder brauchen Bewegung, sagt die Bundesfamilienministerin Franziska Giffey. Längerfristige Kita-Schließungen sieht sie kritisch - das löse bei Eltern „nahezu Panik“ aus. In Bayern stellt man sich unterdessen offenbar genau darauf ein.


Update vom 20 April, 21.50 Uhr: Eltern mit Kindergarten-Kindern müssen in der Corona-Krise mit viel Unsicherheit zurechtkommen. Während der Unterricht an Schulen in Bayern demnächst zumindest für bestimmte Klassen weitergehen wird, könnten Kindergärten noch längere Zeit geschlossen bleiben. Markus Söder kündigte zwar an, dass Eltern in Bayern zumindest für die kommenden drei Monate keine Kindergarten- oder Kita-Gebühren bezahlen müssen, solange diese wegen der Corona-Krise geschlossen sind. Er finde, dass eine staatlich verordnete Schließung nicht zu einer finanziellen Belastung der Eltern führen dürfe, argumentierte er. Unsicherheit und schwierige Planung erschweren aber wohl trotzdem den Alltag vieler Familien

Erste Hinweise darauf, wie lange die Schließungen dauern könnten, kursieren nun dennoch unter Eltern. Von einigen Einrichtungen haben Familien Hinweise bekommen, dass die aktuellen Schließungen von Kindergärten bis voraussichtlich 10. Mai andauern sollen - wie es genau danach weitergehen soll, ist aber wohl noch nicht bekannt. 

Kitas und Grundschulen bleiben in der Corona-Krise auf unbestimmte Zeit geschlossen. Aber warum eigentlich? Sind Kinder überhaupt die befürchteten Virenschleudern?*

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Am 10. Mai ist Muttertag - doch aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus in Bayern stand es bislang schlecht um Besuche. Nun äußert sich Markus Söder.

Nachdem eine Patientin in einer Klinik im Landkreis Deggendorf nach einer Infektion mit dem Coronavirus verstarb*, ermittelt nun die Kripo.

Vom Dienst befreit: Corona-Kontrolle hat weitreichende Folge für neun Münchner Polizisten

Update von 14.38 Uhr: Am Sonntag (19. April) kam es gegen 17.30 Uhr zu einem Polizeieinsatz am Giesinger Bahnhofsplatz. Durch Zivilbeamte wurden dort ein 38-Jähriger aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck und eine 34-jährige Münchnerin kontrolliert. Als sie angesprochen wurden, flüchteten die beiden in unterschiedliche Richtungen. Sie konnten eingeholt werden und leisteten beide erheblichen Widerstand. Außerdem spuckten sie in Richtung der Beamten. Bei beiden Personen besteht der Verdacht, dass sie an Corona erkrankt sind.

Im Rahmen einer anschließenden Durchsuchung konnte bei dem Pärchen Heroin im einstelligen Grammbereich aufgefunden werden. Beide Personen wurden in psychiatrischen Einrichtungen untergebracht, wie die Polizei München berichtet. Ein Polizeibeamter wurde aufgrund des Widerstands so verletzt, dass er nicht mehr dienstfähig ist. Insgesamt sind neun Polizisten wegen des Kontakts im Rahmen des Gesamteinsatzes nicht mehr im Dienst.

Nach ersten Corona-Lockerungen: Reger Betrieb in Bau- und Gartenmärkten

Update von 13.06 Uhr: In den Bau- und Gartenmärkten in Bayern herrscht nach der Öffnung laut Handelsverband reger Betrieb. Der von manchen befürchtete Massenansturm sei aber ausgeblieben. „Es waren mehr Leute da, aber es ist alles gesittet abgelaufen“, sagte Verbandsgeschäftsführer Bernd Ohlmann am Montag. Nur vereinzelt seien Kunden schon vor Öffnung am Morgen angestanden. Die Märkte hätten sich mit Hygiene- und Schutzkonzepten vorbereitet, fast alle hätten Sicherheitsmitarbeiter am Eingang. Alle hätten Masken für die Mitarbeiter und Schutzschilde an den Kassen.

Ein durchschnittlicher, 10 000 Quadratmeter großer Bau- und Gartenmarkt dürfte laut Verordnung bei 20 Quadratmetern je Kunde 500 Menschen einlassen. „Aber das macht keiner“, sagte Ohlmann. Je nach Markt seien die Parkplätze am Vormittag zu einem Viertel oder zur Hälfte leer gewesen.

Erste Einschränkungen im Zuge der Corona-Krise werden zurückgefahren. Zugleich werden neuen Maßnahmen getroffen. Was kommt mit der Maskenpflicht auf Bayern zu?

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Coronavirus in Bayern: Ministerpräsident Söder kündigt Maskenpflicht an

Update von 12.21 Uhr: Als erstes westdeutsches Bundesland führt Bayern eine Maskenpflicht in allen Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr ein. Von der kommenden Woche an sollen dort Mund-Nasen-Schutz, Alltagsmasken oder auch Schals Pflicht sein, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag in einer Regierungserklärung im Landtag. „Man nennt das im allgemein auch eine Maskenpflicht.“ Diese werde im gesamten öffentlichen Nahverkehr gelten und in allen Geschäften, die schon jetzt geöffnet haben. Dazu zählen auch Supermärkte.

Noch am vergangenen Donnerstag hatte sich das schwarz-orange Kabinett entsprechend der allgemeinen Bund-Länder-Linie darauf verständigt, dass es keine generelle Maskenpflicht, sondern ein „Mundschutzgebot“ geben soll. Es sollte demnach die dringende Empfehlung gelten, in Läden und im öffentlichen Nahverkehr Mundschutz zu tragen. Söder hatte in der anschließenden Pressekonferenz lediglich gesagt, sollte das nicht reichen, „erwägen wir dann auch eine Maskenpflicht“.

Nun sagte Söder: „Appelle allein werden wahrscheinlich nicht die notwendige Sicherung sein.“ Deshalb habe man sich nun als erstes westdeutsches Bundesland zu diesem Schritt entschieden. Am Wochenende hatte der Landesvorstand der Freien Wähler dann eine rasche Maskenpflicht in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr gefordert. Die Staatskanzlei hatte auf die Forderungen am Sonntag nicht reagiert - ein Sprecher war zu keiner Stellungnahme bereit.

Ankündigung von Söder: Bayern springt in Corona-Krise bei Kitagebühren ein

Zudem kündigte Söder an, dass Eltern in Bayern zumindest für die kommenden drei Monate keine Kindergarten- oder Kita-Gebühren bezahlen müssen, solange diese wegen der Corona-Krise geschlossen sind. Er finde, dass eine staatlich verordnete Schließung nicht zu einer finanziellen Belastung der Eltern führen dürfe, argumentierte er.

Auch die rund 30.000 Künstler, die auch in der Künstlersozialkasse organisiert sind, sollen künftig mehr Hilfen bekommen - Söder sagte zu, dass sie monatlich 1000 Euro bekommen sollen. Während kulturelle Einrichtungen mit den bisherigen Maßnahmen bereits schon geholfen werde, gebe es zugegebenermaßen eine Gruppe, „die durch jedes Raster fällt“, sagte Söder.

Coronavirus in Bayern: Söder reagiert auf Kritik vom ORH

Nach der Kritik von Bayerns Oberstem Rechnungshof (ORH) am Corona-Rettungsschirm der Staatsregierung kündigte Söder in seiner Rede Nachbesserungen an: Für den im Fokus der Kritik stehenden Bayern-Fonds werde es nun eine engere Kontrollmöglichkeit durch den Landtag geben. Es brauche ein parlamentarisches Begleitgremium, da der Bayern-Fonds die Unterstützung des Landtags brauche.

Nach Söder-Regierungserklärung: Grüne fordern andere Lösungen für Kinder

Nach wochenlangen Schul-, Kindergarten- und Kita-Schließungen fordern die bayerischen Grünen eingeschränkte Kontaktmöglichkeiten auch für die Kleinen und Kleinsten im Land. „Kinder brauchen nicht nur Mama und Papa, Kinder brauchen Kinder zum Spielen“, sagte Grünen-Fraktionschef Ludwig Hartmann am Montag im Landtag in München. „Kinder brauchen Kinder wie die Luft zum Atmen.“

Die Einschnitte der vergangenen Wochen seien nötig gewesen, um die Corona-Infektionskurve beherrschbar zu machen und das Gesundheitssystem vor einer drohenden Überlastung zu bewahren, betonte Hartmann. Nun müsse man aber beides in Einklang bringen: die Beherrschbarkeit der Infektionskurve und die Interessen der Kinder und Eltern, insbesondere der Alleinerziehenden. Dafür brauche es pragmatische Lösungen.

Coronavirus in Bayern: Söder hält Regierungserklärung

Update, 8.47 Uhr: Am heutigen Montag hält Markus Söder eine weitere Regierungsansprache. Alle Informationen dazu finden Sie in unserem News-Ticker.

Im Kampf gegen das Coronavirus hat die Regierung in Deutschland weitreichende Einschränkungen verhängt. Ab diesem Montag gibt es erste Lockerungen. Ein Überblick. Doch diese Lockerungen bergen auch Risiko. Kanzlerin Angela Merkel attackiert deshalb ihre Kollegen am Telefon außergewöhnlich scharf - und macht ihre größte Sorge deutlich.

Update, 6.22 Uhr: Nach vier Wochen Zwangspause dürfen die Gärtnereien, Bau- und Gartenmärkte ab Montag auch in Bayern wieder öffnen. Größte Sorge des Bayerischen Gärtnereiverbands (BGV): ein Ansturm von Kunden. „Bitte nicht alle an einem Tag!“, sagte Verbandsgeschäftsführer Jörg Freimuth der dpa.

Rund 10.000 Schutzmasken verschickte der Verband am Freitag an seine Mitgliedsunternehmen, weitere 10.000 sollen am Dienstag folgen. Sie sind für die Kunden und das Personal bestimmt. Wie in Supermärkten gibt es Zugangsbeschränkungen und Schutzschilde an den Kassen. Um zu großen Andrang und Warteschlangen zu vermeiden, haben viele Betriebe auf jede Werbung verzichtet.

Update, 5.55 Uhr: Einen Monat nach der ersten Regierungserklärung zum Coronavirus will Ministerpräsident Markus Söder (CSU) auch am Montag (10.00 Uhr) im Landtag über die Folgen der Pandemie sprechen. Im Fokus dürften dabei die in der vergangenen Woche vom Kabinett beschlossenen - und ab diesem Montag geltenden - Lockerungen der Anti-Corona-Maßnahmen stehen.

Corona-Zahlen für München: Todesfälle erreichen Zahl 99 - Neuinfektionen sinken

Update, 20.05 Uhr: Christian Ude fordert eine schnelle Absage der Wiesn 2020. Alles andere würde nicht gut ausgehen, fürchtet Münchens Ex-OB. Auch der prominente Wiesn-Wirt Michael Käfer sieht keine Chance mehr auf ein Oktoberfest 2020.

Update, 16.01 Uhr: Die Stadt München hat soeben neue Infkektionszahlen veröffentlicht. Demnach wurden am Sonntag 57 Coronavirus-Neuinfektionen gemeldet. Das bedeutet einen deutlichen Rückgang im Vergleich zur Vorwoche. Am vergangenen Sonntag (12. April) waren es noch 107 Neuinfektionen. 

Die Zahl der täglich neu Infizierten hat sich also fast halbiert. Eine andere Zahl hat sich dafür binnen einer Woche fast verdoppelt. Vermeldete die Stadt München vergangenen Sonntag noch 51 Todesfälle, sind es am heutigen Sonntag 99. Am Montag wird damit in München wohl oder übel die Zahl 100 überschritten werden. Auch zum Altersquerschnitt der Corona-Toten in München veröffentlicht die Stadt täglich Zahlen. Rund 30 Prozent waren älter als 80 Jahre.

Update, 12.26 Uhr: Es knirscht immer lauter in Bayerns Koalition. Die Freien Wähler fordern von Ministerpräsident Markus Söder eine sofortige Maskenpflicht und schnelle Lockerungen für Kaufhäuser und Gastwirtschaften. Bisher hatte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) stets keinerlei Perspektive für eine Öffnung in diesem Bereich genannt, intern soll er vor neuen Ansteckungsherden etwa in zu dicht besetzten Biergärten gewarnt.

Zoff in Corona-Konferenz: Laschet und Söder diskutierten wegen Gottesdiensten

Update, 19. April, 8.44 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und Bayern Ministerpräsident Markus Söder stehen seit der Corona-Diskussion im Dauerzoff um unterschiedliche Herangehensweisen. Liegt es auch am Konkurrenzkampf um die Kanzlerkandidatur für die Union 2021? Während Söder die harte Linie fährt, möchte Laschet schneller wieder zur Alltags-Normalität zurückehren. Bei der Besprechung aller Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Merkel am vergangenen Mittwoch (15. April) bekam Laschet von Söder allerdings einen heftigen Dämpfer verpasst.

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Corona-Krise im Freistaat: Ausgerechnet Söder gegen Gottesdienste

Laschet soll, gemeinsam mit dem thüringischen Ministerpräsidenten Bodo Ramelow, in der Schaltkonferenz für die Öffnung von Gottesdiensten plädiert haben. Dies hatte der „Spiegel“ zuerst berichtet. Ausgerechnet Markus Söder, der im Freistaat einst mit dem sogenannten Kreuz-Erlass für Aufsehen sorgte, soll diesem Ansinnen aber den entscheidenden Gegenschlag verpasst haben.

Laut „Spiegel“ verwies Söder, selbst übrigens evangelisch getauft, auf das Oberhaupt der katholischen Kirche. Sogar der Papst habe an Ostern die Messe alleine gefeiert, so Söder. Diesem Argument hatte Laschet offenbar wenig entgegenzusetzen und musste klein beigeben.

In Nordrhein-Westfalen sind Gottesdienste bislang nicht per se verboten. Der als gläubig geltende Laschet sagte imheute journal, er habe eine Hemmung, „dieses hohe Grundrecht als Staat einfach per Verordnung zu schließen“. Stattdessen hatte die Landesregierung an alle Gemeinden appelliert, die Gottesdienste aus freien Stücken zu unterlassen, woran sich bislang auch gehalten wurde.

Corona in Bayern: Freistaat will Ausnahmeregelung bei Krankschreibungen

Update, 21.54 Uhr: Bayern pocht auf die Ausnahmeregelung bei Krankschreibungen für Arbeitnehmer. Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) kritisierte am Samstag, dass Arbeitnehmer für Krankschreibungen bei leichten Atemwegsbeschwerden vom kommenden Montag an wieder zum Arzt gehen müssen. „Dieser Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) ist mit Blick auf die Gefahren durch die Corona-Pandemie verfrüht. Denn zum jetzigen Zeitpunkt ist es wichtig, Infektionsrisiken konsequent zu vermeiden“, erklärte Huml.

Sie fordert deshalb eine Verlängerung der Ausnahmeregelung, dass Krankschreibungen bei leichten Atemwegsbeschwerden auch nach telefonischer Rücksprache mit dem Arzt möglich sind. Es sei zu befürchten, dass sonst auch Covid-19-Patienten wieder in den Arztpraxen erschienen und dadurch andere Menschen ansteckten. „Das muss verhindert werden“, betonte Huml.

Söder in Zeiten von Corona: „Hätte dringend einen Haarschnitt nötig“

Update, 18.34 Uhr: In Zeiten von Corona und geschlossener Friseursalons haben auch Politiker zunehmend ein haariges Problem. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder geht es da nicht anders: „Ich gebe offen zu, ich hätte dringend einen Haarschnitt nötig“, sagte er dem Bayerischen Rundfunk (Bayern3) am Samstag.

Dabei scheint der CSU-Mann wenig Vertrauen in die Haarschneidekünste in seinem Umfeld zu haben. Es sei ihm schon familiär angeboten worden, „man könne doch mal was machen“. Er habe sich aber gedacht, das mache er jetzt mal nicht. „Ich vertraue auch eher dem Handwerk selbst, als irgendwelchen Hobbyfriseuren.“

Seine Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) sagte dem Sender, sie sei in den vergangenen Wochen auch nicht zum Friseur gegangen. „Und wenn ich manche meiner Kollegen anschaue, hab ich den Eindruck, dass es ähnlich war. Es gibt auch einige, bei denen zuhause Hand angelegt wurde.“

Corona in Bayern: Fallzahlen aus München zeigen Trend - Polizei meldet zahlreiche Verstöße

Update, 15.20 Uhr: Nun hat auch die Stadt München die aktuellen Fallzahlen für den heutigen Samstag (18. April) bekannt gegeben. 87 neue Fälle wurden bestätigt - damit wurden in der bayerischen Landeshauptstadt bislang insgesamt 5101 Infektionen gemeldet.

Am Samstag vergangener Woche (11. April) waren es 119 neue bestätigte Corona-Infektionen gewesen (gesamt: 4352 Fälle). Am gestrigen Freitag (17. April) lag die Zahl der Neuinfektionen ebenfalls bei 87 Fällen. Die Zahlen sind nicht angestiegen - ein leichter Trend, der Hoffnung macht, ist erkennbar.

Eine weitere Meldung kam außerdem von der Polizei in München - diese fiel jedoch weniger positiv aus. Wieder meldeten die Beamten zahlreiche Verstöße: Von Freitag, 6 Uhr, bis Samstag, 6 Uhr, kam es in der bayerischen Landeshauptstadt sowie im Landkreis München zu 151 Verstößen gegen die Ausgangsbeschränkung. Insgesamt verzeichnete die Polizei 6900 Kontrollen. 

Coronavirus in Bayern: Aktuelle Fallzahlen für den Freistaat bekannt

Update, 14.30 Uhr: In Bayern sind inzwischen 37.254 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das sind 734 Fälle mehr als am Vortag, wie das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen mitteilte. Die Zahl der Toten, die mit dem Virus infiziert waren, stieg im selben Zeitraum um 62 auf insgesamt 1226. Die geschätzte Zahl der Genesenen betrug 20.880 Menschen.

Coronavirus in Bayern: Markus Söder warnt vor überzogenen Erwartungen

Update, 12.45 Uhr: Obwohl Markus Söder den Menschen in Bayern „Perspektive geben“ möchte, was die Corona-Maßnahmen betrifft (siehe unten), warnt der bayerische Ministerpräsident dennoch vor überzogenen Erwartungen. „Solange es keinen Corona-Impfstoff und kein Medikament gibt, müssen wir die Beschränkungen fortsetzen und für eine kontrollierte Entwicklung sorgen“, sagte Söder der Passauer Neuen Presse. „Jetzt dürfen wir nicht übermütig werden und müssen die richtige Balance finden“, so der Ministerpräsident weiter. 

Corona in Bayern: Söder äußert sich zu weiteren Lockerungen: „Perspektive geben“

Update, 11.02 Uhr: Erste Lockerungen der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus gelten ab kommendem Montag (siehe unten). Doch ab wann werden beispielsweise Familienfeiern wieder möglich sein? Fragen dieser Art beschäftigen aktuell wohl viele Menschen im Freistaat. Gegenüber Antenne Bayern äußert sich der bayerische Ministerpräsident Markus Söder dazu - und macht etwas Hoffnung. 

„Zum Beispiel hoffen wir sehr, dass wir vielleicht um Pfingsten herum, für die Gastro und für manche Hotels - mit Abständen - vielleicht etwas tun können. Wenn das dann möglich ist, dann könnten auch vielleicht solche Feiern drin sein“, so Söder im Interview. Der Ministerpräsident wolle den Menschen „schon Perspektive geben“ - aber auch „einfach ehrlich sein“. 

Coronavirus in Bayern: Erste Lockerungen der Maßnahmen - Das ist nun erlaubt

Update, 18. April, 9.55 Uhr: Ab kommenden Montag (20. April) treten erste Lockerungen der Anti-Corona-Maßnahmen in Bayern in Kraft. Das Bayerische Gesundheitsministerium erklärt auf Nachfrage, was dies genau bedeutet - und was nun erlaubt ist*.

Coronavirus in Bayern: Söder erhält Ergebnis von Corona-Test 

Update, 22.55 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat einen Coronavirus-Test machen lassen. Er sei negativ gewesen, sagte der CSU-Chefder Illustrierten Bunte. Der 53-jährige Franke meinte: „Das habe ich gemacht, um sicherzugehen. Ich halte mich auch an die Abstandsregeln und an alle Vorgaben, die wir den Bürgern zumuten.“

Das aktuell geforderte Krisenmanagement ist für den groß gewachsenen, gewichtigen Politiker mit breitem Kreuz keine Frage der Körperstatur. „Psychische Stabilität spiegelt sich nicht in der Körpergröße. Die Bundeskanzlerin zum Beispiel hat stahlharte Nerven“, sagte Söder in dem Interview über Angela Merkel (CDU). „Ich bin dankbar, sie jetzt als Ansprechpartnerin zu haben.“

In anderen Bundesländern gibt es unterdessen sehr weitreichende Planungen zu weiteren Lockerungen - im Norden des Landes könnte es offenbar bald wieder zumindest kleine Konzerte geben.

Update, 16.45 Uhr: Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger fordert einen konkreten Zeitplan für die baldige Öffnung der Gaststätten und Hotels. Das Gastgewerbe brauche in der Corona-Krise in Deutschland eine konkrete Perspektive. 

Das Gespräch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten um den 30. April wäre der passende Zeitpunkt für Entscheidungen, so Aiwanger. Zwei Meter Abstand zwischen den Gästen, Masken für das Personal, Hygiene- und Zugangsregeln „müssen ein Weg in die Normalität und zur Verhinderung von zahlreichen Betriebsinsolvenzen sein“.

Aiwanger sagte, auch für die Hotels wünsche er sich einen Ausweg aus der Totalschließung in absehbarer Zeit. Dringend notwendig sei zudem, dass der Bund den Mehrwertsteuersatz in der Gastronomie auf sieben Prozent senke.

Bayern: Mehr als 5600 Anträge auf Bonus für Pflegekräfte im Corona-Einsatz

Update, 16.25 Uhr: Etwa eineinhalb Wochen nach dem Kabinettsbeschluss zum Pflegebonus in der Corona-Krise sind mehr als 5600 Anträge beim Landesamt für Pflege eingegangen. Noch bis Ende Mai hätten die insgesamt rund 265.000 Anspruchsberechtigten Zeit, das Geld zu beantragen, teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in München mit. Der Link zum Online-Antrag sei bis Freitagmittag mehr als 265.000 Mal aufgerufen worden.

Video: Zwischenbilanz von Jens Spahn nach 4 Wochen Corona

Pflegekräfte in Krankenhäusern, Rehabilitationskliniken, Alten-, Pflege- und Behinderteneinrichtungen sowie ambulanten Pflegediensten, Notfallsanitäter und Rettungsassistenten sollen einen zunächst einmaligen steuerfreien Bonus von 500 Euro erhalten. Wer 25 Stunden pro Woche oder weniger arbeitet, soll 300 Euro bekommen. Den Freistaat könnte dies nach früheren Angaben eines Regierungssprechers unterm Strich 126 Millionen Euro kosten.

Coronavirus in Bayern: Neue Infektionszahlen aus München machen Hoffnung

Update, 14.56 Uhr: Auch aus der bayerischen Landeshauptstadt gibt es nun neue Coronavirus-Fallzahlen. Wie die Stadt München meldet, sind am heutigen Freitag (17. April) 87 neue Fälle bestätigt worden. Damit gibt es dort bislang insgesamt 5.014 Infektionen.

Die Zahl der Neuinfizierten macht etwas Hoffnung. Am Freitag in der vergangenen Woche (10. April) waren von der Stadt München 110 neue Fälle gemeldet worden - die Zahl der Neu-Infektionen ist damit leicht gesunken. Am gestrigen Donnerstag (16. April) waren 107 Coronavirus-Fälle gemeldet worden.

Währenddessen senden US-Bürger in Zeiten von Corona ein „Danke“ an die Menschen in Bayern. In einem Video wird es emotional.

Corona-Sonderweg in Bayern: Über 36.000 Infektionsfälle im Freistaat - Aktuelle Zahlen

Update von 14.22 Uhr: In Bayern sind inzwischen 36.520 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Gestorben sind bisher 1164 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am heutigen Freitag (Stand 10 Uhr) auf seiner Homepage mit. Die geschätzte Zahl der Genesenen liegt bei 19.610 Menschen.

Coronavirus in Bayern: Aiwanger fordert Unterstützung für Lkw-Fahrer - und für ein „Grundbedürfnis“

Update von 13.20 Uhr: Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger forderte nun inmitten der Corona-Krise Unterstützung für Lkw-Fahrer - in einer speziellen Angelegenheit. Wie Aiwanger erklärte, hätten das Ministerium Berichte erreicht, dass wegen Corona-Ängsten vielerorts die Toilettennutzung nicht möglich sei. Der Wirtschaftsminister sprach sich deshalb für die Lkw-Fahrer aus - und deren Recht, unterwegs Toiletten zu benutzen. „Die zweifellos notwendige soziale Distanz in der Corona-Krise darf nicht dazu führen, dass wir nicht anständig miteinander umgehen und die menschlichen Grundbedürfnisse außer Acht lassen“, sagte er.

Sanitäre Anlagen sollten für die Lkw-Fahrer weiterhin zugänglich gehalten werden - soweit deren Benutzung auch bislang möglich war. Aiwanger verwies auf die große Bedeutung der Lkw-Fahrer und ihrer Fracht: „Gerade jetzt, wo es um die Versorgung unserer Bevölkerung mit lebensnotwendigen Gütern geht, brauchen wir unsere Lkw-Fahrer dringender denn je“, machte er deutlich.

Coronavirus in Bayern: Neuer Sonderweg - Geusndheitsministerium mit Appell an Bürger

Update von 11.43 Uhr: Trotz der Lockerungen beim Kontaktverbot in Bayern als Maßnahme gegen die Coronavirus-Pandemie appelliert das Gesundheitsministerium an die Vernunft der Bürger. Ab kommenden Montag ist im Freien auch der Kontakt zu einer Person außerhalb des eigenen Hausstands erlaubt. „Die Kontaktperson kann auch gewechselt werden“, erklärte ein Ministeriumssprecher am Freitag in München. „Es sollte aber immer an das oberste Ziel gedacht werden: Ansteckungen möglichst zu vermeiden. Insofern gebieten es die Vernunft und die Rücksichtnahme auf andere Menschen, möglichst wenige unterschiedliche Kontaktpersonen außerhalb des eigenen Haushalts zu treffen.“

Neuer Corona-Sonderweg in Bayern - Söder lässt sogar Merkel alt aussehen

Update vom 17. April, 7.12 Uhr: Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) erreicht einer Umfrage zufolge in der Corona-Krise auch bundesweit einen neuen Zustimmungsrekord. Wie das Nachrichtenmagazin Focus unter Berufung auf eine repräsentative Insa-Umfrage berichtet, erreicht Söder in dieser Woche einen Zustimmungswert von 163 Punkten in der Bevölkerung - das sind drei Punkte mehr als in der Vorwoche auf einer Skala bis 300 Punkte.

Dies sei der höchste Wert, der seit Beginn der Erhebungen im Januar 2019 jemals für einen deutschen Politiker gemessen worden sei, heißt es in dem Bericht. Söder belege damit unverändert zur Vorwoche den ersten Platz einer Rangliste von 22 deutschen Spitzenpolitikern, gefolgt von Kanzlerin Angela Merkel mit 153 Punkten (minus zwei Punkte) und Gesundheitsminister Jens Spahn mit 135 Punkten (minus zwei Punkte).

Vor kurzem hatte bereits eine Umfrage in Bayern ergeben, dass die Zufriedenheit der Bürger mit der Arbeit des Ministerpräsidenten auf ein Allzeithoch gestiegen ist. 94 Prozent der Wahlberechtigten im Freistaat zeigten sich dem „Bayerntrend extra“ zufolge mit der Arbeit des CSU-Chefs zufrieden oder gar sehr zufrieden.

Corona-Maßnahmen: Söder mit Seitenhieb gegen andere Bundesländer - „Braucht keinen Lockerungs-Wettbewerb“

Update von 19.29 Uhr: In NRW dürfen Möbelhäuser öffnen in Bayern aber nicht. Söder begründet: „Das Problem ist: Je größer die Einheit, je mehr offen ist und je mehr Shoppingmalls offen sind, desto größer ist die Anziehungskraft auf viele Menschen.“ Das würde dazu führen, dass sich durch die Ballung von Menschen das Virus wieder mehr ausbreiten könnte.

Update von 19.19 Uhr: Die spätere Schulöffnung in Bayern begründet Markus Söder damit, dass ersteinmal richtige Hygienekonzepte erstellt werden müssen, damit die Öffnung nicht planlos stattfindet.

Update von 19.16 Uhr: Der bayerische Minister Präsident verteidigt die staatlichen Hilfen für Unternehmer. Im Vorfeld hatte die bayerische Wirtschaft Kritik geübt, dass zu wenig getan werde. „Was Bayern an Hilfe leistet, leisten nicht einmal Länder von der Größe Italiens. Insgesamt 16 Milliarden Euro.“

Update von 19.10 Uhr: Söder betont, dass Bayern den langsamen Weg gehen wird und nicht zu schnell lockert. Er könne nicht verstehen, warum andere Bundesländer diese Geduld nicht haben. „Es braucht keinen Wettbewerb, was Lockerungen angeht.“

Update von 19.09 Uhr: Zu den Lockerungen der Ausgangsbeschränkung erklärt Söder, dass man sich trotz den neuen Regelungen (In Bayern darf man mittlerweile eine Person, die nicht aus dem eigenen Haushalt stammt, treffen) an die Hygiene und Abstandsregelungen halten muss. „Es wird jetzt keine Hauspartys geben.“

Update von 19.04 Uhr: Söder erklärt, dass die Zahlen Anlass zu vorsichtiger „Hoffnung“ geben. Aber er betont erneut, dass so lange es keinen Impfstoff gibt, die Pandemie nicht durchgestanden. Die Intensivbetten werden alleine in Bayern auf 5.000 erhöht. Verschobene nicht eilige Operationen könnten demnächst nachgeholt werden, da das Gesundheitssystem trotz der Corona-Krise nicht ausgelastet sei.

Update von 18.58 Uhr: Ministerpräsident Markus Söder steht gleich im BR Rede und Antwort zu den neuen Corona-Maßnahmen.

Corona Bayern: Söder lockert Beschränkungen überraschend um wichtigen Punkt - und spricht Masken-Gebot aus

Update von 17.20 Uhr: Der bayerische Einzelhandel hat die verzögerte Öffnung der Läden im Freistaat kritisiert. „Wir sind enttäuscht“, sagte der Geschäftsführer des Handelsverbands Bayern, Bernd Ohlmann, am Donnerstag. Es gebe viel „Kopfschütteln, Wut und Unverständnis“, weil der Freistaat die Beschränkungen eine Woche später als die übrigen Bundesländer lockere.

Viele Händler „kämpfen ums Überleben, da zählt jeder Tag“, sagte Ohlmann. Eine Woche ohne Umsatz bedeute für den bayerischen Einzelhandel - ohne Lebensmittelhandel - einen Ausfall von 1,1 Milliarden Euro. In den Bekleidungsgeschäften liege die Frühjahrsmode nun noch länger, „auch das ist verderbliche Ware“. Weil die Läden in den anderen Ländern früher öffneten, sei Einkaufstourismus über die Landesgrenze die Folge: „Das haben wir ja bei den Garten- und Baumärkten schon gesehen.“

Dass Geschäfte mit mehr als 800 Quadratmetern Verkaufsfläche geschlossen bleiben, sei willkürlich. Ein Möbelgeschäft mit 2000 Quadratmetern könne Abstandsregeln genauso einhalten wie ein kleiner Supermarkt, sagte Ohlmann. Dass Ministerpräsident Markus Söder eine Öffnung der großen Geschäfte und Kaufhäuser in circa zwei bis drei Wochen für denkbar halte, sei zu vage.

Update von 13.44 Uhr: Nach wochenlangen Ausgangsbeschränkungen und Schulschließungen sieht Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) wichtige Erfolge im Kampf gegen das Coronavirus, mahnt aber zu Geduld und Vorsicht. „Wir bekommen das Virus langsam unter Kontrolle“, sagte er am Donnerstag nach einer Kabinettssitzung in München. Es gebe deshalb nun „Anlass zu vorsichtigem Optimismus“. Bayern lockert deshalb die Ausgangsbeschränkung - sie gilt nun bis zum 4. Mai -zur Eindämmung des Coronavirus minimal: Künftig ist im Freien auch der Kontakt zu einer Person außerhalb des eigenen Hausstands erlaubt.

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Coronavirus in Bayern: Bestimmte Geschäfte dürfen ab dem 27. April wieder öffnen

In der Corona-Krise sollen ab dem 27. April auch in Bayern Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern unter Auflagen wieder öffnen dürfen. Das kündigte Söder ebenfalls an. Kfz-Händler, Fahrradhändler und Buchhandlungen sind von der Quadratmeter-Grenze ausgenommen. Schon ab 20. April dürfen Bau- und Gartenmärkte und Gärtnereien wieder öffnen.

In Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr sollen Menschen in Bayern Schutzmasken über Mund und Nase tragen. Sollte das nicht ausreichen, „erwägen wir dann auch eine Maskenpflicht“, hieß es weiter. Vorerst gebe es aber nur ein Gebot, an das sich auch Geschäftstreibende halten müssten. Bei den sogenannten Community-Masken gehe es nicht um medizinische Masken, betonte Söder. Sie schützten einen selbst nicht vor einer Ansteckung - aber davor, andere womöglich zu infizieren.

Markus Söder auf der Pressekonferenz mit Mundschutz.

Coronavirus in Bayern: Strenge Infektionsschutzmaßnahmen an Schulen

Nach den coronabedingten Schulschließungen hat das bayerische Kabinett einen Wiederbeginn in Stufen beschlossen: Ab dem 27. April sollen die Abschlussklassen wieder zurück an die Schulen dürfen. Frühestens am 11. Mai sollen diejenigen Jahrgänge folgen, die im kommenden Jahr ihren Abschluss machen, wie Söder am Donnerstag ebenfalls mitteilte. In den Schritt für Schritt wieder eröffneten Schulen in Bayern sollen nach Angaben von Kultusminister Michael Piazolo wegen des Coronavirus strenge Infektionsschutzmaßnahmen gelten. „Der Unterricht soll in maximal halber Klassenstärke mit 10 bis 15 Schülern erfolgen. So werden wir in den Klassenzimmern einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zwischen den Schülern gewährleisten“.

Kein Schüler soll wegen coronabedingten Wissenslücken in diesem Schuljahr sitzenbleiben. Das versprach Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Donnerstag in München nach einer Kabinettssitzung. „Wir werden großzügig ein Vorrücken auf Probe erlauben.“

Coronavirus in Bayern: Gottesdienste ab Mai wieder möglich?

In den kommenden Wochen werden Gottesdienste in Bayern wegen der Corona-Krise zunächst weiter nicht möglich sein. „Ab Mai halten wir Gottesdienste für möglich“, so Söder. Final sei dies aber noch nicht entschieden, wie bei allen anderen Maßnahmen müsse die aktuelle Entwicklung bei den Infektionen beachtet werden. 

Söder und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter glauben, dass das Oktoberfest dieses Jahr wohl eher nicht möglich sein wird. Eine finale Entscheidung stehe aber noch aus.

Ein Sommerurlaub im Ausland ist wegen der Corona-Pandemie nach Worten von Ministerpräsident Markus Söder heuer wohl nicht drin. „Die Wahrscheinlichkeit, dass Urlaub in anderen Ländern im Sommer so leicht möglich ist, schätze ich aus gegenwärtiger Sicht eher als unwahrscheinlich ein“, sagte er. „Das ist bei der Situation in den Ländern um uns herum, unseren klassischen Urlaubsländern, die wir haben - Spanien, Italien oder Frankreich oder Türkei - eher unwahrscheinlich.“ Deswegen könne sich die Gastronomie und Hotellerie, sofern die Beschränkungen im Inland bis dahin weiter gelockert werden könnten, im Sommer auf einen ziemlichen „Run“ einstellen. So mancher Verlust aus den derzeitigen Wochen könne dadurch vielleicht aufgeholt werden.

Die Notbetreuung von Kindern in Bayern soll ab dem 27. April ausgebaut werden. Dann sollten auch Kinder etwa in Kindertagesstätten betreut werden, wenn nur ein Elternteil in einem sogenannten systemkritischen Beruf arbeitet, sagte Bayerns Sozialministerin Carolina Trautner (CSU) am Donnerstag in München. Ein Augenmerk liege auf erwerbstätigen Alleinerziehenden.

Coronavirus in Bayern: Die Pressekonferenz mit Markus Söder zum Nachlesen

Update von 13.41 Uhr: Die Pressekonferenz ist beendet.

Update von 13.29 Uhr: Melanie Huml verdeutlicht noch einmal eine wichtige Lockerung: Man dürfe sich nun auch mit einer Person außerhalb des Haushalts treffen. Dies solle auch Alleinlebenden helfen. Trotzdem sollen die Menschen weiterhin Vorsicht walten lassen und Rücksicht nehmen.

Update von 13.22 Uhr: Über die vierte Klasse der Grundschule sei noch nicht entschieden, so Piazolo. Darüber müsse noch diskutiert werden.

Die Notbetreuung für Alleinerziehende, die berufstätig sind, soll ausgebaut werden, erklärt Trautner auf Nachfrage. 

Markus Söder über Armin Laschet: „Jeder tut seine Pflicht“

Update von 13.16 Uhr: „Jeder tut seine Pflicht“, sagt Markus Söder auf Nachfrage in Bezug auf das Vorgehen von Armin Laschet. Es sei gut, dass es unterschiedliche Auffassungen gebe, die gemeinsam diskutiert werden.

Update von 13.13 Uhr: Sozialministerin Carolina Trautner erklärt, dass ein Expertengremium zusammenkommen soll, um zu überprüfen was auch in Kitas möglich wäre. Man wolle Schritt für Schritt vorgehen. Ab dem 27. April werde die Notbetreuung ausgeweitet. „Das gilt in erster Linie für Eltern, die in systemrelevanten Berufen arbeiten“, so Trautner. Der Fokus soll auch auf Alleinerziehenden liegen.

Update von 13.08 Uhr: Nach dem Kultusminister ist Gesundheitsministerin Melanie Huml an der Reihe. Sie berichtet, dass Testkapazitäten ausgebaut werden sollen. Sie bittet die Menschen weiterhin Rücksicht zu nehmen: „Es wirkt“.

Coronavirus in Bayern: Maßnahmen für Schulöffnungen

Update von 13.02 Uhr: Nun spricht Kultusminister Michael Piazolo. Bayern habe sich als erstes Bundesland für Schulschließungen ausgesprochen, das sei richtig gewesen. Der Unterricht werde nur „langsam und besonnen“ hochgefahren. Ältere dürfen zuerst zurück in die Schulen, ihnen sei leichter zu vermitteln, Abstand zu halten.

Am 27. April beginnen die Abschlussklassen, das seien rund 14 Prozent der Schüler. Der zweite Schritt ist angedacht für den 11. Mai, so Piazolo. „Der Unterricht soll in maximal halber Klassenstärke mit 10 bis 15 Schülern erfolgen. So werden wir in den Klassenzimmern einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zwischen den Schülern gewährleisten“.
Außerdem soll es keine Gruppenarbeiten geben. Mensabetrieb und Pausenverkauf werde es nicht geben. 

Kein Schüler soll wegen coronabedingten Wissenslücken in diesem Schuljahr sitzenbleiben. Das versprach Kultusminister Michael Piazolo. „Wir werden großzügig ein Vorrücken auf Probe erlauben.“

Update von 12.52 Uhr: Nach Markus Söder spricht Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger. Er freut sich, dass die Maßnahmen greifen, spricht aber auch von den Auswirkungen auf die Wirtschaft. Man wolle erleichternde Maßnahmen für die Wirtschaft einleiten und spricht beispielsweise von der Öffnung von Gärtnereien und Baumärkten. Mit der Entscheidung, Geschäfte bis 800 Quadratmeter zu öffnen, zeigt sich Aiwanger zufrieden. Von 60.000 Läden in Bayern dürfen damit rund 80 Prozent wieder aufmachen. Er bittet allerdings, in den Geschäften Mundschutz zu tragen.

Markus Söder zur Corona-Krise: Serientests in Krankenhäusern

Update von 12.49 Uhr: „Ich habe vor zwei Wochen sehr, sehr große Sorgen gehabt“,so Söder zur Corona-Krise im Freistaat. Die Maßnahmen würden allerdings mittlerweile wirken.

Update von 12.46 Uhr: Kitas bleiben vorerst zu. Söder erklärt aber, dass die Notbetreuung hochgefahren werden soll.

Bei Krankenhäusern und Pflegeheimen bleibe Bayern bei seinem vorsichtigen Kurs. „Wir werden Serientests machen“, erklärt Söder eine Verbesserung für Krankenhäuser. Der Sicherheitsstandard solle so erhöht werden.

Update von 12.43 Uhr: Großveranstaltungen sind bis 31. August nicht möglich. Söder und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter glauben, dass das Oktoberfest dieses Jahr wohl eher nicht möglich sein wird. Eine finale Entscheidung stehe aber noch aus.

Ab dem 27. April werden die Prüfungsvorbereitungen stattfinden, erklärt Söder. „Wir wollen kein Not-Abi oder Durchschnitts-Abi“. Ab dem 11. Mai kommen Klassen dran, die als nächstes dran sind - gemeint sein dürften wohl Klassen wie die Q11.

Coronavirus in Bayern: Geschäfte bis 800 Quadratmetern dürfen öffnen

Update von 12.37 Uhr: „Wir wollen keinen Kaltstart haben.“ Baumärkte und Gärtnereien dürfen ab dem 20. April öffnen. Ab dem 27. April dürfen Geschäfte bis zu 800 Quadratmeter öffnen - ausgenommen Auto-, Fahrrad- und Buchhandel, „diese können höher sein“, so Söder.

Ab 4. Mai dürfen Frisöre öffnen - mit einem klaren Schutzkonzept, so Söder. „Was vorläufig zubleiben muss und auch noch länger, ist der Gastrobereich leider“, so Bayerns Ministerpräsident. 

Apres-Ski in Ischgl und Starkbierfeste waren oft Infektionsherde, „deshalb wird es auf absehbare Zeit dort keine Veränderungen geben“, so Söder. Man hoffe, die Lage werde sich bis Pfingsten entspannen. „Die Wahrscheinlichkeit, dass Urlaub im Sommer in anderen Ländern möglich ist, stellt sich als eher unwahrscheinlich heraus“, fügt Söder an.

Corona: Söder erklärt Sonderweg für Bayern – und verkündet eine überraschend große Änderung

Update von 12.35 Uhr: „Wir setzen die bisherige Strategie fort, aber erleichtern“, so Söder zu den weiteren Plänen. Die Ausgangsbeschränkungen bleiben bis zum 4. Mai in Kraft. Eine Erleichterung soll es geben: Eine Kontaktperson werde nun zugelassen, die nicht zur Familie gehört.

Bei Geschäften sei der Freistaat vorsichtiger als andere. „Jede Öffnung führt zu mehr Andrang auch in den Städten“, so Söder. Es müsse Schutzauflagen geben. Der Freitstaat sei für ein Mundschutzgebot. Damit ist nicht die medizinische Maske gemeint. „Wir reden von Community-Masken“, so Söder.

Coronavirus: Pressekonferenz mit Markus Söder - Verdopplungsrate deutlich gesunken

Update von 12.33 Uhr: „Danke besonders an die Menschen“, lobt Söder die Bevölkerung in Bayern. „Wir sind nicht über den Berg“, erklärt er weiter. Man habe zwar mittlerweile positivere Zahlen, die Zahl der Todesopfer sei jedoch über 1000 gestiegen. 

Die Verdoppelungsquote liege mittlerweile bei 22 Tagen. Zu Beginn der Corona-Krise lag sie noch bei 2,8. In Bayern gäbe es vorsichtigere Maßnahmen, einige Maßnahmen sollen später umgesetzt werden als in anderen Bundesländern, so Söder. „In der Ruhe liegt die Kraft“.

Update von 12.30 Uhr: Die Pressekonferenz beginnt, Markus Söder hat zunächst das Wort. „Wir bekommen das Virus langsam unter Kontrolle“, so der Ministerpräsident. Solange es aber keinen Impfstoff und kein Medikament gäbe, „solange ist absolute Vorsicht geboten. Wir haben ein zartes Pflänzchen, das jetzt wächst“. 

Coronavirus in Bayern: Pressekonferenz mit Markus Söder

Update von 12.07 Uhr: Um 12.30 Uhr will Ministerpräsident Markus Söder zusammen mit Gesundheitsministerin Melanie Huml, Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Kultusminister Michael Piazolo zum weiteren Fahrplan in der Corona-Krise informieren. Die Pressekonferenz können Sie hier im Live-Stream und -Ticker verfolgen.

Corona-Entscheidung in Bayern: Söder erklärt auf Pressekonferenz bayerischen Sonderweg - und wird von Schulze attackiert

Update von 11.24 Uhr: Katharina Schulze, Fraktionsvorsitzende der Grünen, greift in einem Tweet die bayerische Regierung um Markus Söder an. „Neben Unterstützung der Wirtschaft, muss auch der CSU-Sonderweg der staatlich verordneten Vereinsamung korrigiert werden. Wir brauchen die bundesweite Kontaktbeschränkungen: Rausgehen auch mit einer Person, die nicht im eigenen Haushalt wohnt, muss möglich sein!“

Coronavirus in Bayern: „Rock am Ring“ und „Rock im Park“ fallen aus

Update von 11.13 Uhr: Die Ministerpräsidenten der Länder hatten sich am Mittwoch auf erste vorsichtige Lockerungen in der Coronavirus-Krise verständigt. Großveranstaltungen aber sind den Beschlüssen zufolge bis zum 31. August grundsätzlich untersagt. Damit müssen auch die Festivals   „Rock am Ring“ und „Rock im Park“  ausfallen.

„Für die Veranstalter und ihre Teams, die Künstler und 175 000 Fans, die am ersten Juni-Wochenende 35 Jahre ‚Rock am Ring‘ und 25 Jahre ‚Rock im Park‘ feiern wollten, ist diese alternativlose Entscheidung natürlich enttäuschend“, hieß es in der Mitteilung. „Dennoch haben die Produzenten uneingeschränktes Verständnis für diese unausweichliche Maßnahme im Interesse der Sicherheit und Gesundheit aller Beteiligten, so traurig die Absage der ausverkauften Zwillingsfestivals ist.“ Die Festivals hätten vom 5. bis 7. Juni am Nürburgring in der Eifel und auf dem Zeppelinfeld auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände der Nationalsozialisten in Nürnberg über die Bühne gehen sollen. Zu den Headlinern gehörten in diesem Jahr die Bands Green Day, Volbeat und System Of A Down.

Coronavirus in Bayern: Neuer Termin für „Rock am Ring“ und „Rock im Park“

Die Planer hatten bis zuletzt an den Vorbereitungen für „Rock am Ring“ und „Rock im Park“ gearbeitet. Noch Anfang April hatte es geheißen, die Festivals sollten in diesem Jahr wie geplant stattfinden - da waren längst strenge Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie in Kraft getreten. Online übertragene Konzerte ohne Publikum vor Ort seien keine Option, hatte es damals geheißen.

Allerdings hatte eine Sprecherin der Agentur Live Nation auch da schon betont: „Wir beobachten die Situation natürlich aufmerksam und werden den Anweisungen der Gesundheitsbehörden folgen.“ Die Gesundheit von Künstlern, Fans und Mitarbeitern habe oberste Priorität und stehe bei allen Überlegungen an erster Stelle. „Gemeinsam mit der Live-Musikbranche richten sich nunmehr alle Hoffnungen auf die Zeit nach dem Ende des Ausnahmezustandes“, teilte Live Nation nun mit. Und: „Die Neuansetzung der Jubiläumsfestivals von „Rock am Ring“ und „Rock im Park“ ist jetzt für das zweite Juni-Wochenende 2021 terminiert.“

Corona-Entscheidung in Bayern: Markus Söder erklärt auf Pressekonferenz bayerischen Sonderweg - neue Maßnahmen

Ursprungsartikel vom 16. April, 9.23 Uhr

Am Mittwoch (16. April) wurden die Corona-Maßnahmen verlängert, so gelten die Kontaktbeschränkungen nun bis zum 3. Mai. Die Gastronomie bleibt bis auf Weiteres geschlossen. Es gab allerdings auch Lockerungen. Schulen sollen schrittweise wieder geöffnet werden, auch Geschäfte bis 800 Quadratmeter dürfen dann wieder öffnen. Das wurde auf einer Pressekonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel verkündet. Mit dabei war auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder. Der CSU-Chef deutete dort bereits an, dass Bayern einen Sonderweg gehen könnte.

Am Donnerstag (16. April) will das bayerische Kabinett um Söder den genauen Fahrplan für den Freistaat in den kommenden Wochen vorlegen. Dabei soll das am Mittwoch von Bund und Ländern generell vereinbarte Konzept für die Öffnung von Schulen und Handel mit konkreten Terminen hinterlegt werden. Söder hatte bereits bei der Pressekonferenz mit Merkel erklärt, dass der Freistaat den Weg zwar richtig fände, beim Zeitplan für einige Punkte aber vorsichtiger und etwas zurückhaltender vorgehen wolle.

Coronavirus in Bayern: Schulstart im Freistaat wohl später

Konkret nannte Söder am Abend bereits eine spätere Öffnung der Schulen: Während das Berliner Kompromisspapier den 4. Mai als Start für den schrittweisen Start des Schulbetriebs nennt, strebe Bayern den 11. Mai an, sagte er. Mit der Prüfungsvorbereitung in Abschlussklassen - etwa Abitur oder Mittlerer Reife - solle aber schon ab dem 27. April begonnen werden. „Grundschulen und Kitas bleiben dann erst einmal zu - mit entsprechender Notfallbetreuung“, sagte Söder. Ob und wann zumindest die vierten Klassen in den Grundschulen wieder starten können, blieb zunächst offen.

Gegenüber der Bild versicherte Söder: „Die im Abitur stecken, können sich darauf verlassen, es wird ein Abitur geben! Es wird nicht irgendein Not-Abitur geben, es wird nicht irgendein Durchschnitts-Abi geben für alle Beteiligten, sondern es soll nach bestem Wissen und Gewissen eine gute Abiturprüfung werden. Deswegen dürfen die als erste anfangen.“

Coronavirus: Bayern geht wohl auch bei den Lockerungen im Handel einen Sonderweg

Bayern geht vermutlich auch bei den Lockerungen im Handel einen Sonderweg: Söder meldete in Berlin bereits Zweifel daran an, dass er die Kompromissformel für eine Wiederöffnung von kleineren Läden bis zu eine Größe von 800 Quadratmetern ab kommendem Montag so übernehmen wolle. Er halte das für „zu viel“, sagte Söder bei der Pressekonferenz in Berlin. Dem Vernehmen nach war Bayern in die Verhandlung mit einer Obergrenze von 400 Quadratmetern gegangen. Man werde auch terminlich bei den Öffnungen von Geschäften „etwas zeitversetzt“ vorgehen.

Der bayerische Handel forderte, dass der Freistaat nicht von der bundesweiten Öffnungsregelung ausschere - weder zeitlich noch was die Größenordnung angeht. Der Handelsverband schätzt, dass gut 80 Prozent der hiesigen Geschäfte kleiner als 800 Quadratmeter sind. Söder stellte allerdings schon klar, dass große Möbelhäuser, Kaufhäuser und Shopping-Zentren definitiv weiter unbefristet geschlossen blieben. Söder rechtfertigte dies mit dem ansonsten drohenden Kundenverkehr und Menschen-Ballungen in den Innenstädten.

Coronavirus in Bayern: Süden Deutschlands stärker betroffen

Bayerns Ministerpräsident ist deshalb vorsichtig, weil der Süden Deutschlands stärker betroffen ist als andere Teile des Landes. Bis Mittwoch (15. April) wurden 34.664 Menschen im Freistaat positiv auf Sars-CoV-2 getestet - bisher starben 995 Menschen an den Folgen. Zum Vergleich: Die geschätzte Zahl der Genesenen lag bei 16.310 Menschen.

Vorsicht und Besonnenheit seien auch in der jetzigen Phase mit einer abflachenden Infektionskurve von großer Bedeutung, betonte Bayerns Ministerpräsident in Berlin. „Solange es keine Medikamente gibt, solange müssen wir einen Weg, ein Konzept finden, mit Corona zu leben“, sagte er. Hier gelte es, so viel Sicherheit und so viel Freiheit wie möglich zu erreichen. Die Corona-Krise könnte sich auch auf das Münchner Oktoberfest auswirken.

Coronavirus in Bayern: Steht das Oktoberfest auf der Kippe? Markus Söder äußert sich

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sieht die Wiesn in diesem Jahr in akuter Gefahr*. „Ich bin sehr, sehr skeptisch und kann mir aus jetziger Sicht kaum vorstellen, dass eine solch große Veranstaltung überhaupt möglich ist zu dem Zeitpunkt“, sagte der CSU-Chef am Mittwochabend im Bayerischen Rundfunk.

Söder betonte, dass die finale Entscheidung aber noch nicht getroffen sei. In den kommenden beiden Wochen wolle er zusammen mit Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) darüber beraten und entscheiden. Grundsätzlich stehe das Volksfest aber „sicher“ auf der Kippe. „Es wäre zwar schade, aber aus jetziger Sicht eher unwahrscheinlich“, betonte er.

Hoffnung machen unterdessen erste vage Ergebnisse aus Medikamentenstudien in den USA_- währendBrasilien Trauriges zu vermelden hat.

Schwer verändert hat sich der Alltag von Kindern - die Sorge um Gewalt während des Lockdowns wächst, gleichzeitig taucht eine neue Krankheit auf.

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kam/dpa

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